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Schimmel gegessen? Wann Du sofort einen Arzt aufsuchen solltest

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Von: Josefine Lenz

Schimmel sollte man nicht essen, das weiß wohl jeder. Doch wie sollte man sich verhalten, wenn es doch mal passiert?

Sicherlich hat jeder von uns schon einmal Essen im Kühlschrank vergessen und beim Herausholen bemerkt, dass es voller Schimmel ist. Das ist zwar eklig, aber letztlich nicht schlimm. Anders sieht es aus, wenn Du aus Versehen den Schimmel isst. Hier kann es im schlimmsten Fall zu Vergiftungen führen – aber auch nur bei großen Mengen. Wie Du Dich am besten verhalten solltest, wenn Du Schimmel gegessen hast, verrät Dir HEIDELBERG24*.

Schimmel gegessen? Erstmal kein Grund zur Panik

Manchmal ist es einfach zu spät: Man beißt morgens genüsslich in sein Honigbrot und bemerkt erst beim Schlucken, dass das Brot bereits weiß-grüne Stellen hat. Also schnell weg damit, das Essen landet im Mülleimer. Doch was passiert jetzt mit dem Stück, das gegessen wurde?

Grundsätzlich musst Du Dir keine Sorgen machen, wenn Du eine kleine Menge Schimmel verputzt hast. In der Regel werden die Schimmelpilze ganz normal verdaut und ausgeschieden. Die meisten Menschen leiden an keinen Nebenwirkungen. Manche haben wiederum nur eine leichte Magenverstimmung oder fühlen sich allgemein etwas Unwohl. Dennoch besteht gar kein Grund zur Panik.

Schimmel gegessen? Diese Nebenwirkungen drohen

Hast Du aber statt einem kleinen Bissen eine große Menge Schimmel verschluckt, kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen unter anderem Erbrechen und Durchfall. Du solltest deshalb viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust entgegenzuwirken. Auch helfen zahlreiche Haushaltsmittel gegen die Nebenwirkungen. Nach einer großen Menge Schimmel kannst Du – auch vorbeugend – Kohletabletten schlucken. Sie binden Giftstoffe und helfen bei der Verdauuung.

Denn: Während Edelschimmel, der unter anderem in Edelsalami und Blauschimmelkäse vorkommt, ist der ungewollte Schimmel auf Dauer giftig.

Schimmel gegessen? Wann Du zum Arzt musst

Schimmel bilden giftige Mykotoxine. Diese können langfristig das Immunsystem, Leber und Nieren schädigen. Auch Aflatoxine, die im „Nuss-Schimmel“ vorkommen, können Deinen Körper schädigen. Auch sie enthalten giftige Stoffe. Es gilt daher besondere Vorsicht bei Kindern, Schwangeren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei einer größeren Menge Schimmel sollten sie schnell einen Arzt aufsuchen!

Auch sollten die Alarmglocken angehen, wenn Du über einen längeren Zeitraum schimmliges Essen zu Dir nimmst. Hier besteht die Gefahr für Leber, Nieren und Immunsystem. Außerdem kann im schlimmsten Fall sogar Krebs entstehen.

Schimmel auf dem Essen – So beugst Du einen Befall vor

Achte also beim nächsten Mal darauf, was genau Du isst. Bei einigen Lebensmitteln reicht es aus, den Schimmel zu entfernen, um sie trotzdem essen zu können. Viele andere Produkte sollte man bei einem Schimmelbefall direkt in die Tonne werfen. Unter anderem zählen dazu wasserhaltige Lebensmittel wie Kompott, weiches Obst, Gemüse, Quark, Joghurt und Marmelade.

Um Schimmel vorzubeugen, hilft eine gute Lagerung der Lebensmittel. Am besten das Brot in eine Brotdose legen und andere Produkte kühl, dunkel und trocken lagern. Übrigens: Vieles gehört sowieso nicht in den Kühlschrank. Es gibt so manche Irrtümer, wenn es um die richtige Lagerung der Lebensmittel geht. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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