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Saharastaub von Auto entfernen: Bei diesem Fehler drohen Lack-Schäden

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Von: Marten Kopf

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Saharastaub lässt den Himmel in eigenartigem Licht erscheinen – doch das Wetter-Phänomen hat Folgen. Denn der Sand bleibt. Auf Autos, auf Gartenmöbeln, überall.

Ein fast schon etwas gruselig anmutendes Wetterphänomen kann dieser Tage in vielen Teilen Deutschlands beobachtet werden: Ein gelb-rötlich gefärbter Himmel schafft eine surreale Atmosphäre, Regen hinterlässt bräunlich-rote Wasserpfützen. Der Hintergrund ist simpel erklärt, Schuld sind warme Luftströme, die Staub aus der nordafrikanischen Sahara nach Europa tragen.*

Wetter-Phänomengelblicher Saharastaub und sogenannter Blutregen
UrsprungSahara-Wüste, Nordafrika
Auswirkungfeine Sandschichten auf Autos, Gartenmöbeln etc.

Das Auto vom Sahara-Sand befreien: Die richtige Herangehensweise

Das einerseits faszinierende Schauspiel hinterlässt andererseits aber ganz handfeste Probleme. Denn der Saharastaub zieht nicht einfach weiter, große Teile bleiben, sinken ab und setzen sich fest. Auf Autos, auf Gartenmöbeln, überall. Ihn wieder loszuwerden, ist heikel, aber wichtig – kann aber mit der falschen Herangehensweise teuer werden. Der ADAC etwa warnt jetzt vor unbedachter Reinigung des heimischen Autos. HEIDELBERG24* verrät, wie man sein Auto vor Schaden schützt.

Prinzipiell sei es natürlich sinnvoll, das Auto von der Staubschicht zu befreien, so der Europas größter Automobilclub, denn Sonneneinstrahlung könne den Sand auf Dauer regelrecht in den Autolack einbrennen. Wichtig sei es in erster Linie, das Fahrzeug idealerweise zunächst vorsichtig von Hand mit einem Schlauch abzuspritzen. Da das aber viel Wasser koste und gesetzlich nicht überall erlaubt sei, empfehlen die Experten ganz grundsätzlich die Fahrt zur Waschanlage. Auch die verbraucht natürlich Wasser, das aber wird aufbereitet und wiederverwendet.

Autowäsche nach Sharastaub – Autolack: Vorsicht vor Schmirgelpapier-Effekt

Wichtig ist es vor allem – Profis und erfahrene Heimwerker wissen das – den Staub möglichst nicht einfach mit Schwämmen oder Tüchern von den Karosserieteilen herunterzuwischen. So nämlich entsteht ein Effekt wie bei Schmirgelpapier, die winzigen Sandkörner reiben hauchfeine Rillen in die Lackoberfläche. Das Gefährliche: Eben weil die Körner so klein sind, ist der Schaden mit bloßem Auge womöglich erst einmal gar nicht zu erkennen. Angerichtet ist er aber.

Nach der Autowäsche mit einem gut durchfeuchteten Lappen bei offenen Türen und Klappen dann unbedingt auch die sonst verdeckten Blechflächen reinigen. Den Lappen dabei oft auswaschen, damit der Staub nicht weitergetragen wird. Der ADAC empfiehlt auch, testweise über Armaturenbrett und andere innenliegende Oberflächen zu wischen, um festzustellen, wie viel Staub sich noch im Innenraum des Wagens befindet.

Autowäsche nach Saharastaub und Blutregen: Luftfilter nicht vergessen!

Was gerne vergessen wird: Luftfilter (eigentlich zum Ausfiltern von Pollen gedacht und deshalb auch Pollen- oder Innenfilter genannt) sollten außerdem gründlich unter die Lupe genommen und im Zweifelsfall lieber gleich ausgewechselt werden. Denn ein überladener Filter wird nicht nur nichts mehr aus der Luft aufnehmen können, sondern die angesammelten Stoffe über kurz oder lang in den Wageninnraumen abgeben – und das gilt es nun wirklich unbedingt zu vermeiden. (mko) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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