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Reifenwechsel im Herbst – was Du über Energiesparreifen wissen musst

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Von: Madlen Trefzer

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Energiesparreifen verringern den Spritverbrauch und reduzieren die Schadstoff-Emissionen. Wir erklären, wie viel sie einsparen können, und wann Du sie besser nicht benutzen solltest.

Sprit sparen ist wohl aktueller denn je. In den Zeiten stark steigender Spritpreise suchen viele Autofahrer nach Möglichkeiten, wie sie das Fahren günstiger gestalten können. Neben einer optimierten Fahrweise, mit allein sich schon jeder dritte Euro sparen lässt, rückt auch immer mehr die Ausstattung des Wagens in den Vordergrund. Was Reifen mit Spritsparen zu tun haben und vor allem, was Energiesparreifen Dir bringen, verrät HEIDELBERG24.

Geringerer Kraftstoffverbrauch mit Energiesparreifen: Je kleiner der Rollwiderstand , desto weniger Sprit wird verbraucht

Natürlich spielen Faktoren wie der Reifendruck eine zentrale Rolle beim Sprit sparen. Das hat mit dem Rollwiderstand zu tun, der größer wird, je weniger Luft in den Reifen ist. Aber was bewirken die unterschiedlichen Reifensorten bzw. wie wirken sie sich auf den Spritverbrauch aus? Die Wahl der richtigen Reifen kann laut reifen-4x4.de tatsächlich zum Spritsparen beitragen. Spezielle Energiesparreifen sollen laut ADAC zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,5 Litern pro 100 gefahrene Kilometer beitragen können.

Diese Spritersparnis kommt durch einen geringeren Rollwiderstand der Reifen zustande. Zwar weist jeder Reifen einen gewissen Rollwiderstand auf, dieser aber ist wegen der besonderen Materialmischung und anderen Eigenschaften bei einem Energiesparreifen etwas geringer. Ihre Vorteile spielen diese Reifen dadurch nur bei trockener Fahrbahn aus, bei nasser Fahrbahn hingegen können sie Defizite aufweisen.

Aber Vorsicht: Drohen etwa längere Bremswege mit Energiesparreifen?

Wenn Du Dich also beim nächsten Reifenwechsel für Energiesparreifen entscheiden solltest, rechne damit, dass durch den geringeren Widerstand und die glatteren Laufflächen auch eine geringere Bodenhaftung entsteht. Deine Fahrweise muss also den Witterungsbedingungen entsprechend angepasst werden. Das betrifft vor allem die Geschwindigkeit, mit der Du dabei Auto fährst.

Spritsparreifen dürfen außerdem nur im Sommer eingesetzt werden. Das ist ebenfalls auf die glatten Laufflächen zurückzuführen. Fällt ein leichter Sommerregen auf die Fahrbahn, solltest Du unbedingt mit einem längeren Bremsweg rechnen. Auch interessant: Räumst Du dein Auto richtig aus, kannst Du bis zu 100 Euro Sprit sparen.

Bald könntest Du mit Energiesparreifen 25 Prozent weniger Sprit verbrauchen

Durch den „Anpressdruck“ muss der Reifen ja eine gewisse Haftung auf der Straße sicherstellen, was die Sicherheit beim Autofahren erhöht. Was für die Sicherheit gut ist, verbraucht allerdings etwas an zusätzlicher Energie, die sich wiederum durch einen steigenden Spritverbrauch bemerkbar macht. Bei Energiesparreifen (ja nach Modell) kann der Spritverbrauch um rund drei Prozent abgesenkt werden.

Übrigens: Mehr nützliche Spartipps für Zuhause findest Du auf unserer Themenseite.

Neue Reifen-Richtlinien sind in Arbeit und fordern eine weitere Absenkung des Rollwiderstands – bald könntest Du also noch mehr Sprit mit Energiesparreifen sparen. Laut „auto motor und sport“ sei eine weitere 25-prozentige Absenkung des Spritverbrauchs durchaus vorstellbar. Französische Reifenhersteller fordern eine Kennzeichnungspflicht, ähnlich wie bei Elektrogeräten. Da könntest Du als Kunde dann auf einen Blick ablesen, zu welcher Effizienzklasse Deine Energiesparreifen gehört. (mad)

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