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Discounter-Produkte überzeugen – Speisesalz bei Stiftung Warentest

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Von: Pauline Wyderka

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In der aktuellen Stiftung Warentest wird Speisesalz unter die Lupe genommen. Ob mit oder ohne Jod, vom Discounter oder Markenprodukt – die überraschenden Ergebnisse:

Salz ist... na ja, das Salz in der Suppe eben. Und nicht nur da, in jedem Gericht, das wir täglich zu uns nehmen, ist in irgendeiner Menge Speisesalz enthalten, denn ohne schmeckt‘s nicht. Die kleinen Kristalle verstärken Geschmäcker und peppen Gerichte ordentlich auf – solange man es nicht übertreibt! Doch was muss so ein Salz eigentlich außerdem können? Was macht schlechtes Salz aus und viel wichtiger: gutes? Damit hat sich Stiftung Warentest in der neusten Ausgabe auseinandergesetzt, mit diesem Ergebnis, wie HEIDELBERG24 berichtet:

Salz bei Stiftung Warentest – Discounter- und Markenprodukte im Test

Ob mit oder ohne Jod und Fluorid oder auch natriumreduziert – Sorten von Salz gibt es viele. Doch welche gewinnt im Test? Stiftung Warentest hat die verschiedenen Varianten einmal unter die Lupe genommen. Von Discounter-Salz bis hin zu Spezialitäten wie Fleur de Sel ist bei den 41 getesteten Produkten alles dabei. Übrigens profitiert nicht nur Salz von Fluorid, auch eine gute Zahnpasta enthält den Zahnschmelz-Booster. Welche Zahnpasta besonders gut ist, hat Stiftung Warentest ebenfalls bereits getestet.

Die meisten – immerhin 27 Salze – schneiden im Test gut ab. 13 schaffen es nur auf die Note befriedigend. Es gibt also keine schwarzen Schafe unter dem „weißen Gold“, jedoch erhält auch keine Sorte die Bestnote. Spannend wird es allerdings in den Details. So weisen die Salzsorten große Unterschiede in Geruch, Geschmack und in Sachen Inhaltsstoffen auf.

Salz bei Stiftung Warentest: Was ist Fleur de Sel?

So variieren Geruch und Geschmack laut Stiftung Warentest enorm. Hier ist der Gewinner laut Experten klar das Salz der Marke Flor de Sal d‘Es Trenc, das leicht nach Meer duften soll. Andere gute Sorten sind dagegen eher neutral. Zwei Drittel der Salze weisen im Test jedoch Fehler auf. Das bedeutet, dass sie vor allem dumpf oder nach Pappe riechen. Verschwindet das Merkmal beim Kochen, schneiden die Salze im sensorischen Test am Ende dennoch gut ab. Die Fleur de Sel-Gewinner im Test:

Fleur de Sel bedeutet aus dem Französischen übersetzt „Salzblüte“ und wird aus Meeresbuchten von Hand abgeschöpft. Die Gewinner sind laut Stiftung Warentest blättrig und besitzen eine Meeresnote, während die Verlierer eher dumpf riechen oder schlimmstenfalls sogar nach ihrer Verpackung. Die Spezialität könne gut als „Zweitsalz“ zum Garnieren verwendet werden, enthalte aber zu wenig Zusatznährstoffe, um als Alltagssalz verwendet zu werden.

Salz bei Stiftung Warentest: Viele nehmen zu wenig Jod auf

Salze, die Jod enthalten, werden von der Stiftung demnach besser bewertet, denn laut Testern sollte Salz im Alltag unsere Jod-Zufuhr ergänzen können. Viele Menschen nehmen ansonsten zu wenig davon auf. Auch Fluorid wird von den Testern positiv bewertet, schließlich mineralisiert es den Zahnschmelz und auch hier schätzen die Experten, dass ohne den Zusatz täglich zu wenig aufgenommen würde. Das Siegertreppchen der Haushaltssalze:

Unter den Salzen ohne Jodzusatz liegt erneut das Bad Reichenhaller-Produkt vorne, allerdings nur mit Note 2,0. Durch die fehlenden Zusatznährstoffe schaffen es die Sorten selbst bei gutem sensorischen Ergebnis meist nur auf das Urteil „befriedigend“. Am schlechtesten schneidet das Natur Hurtig Himalaya Kristallsalz ab, das in Sensorik, Zusatznährstoffen und Deklaration verliert.

Salz bei Stiftung Warentest: Aldi, Lidl und Netto räumen ab

Das Testergebnis zeigt also, dass Discount-Produkte locker mit den Marken mithalten können. Sowohl Netto- als auch Aldi- und Lidl-Salze räumen am Esstisch ab. Die Verlierer erhalten vor allem in Sachen Sensorik und Zusatznährstoffen Punktabzug. In der letzten Kategorie versagen vor allem Salze ohne Jodzusatz, aber auch blutdruckfreundliche natriumreduzierte Salze, wie Dr. Jacob‘s und Raab Vitalfood.

Ein Lebensmittel, das mit seinen geschmacksverstärkenden Eigenschaften ebenfalls viel in unserer Küche zum Einsatz kommt und dadurch eine große Rolle in unserem Alltag spielt, dürfte Butter sein: Die hat Öko-Test in der vergangenen Ausgabe unter die Lupe genommen, mit überraschendem Ergebnis. Den kompletten Bericht zum Salz-Test von Stiftung Warentest gibt es hier (kostenpflichtig). (paw)

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