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Spanien: Vulkan weiterhin aktiv – Auswärtiges Amt warnt vor Urlaubsreisen

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Von: Daniel Hagen

Urlaub in Spanien: Auf La Palma besteht eine Ausgangssperre. Nach dem Vulkanausbruch sind giftige Dämpfe in die Luft geraten. Nun spricht das auswärtige Amt eine Reise-Warnung für Urlauber aus.

Update vom 2. Oktober: Auch knapp zwei Wochen nach dem Vulkanausbruch auf La Palma ist die Reisewarnung noch nicht aufgehoben. Wie das Auswärtige Amt am Samstag mitteilt, sind weitere Ausbrüche der Vulkankette „Cumbre Vieja“ zu verzeichnen. „Die Lavaströme werden sich auch in den nächsten Tagen noch bewegen, und es ist mit weiteren Sachschäden, mit gesundheitsgefährdendem Ascheregen und möglicherweise auch mit der Entwicklung giftiger Gase zu rechnen. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu Evakuierungen weiterer Gebiete oder auch zu – eventuell nur vorübergehenden – Schließungen des Flughafens auf La Palma kommen wird. Von nicht notwendigen Reisen nach La Palma wird derzeit abgeraten“, heißt es.

Spanien: Urlaubsverbot wegen Vulkan-Ausbruch? Warnung vor giftigen Dämpfen

Update vom 27. September: Wie der staatliche TV-Sender RTVE am Montag berichtet, ist auf der Vulkaninsel La Palma für mehrere Ortschaften eine Ausgangssperre verhängt worden. Der Grund dafür ist, dass sich die Lava langsam dem Meer nähert und beim Kontakt mit dem Salzwasser giftige Dämpfe entstehen könnten! Heute Morgen ist die Lava noch etwa 1,6 Kilometer vom Meer entfernt gewesen.

In den Ortschaften San Borondón, Marina Alta, Marina Baja und La Condesa dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen und sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Weitere Evakuierungen seien zunächst nicht notwendig, da die Menschen aus der von der Lava bedrohten Gegend bereits in Sicherheit gebracht worden seien. Der Flughafen der Insel im Nordwesten der Kanaren ist derweil nach Angaben der Betreibergesellschaft Aena wieder freigegeben worden, nachdem die Landebahn von Vulkanasche gesäubert worden ist.

Spanien: Lava und Ascheregen nach Vulkan-Ausbruch – dringende Warnung an Touristen

Erstmeldung: Wie alle Länder auf der Welt ist auch Spanien von der Corona-Pandemie schwer getroffen worden. Bis vor kurzem ist das Land aufgrund von hohen Inzidenzen auf mehreren Inseln sogar noch als Risikogebiet eingestuft gewesen – was sich mittlerweile aber geändert hat. Nun muss das auswärtige Amt in Deutschland aber eine neue Reiseempfehlung für eine spanische Insel aussprechen und Urlauber davor warnen, dorthin zu reisen. In diesem Fall geht um eine ganz andere Art von Ausbruch, nämlich einen Vulkan! Was genau passiert ist und um welche Insel es sich handelt, verrät HEIDELBERG24*.

NameLa Palma
LageInsel im Atlantischen Ozean
Fläche708,3 km²
Bevölkerung84.793 (2019) Eurostat

Urlaub in Spanien: Vulkanausbruch auf La Palma

La Palma ist eine der Kanarischen Inseln, die zwar vor Nordafrika liegt, aber zu Spanien gehört. Über 83.000 Menschen leben dort. Die Isla Verde („Grüne Insel“) ist sehr waldreich und bislang größtenteils von dem Massentourimus verschont geblieben, anders als Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote oder Fuerteventura, wo jedes Jahr Millionen von Reisenden ihren Urlaub verbringen. Etwa eine halbe Million Menschen zieht es aber doch jedes Jahr nach La Palma.

Vulkanausbruch auf Kanareninsel La Palma
Auf der spanischen Insel La Palma ist ein Vulkan ausgebrochen. © Arturo Jimenez/dpa

Aktuell warnt das auswärtige Amt aber vor einer Reise auf die spanische Insel. Grund dafür ist ein Vulkan der Vulkankette „Cumbre Vieja“, der am Sonntag (19. September) ausgebrochen ist. Bisher sei zwar noch niemand verletzt worden, etwa 5.000 Anwohner und Touristen der Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane, Mazo, Fuencaliente und Tazacorte sind aber vorsichtshalber evakuiert worden. Die Lavaströme haben bereits zahlreiche Straßen und Wege unbenutzbar gemacht, weshalb die Gefahr besteht, eingeschlossen zu werden. Zudem herrscht auf der sehr waldreichen Insel eine hohe Waldbrandgefahr und der herunterkommende Ascheregen stellt eine gesundheitliche Gefährdung dar. Vor einem Monat hat das auswärtige Amt auch eine Warnung für Griechenland ausgesprochen, als es dort zu Waldbränden gekommen ist*.

Urlaub in Spanien: Auswärtiges Amt gibt Empfehlungen

Aktuell kann das auswärtige Amt nicht dafür garantieren, dass der Flughafen auf La Palma nicht geschlossen wird. Aus diesem Grund wird auch von einer Anreise in das Krisengebiet abgeraten. Zudem gibt es folgende Empfehlungen:

Urlaub in Spanien: Lava erreicht bald die Gemeinden

Nach Medienberichten schließen die Behörden nicht aus, dass auch bis zu 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. „Es wird wohl noch mehr Zerstörungen geben, denn die Lava fließt auf mehrere Orte zu“, sagt Lucas Leal, einer der Bewohner der betroffenen Gegend. Mehrere Landhäuser sind bereits in Flammen aufgegangen, als sie von der um die 1.000 Grad heißen Lava erreicht worden sind. Das letzte Mal vor 50 Jahren ein Vulkan auf La Palma ausgebrochen. (dpa/pm/dh) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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