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Sonnencreme richtig auftragen – welche Fehler fast jeder macht

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Von: Daniel Hagen

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Wenn es draußen warm wird, zieht es die Menschen an den Strand oder generell ins Freie. Um Risiken zu vermeiden, sollte man Sonnencreme auftragen. Doch wie geht das richtig?

Decke auf dem Sand ausbreiten, die Kühltruhe bereitstellen, Kleidung ausziehen und dann großzügig mit Sonnencreme einschmieren. So sieht das Ritual zahlreicher Menschen aus, wenn sie im Sommer an den Strand oder ins Freibad gehen. Im Wasser lässt sich die teilweise unerträgliche Hitze nämlich noch am besten aushalten. Doch selbst im kühlen Nass droht eine unsichtbare Gefahr – UV-Strahlung! Um seine Haut zu schützen, empfiehlt sich der Einsatz von Sonnencreme, die man aber richtig auftragen sollte.

NameÖko-Test
Erstausgabe\t1985
Reichweite1,27 Mio. Leser
VerlagÖko-Test Verlag GmbH & Co. KG (Deutschland)

Sonnencreme richtig auftragen: Zahlreiche Menschen schmieren zu dünn oder zu wenig ein

Aber wie sieht richtig Auftragen eigentlich aus? Wie mehrere Umfragen zeigen, machen es zahlreiche Menschen in Deutschland falsch und schmieren sich die Sonnencreme entweder zu dünn oder zu unregelmäßig auf die Haut. Die Folgen können dann schnell sehr unschön werden. Nicht nur ein schmerzhafter Sonnenbrand ist möglich, sondern im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs. Daher sollte man sich beim Auftragen der Sonnencreme an ein paar Faustregeln halten.

Laut Öko-Test ist es am wichtigsten, 3 bis 4 Esslöffel Sonnencreme aufzutragen und alle 2 bis 3 Stunden nach zu schmieren – vor allem nach dem Baden. Denn auch, wenn eine Sonnencreme als „wasserfest“ bezeichnet wird, bleibt nach dem Schwimmen und Abtrocknen nicht mehr viel Sonnenschutz auf der Haut übrig. Das gilt übrigens auch, wenn man schwitzt. Öko-Test hat vor kurzem Kinder-Sonnencreme unter die Lupe genommen – dabei sind einige abgeschmiert.

Von Kopf bis Fuß: So trägt man die Sonnencreme richtig auf

Nur, wer regelmäßig dick Sonnencreme von Kopf bis Fuß aufträgt, kann den nötigen Lichtschutzfaktor erreichen. Dabei ist es wichtig, keine Stelle am Körper auszulassen. Dazu gehören auch die Rückseiten der Arme, die Ränder der Kleidung und der Rücken. Wer nicht überall rankommt, kann sich ja Hilfe holen. Wie Öko-Test berichtet, werden vor allem Füße und Zehen, die Kniekehlen, Ohrläppchen sowie die Lippen gerne beim Eincremen mit Sonnencreme vernachlässigt. Beim letzten Sonnencreme-Test von Öko-Test sind übrigens mehrere Marken durchgefallen.

Wichtig für das Auftragen von Sonnencreme ist übrigens die Bestimmung des nötigen Lichtschutzfaktors (LSF). Dieser richtet sich nach Hauttyp, Eigenschutzzeit sowie der Frage, wo man sich der Sonne aussetzt. Je höher der LSF ist, desto länger schützt die Creme vor Schäden durch UV-Strahlung. Hellere Hauttypen benötigen zudem meist einen höheren Schutz als dunklere Hauttypen. Es gibt daher vier unterschiedliche Lichtschutzfaktor-Kategorien, die man vor dem Auftragen der Sonnencreme beachten sollte:

Sonnencreme richtig auftragen: Dieser Rechnung schützt vor Sonnenbrand

Den Lichtschutzfaktor sollte man laut Öko-Test mit zehn multiplizieren, um zu erfahren, wie viele Minuten man maximal in der Sonne bleiben sollte. Sicherheitshalber sollte man ein Drittel der Zeit abziehen. Wer nach etwa zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommt, kann durch das richtige Auftragen von Sonnencreme der Stärke 20 zum Beispiel 200 Minuten in der Sonne bleiben. Ein Drittel davon wären rund 120 Minuten.

Wichtig ist zudem, sich auch dann einzuschmieren, wenn es wolkig ist. Denn eine leichte Wolkendecke lässt immer noch 90 Prozent der UV-Strahlung durch! Diese sorgt am Ende dafür, dass wir einen Sonnenbrand bekommen – oder im schlimmsten Fall Hautkrebs. Man sollte daher genau darauf achten, die Sonnencreme richtig aufzutragen und im besten Fall noch Kleidung und einen Hut zu tragen. Bei hoher UV-Belastung sollte man sich zudem besser im Schatten aufhalten. Was man sonst noch über den Schutz vor UV-Strahlen wissen sollte. (dh)

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