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Schnuller im Öko-Test: Ergebnis überrascht – Babys und Eltern können aufatmen

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Von: Tobias Becker

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Schnuller sind für Babys wichtig, um Stress abzubauen. Aber welcher Schnuller lohnt sich? Diese Frage beantwortet Öko-Test.

Sie geben ein Gefühl der Sicherheit, sorgen aber durchaus auch für Probleme: Veiel Babys in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nutzen Schnuller. Wenn sie ihn verlieren, ist das Geschrei oft groß. Aber auch in der Zukunft kann der „Dudu“ Sorgen bereiten, wenn es sich um den falschen handelt. Nicht nur wegen Zahnfehlstellungen, sondern auch aufgrund der Zusammensetzung.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Schnuller im Öko-Test: So lief die Untersuchung

Nun hat Öko-Test insgesamt 14 verschiedene Schnuller getestet und die Anti-Schrei-Stöpsel bewertet. Wie für Testberichte üblich, ging es um diverse Faktoren wie giftige Schwermetalle, bedenkliche Siloxane oder krebserregende PAK. Auch die Verpackung wurde untersucht und die Haltbarkeit der Schnuller im Praxistest geprüft.

Die getesteten Schnuller sind für Kinder von rund sechs bis 18 Monaten geeignet und sind aus Drogeriemärkten, aber auch von Marken wie Nuk. So oder so gilt laut Öko-Test: „Ein Schnuller muss einiges aushalten können.“ Klar, denn die „Dudus“ werden von Babies und Kleinkindern stark beansprucht. Kleinteile dürfen nicht abbrechen, da sonst Erstickungsgefahr besteht.

Schnuller im Öko-Test: Das Ergebnis ist überraschend gut!

Hinzu kommt, dass Silikon zwar ohne Weichmacher-Zusatz auskommt, aber nicht zwangsweise auch schadstofffrei ist. Öko-Test hat in der Vergangenheit immer wieder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in den Schnullern gefunden. Diese Stoffe sind krebsverdächtig und können aus der Verpackung übergehen.

Ein Grundbaustein von Silikon sind Siloxane, die auch bedenklich sind. Schwermetalle im Hartplastik kommen dazu, denn viele Schilde bestehen schließlich daraus. Dennoch fällt das Ergebnis überragend aus: Sämtliche Schnuller haben das Urteil „sehr gut“ bekommen, darunter auch die folgenden Schnuller von Drogeriemärkten wie dm und Müller:

Tipp für Eltern: Ab wann kann man den Schnuller abgewöhnen?

Im Vergleich zu den Tests über Fusilli-Nudeln, von denen Discounter-Produkte durchgefallen sind, oder verschiedenen Kosmetika wie Kompaktpuder haben die Schnuller gut abgeschnitten. Dennoch ist es irgendwann an der Zeit, sie den Kindern abzugewöhnen. Aber wann? Auch wenn die Abgewöhnung des Schnullers für Babys und Eltern zur Nervenprobe wird, ist die Antwort eigentlich einfach.

Wie Öko-Test schreibt, benötigen Babys die Schnuller zum Stressabbau, aber ab einem Jahr ist es nur noch Angewohnheit. Zumal das natürliche Saugbedürfnis dem Kauen von fester Nahrung gewichen ist. Ab jetzt ist abgewöhnen okay. Wie die Expertenseite netmoms.de erklärt, helfen Rituale wie die Schnullerfee oder der Schnullerbaum dabei. Auch den Schnuller an andere Babys zu verschenken, ist eine Idee. (tobi)

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