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Betrug in Schnelltest-Zentren? Daran erkennt man seriöse Anbieter

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Von: Robin Eichelsheimer

Das Schnelltestzentrum vor der Alten Feuerwache in Mannheim.

Das Schnelltestzentrum vor der Alten Feuerwache in Mannheim. © Christian Leibig

In Bayern und Nordrhein-Westfalen kam es womöglich zu Betrugsfällen in Schnelltestzentren, die nun eine Krisensitzung der Gesundheitsminister nach sich zogen. Aber wie erkennt man seriöse Anbieter?

„Wer sich an der Corona-Pandemie mit kriminellen Machenschaften bereichern will, gehört konsequent bestraft“, so die unmissverständliche Ansage von Klaus Holetschek, bayrischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz. Nachdem es zu Betrugsvorwürfen gegen Corona-Schnelltestzentren in Bayern und Nordrhein-Westfalen* gekommen war, kamen die Gesundheitsminister der Länder am Montagmorgen in Berlin zu einer Krisensitzung zusammen, wie HEIDELBERG24* berichtet.

Ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Schnelltest-Anbietern in Bayern und NRW zieht seit dem Wochenende immer weitere Kreise, die Justiz ermittelt. „Klar ist: Dort wo ein möglicher Schaden noch abwendbar ist, werden alle Maßnahmen ergriffen, um dies zu tun“, betonte Holetschek und forderte eine andere Auszahlungspraxis: „Bei Verdacht auf betrügerisches Vorgehen dürfen die Vergütungen erst nach Prüfung ausgezahlt werden.“

Betrug bei Corona-Schnelltestzentren: Bundesgesundheitsminister Spahn will zusätzliche Kontrollen

Jens Spahn sieht einen Bedarf an mehr Kontrollen bei Anbietern von Corona-Tests. „Gerade bei den privaten Dienstleistern (...) braucht es offenkundig noch zusätzliche Kontrollen“, so der Bundesgesundheitsminister am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Aus Berlin heraus könne man die Testzentren nicht kontrollieren. Das sei nur durch die Gesundheitsämter vor Ort möglich.

Im Kern geht es bei der Debatte um die Frage, wer die Zahl der ausgeführten Tests - der Bund übernimmt die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Bürger und Woche, die Teststellen erhalten 18 Euro pro Test - kontrolliert. „Der Bund schiebt die Verantwortung auf die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Länder, und die schieben sie zurück an den Bund“, so Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, gegenüber der Rheinischen Post – und fügt hinzu: „Der Bund ist als Auftraggeber gefordert, bei den kostenlosen Bürgertests für eine angemessene Kontrolle zu sorgen.“ Die Gesundheitsämter der Kommunen könnten das nicht auch noch zusätzlich tun, seien ohnehin schon völlig überlastet.

Hinweisschild

Ein Aufsteller mit der Aufschrift "Corona Testzentrum" weist den Weg zu einem Testzentrum am Bahnhof Westerland in Schleswig-Holstein. © Bodo Marks

Doch wie können Bürger*innen überhaupt seriöse Anbieter von schwarzen Schafen unterscheiden?

Corona: So erkennst Du seriöse Schnelltest-Anbieter

Schnelltestzentren sind eine wichtige Säule im Kampf gegen das Coronavirus*, sind zudem Ausgangspunkt für alle Bürger*innen, die beispielsweise shoppen gehen oder es sich in einem Restaurant schmecken lassen wollen – und somit auch wieder ein wichtiger Bestandtteil für eine Rückkehr zur Normalität. Aber woran erkennt man ein seriöses Testzentrum? Die folgenden Punkte zeigen wichtige Faktoren, auf die Du achten solltest:

(PM/dpa/rob) *HEIDELBERG24 und Merkur sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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