24 Zartbitter-Tafeln auf dem Prüfstand

Schokolade im Test 2020: Experten loben dieses Discounter-Produkt

Schokolade macht einfach glücklich, so viel steht fest. Doch welche Marken sind besonders gut? Stiftung Warentest hat jetzt 24 Sorten verglichen – das ist das überraschende Ergebnis:

  • Stiftung Warentest* hat 24 zartbittere Schokoladen-Sorten getestet.
  • Im Schokoladen-Vergleich schnitten 13 Marken gut ab – darunter auch Discounter-Produkte von Aldi*, Lidl und Edeka.
  • In sechs Schokoladen-Produkten wiesen die Experten im Labor allerdings erhöhte Schadstoff-Gehalte auf.

Berlin - Mit Schokolade trösten wir unsere Seele, belohnen uns oder zaubern unseren Liebsten damit ein Lächeln aufs Gesicht. Kein Wunder, dass die Deutschen jährlich über 9 Kilogramm Schokolade essen – und rund 40 Euro für Schokoladen-Produkte ausgeben. Neben der klassischen Milchschokolade greifen viele Menschen in Deutschland gerne auf die Zartbitter-Variante zurück, die mehr Kakao und weniger Zucker enthält. Doch welche Zartbitter-Schokolade ist die beste? Stiftung Warentest hat 24 Produkte getestet – darunter bekannte Marken sowie Discounter-Produkte.

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin
RechtsformSelbstständige rechtsfähige Stiftung

Stiftung Warentest: Schokoladen-Vergleich – 24 Zartbitter-Sorten im Test

Im Schokoladen-Vergleich haben sich die Experten von Stiftung Warentest 24 Bitterschokoladen mit einem Kakaogehalt von 60 bis 75 Prozent vorgenommen, darunter sechs Bio-Produkte. Die Preis-Spanne der Marken liegt bei 0,84 bis 6,70 Euro pro 100 Gramm. Wie HEIDELBERG24* berichtet, ging es beim Schokoladen-Test natürlich nicht nur um das Geschmackserlebnis, das für viele Menschen das pure Glück bedeutet. Überprüft wurden die Schokoladen-Sorten auch im Labor, etwa auf Schadstoffe und Keime sowie ob die Angaben auf der Schokoladen-Verpackung der Wahrheit entsprechen.

Stiftung Warentest: Schokolade im Test 2020 – so haben die Experten getestet

Um die Schokolade zu bewerten, nutzten die Experten von Stiftung Warentest verschiedene Test-Kriterien. Das „Sensorische Urteil“ machte 50 Prozent des Ergebnisses aus. Dabei untersuchten die Prüfer unter anderem Aussehen, Biss, Geschmack und Nachgeschmack der Schokolade. Die Untersuchung auf Schadstoffe im Labor machte 25 Prozent des Testergebnisses aus. Weitere Kriterien beim Schokoladen-Vergleich von Stiftung Warentest waren die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung – also wie leicht sie sich öffnen lässt – sowie Zutaten-Gehalt. Erst kürzlich hat Stiftung Warentest auch 31 Mineralwasser-Marken getestet* – und rät von bestimmten Sorten dringend ab. Auch der Haferflocken-Test von Stiftung Öko-Test* ergab bei bestimmten Sorten besorgniserregende Ergebnisse.

Stiftung Warentest: Schokolade im Vergleich – das sind die Testsieger

13 der 24 getesteten Bitterschokoladen schneiden im Test von Stiftung Warentest gut ab – darunter teure Marken wie Hachez und Lindt sowie günstigere Discounter-Produkte von Aldi, Lidl und Edeka. Das sind die Top 5 der Testsieger im Schokoladen-Vergleich von Stiftung Warentest:

  • Hachez „Edle Bitter“: Note „Gut“ (1,7); 1,99 Euro pro 100 Gramm
  • Lindt „Excellence Edelbitter mild“: Note „Gut“ (1,8); 2,29 Euro pro 100 Gramm
  • Aldi „Moser Roth Edel Bitter“: Note „Gut“ (2,0); 0,84 Euro pro 100 Gramm
  • Merci „Edelbitter“: Note „Gut“ (2,0); 1,49 Euro pro 100 Gramm
  • Naturata „Brasilien Feinbitter“ (Bio): Note „Gut“ (2,0); 4,40 Euro pro 100 Gramm

Zur Schokolade, die bei Stiftung Warentest mit der Note „Gut“ abschnitten, zählen unter anderem auch die „Schweizer Edel Zartbitter Schokolade“ von Edeka (2,1), Die Sorte „J.D. Gross Ecuador“ von Lidl (2,1) und die „Schweizer Edel-Zartbitter Schokolade“ von Netto (2,2). Die Zartbitterschokolade „Kakaoklasse Die Kräftige“ der beliebten Marke Ritter Sport erhielt von den Prüfern die Note 2,3. Auch wa.de berichtet ausführlich über die Testergebnisse von Stiftung Warentest*.

Stiftung Warentest: Schokolade im Test 2020 – bittere Ergebnisse bei diesen Marken

Die Experten von Stiftung Warentest empfehlen hingegen bei sechs getesteten Schokoladen-Sorten, nicht zu viel davon zu genießen. In den Bitterschokoladen wurden erhöhte Schadstoffgehalte nachgewiesen. Folgende Produkte enthalten aromatische Minderalölkohlenwasserstoffe, die laut Stiftung Warentest als „potenziell krebserregend“ gelten:

  • Rewe „Feine Welt Madagaskar Edelbitter“: Note „Befriedigend“ (3,5)
  • Zetti „Edel Bitter“: Note „Befriedigend“ (3,5)
  • Fairafric „Chocolate made in Africa Zartbitter“: Note „Ausreichend“ (3,6)
  • Rotstern „Edelbitter Schokolade“: Note „Ausreichend“ (4,1)

„Akut schädlich sind die Mineralölrückstände nicht, aber besser wäre, diese Schokoladen nicht täglich aufzutafeln“, so die Test-Experten in ihrem Bericht. Bei der Zartbitter-Schokolade der Marke Original Beans wurde im Labor der höchste Kadmium-Gehalt im Schokoladen-Test nachgewiesen. Dennoch lag die Sorte „Piura Ultra rare“ (Testnote 3,3) mit 0,56 Milligramm des Schwermetalls pro Kilo noch unter dem vorgeschriebenen EU-Höchstgehalt von 0,8 Milligram. „Ein 60 Kilo schwerer Erwachsener müsste wöchentlich etwa 270 Gramm – fast vier Tafeln dieser Schokolade – essen, um die tolerierbare Aufnahmemenge auszuschöpfen“, heißt es im Test-Bericht.

Den vollständigen Schokoladen-Vergleich von Stiftung Warentest können Verbraucher kostenpflichtig herunterladen. (kab) *HEIDELBERG24 und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Oliver Berg

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