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Bahn fahren an den Feiertagen – stressfrei reisen zu Weihnachten und Silvester

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Von: Marten Kopf

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Weihnachtszeit ist Reisezeit. Ob Winterurlaub oder Familienbesuch, in kaum einem anderen Zeitraum sind so viele Menschen unterwegs. Wann am meisten los ist – und wie sich Stress vermeiden lässt:

Sind wir ehrlich, bei aller Besinnlichkeit und Urlaubsstimmung bietet so ein Weihnachtsfest doch durchaus gehöriges Stresspotenzial. Was nicht nur vollen Innenstädten in der Vorweihnachtszeit, sondern auch der Tatsache geschuldet ist, dass alle gleichzeitig zu Urlaub und Verwandtenbesuch aufbrechen. Letzteres dürfte ab dem 22. Dezember zu überfüllten Zügen und Straßen führen – denn spätestens ab diesem Tag hat dann in wirklich jedem Bundesland die Ferienzeit begonnen.

Reisen in der Weihnachtszeit: ADAC warnt vor überfüllten Straßen

Tatsächlich rechnet der ADAC für die beiden Tage vor Heiligabend denn auch mit dem größten Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen. Besonders an den Nachmittagen der beiden Tage werde es auf Autobahnen voll, so die Automobil-Club-Prognose, auch weil der Reiseverkehr an beiden (Werk-)Tagen noch auf den Berufs- und Pendlerverkehr treffe. Die Experten raten, diesen Zeitraum nach Möglichkeit zu umgehen.

An den Feiertagen selbst sei dagegen meist weniger los als an anderen Tagen des Jahres, besonders an Weihnachten selbst und am ersten Weihnachtsfeiertag. Erst am zweiten Feiertag dürfte wieder mit höherem Verkehrsaufkommen zu rechnen sein. Dann nämlich treten viele die Heimreise vom Familienbesuch an.

Verkehr an Weihnachten und Silvester: Bahn setzt zusätzliche Züge ein

Wer sich das Warten im Stau ersparen möchte, nutzt idealerweise Alternativen, naheliegend hier: Bus und/oder Bahn. Mit 80 zusätzlichen Zügen an Weihnachten und Silvester baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Angebot rund um die Feiertage aus, das hatte sie schon zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember angekündigt. Die Zusatzzüge fahren in der Zeit vom 23. Dezember 2022 bis zum 2. Januar 2023 vor allem auf den stark nachgefragten Verbindungen, etwa zwischen Berlin und Stuttgart bzw. München oder zwischen Köln, Düsseldorf und Berlin. Damit stehen in der Weihnachtszeit immerhin 40.000 Extra-Sitzplätze zur Verfügung.

Auch das Serviceteam werde aufgestockt – bis Weihnachten helfen rund 800 neue Mitarbeitende den Fahrgästen an Bord der Züge. Da die Festtage in diesem Jahr auf das Wochenende fallen, erwartet die DB besonders viele Reisende für die Tage direkt vor Weihnachten und nach den beiden Weihnachtsfeiertagen, also am 22. und 23. sowie am 27. und 28. Dezember. Die DB empfiehlt, sich per Web oder App über die Auslastungsanzeige zu informieren und außerdem im Vorfeld einen Sitzplatz zu reservieren.

Reisen an den Feiertagen: Mit Verspätungen rechnen

Und bei Reiseantritt nicht vergessen: Wegen des immer noch grassierenden Coronavirus gilt im Fernverkehr der Bahn die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Im Nahverkehr handhaben die Bundesländer die Corona-Regeln dagegen unterschiedlich, in Baden-Württemberg etwa herrscht die Verpflichtung zum Tragen einer Maske nach wie vor.

Und ganz ohne Verspätungen wird‘s an Weihnachten und Silvester trotz zusätzlicher Züge wohl trotzdem nicht vonstattengehen. Das liegt hauptsächlich an mehreren Großprojekten, die in verschiedenen Landesteilen im Bau sind. So werden beispielsweise einige ICE-Verbindungen wegen Bauarbeiten auf der Strecke Richtung Frankfurt am Hauptbahnhof Mannheim vorbeigeleitet. (mko)

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