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„Wir werden verar***t“: Mann wütend beim Anblick von Speiseöl-Palette im Ausland

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Von: Tobias Becker

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Speiseöl ist in Deutschland derzeit oft ausverkauft, in Schweden hingegen ist deutsches Speiseöl wohl sogar im Angebot ist. Die Reaktionen fallen überraschend aus.

Seit Februar herrscht in der Ukraine Krieg. Die Folgen für die Menschen sind unter anderem an Tankstellen zu spüren, aber auch in Supermärkten. Lebensmittel werden teurer und teilweise auch knapp. Vor allem die Regale von Mehl und Speiseöl sind derzeit häufig leer. Nun sorgen Tweets für einen Aufreger, denn in anderen Ländern scheint es besser auszusehen. Darüber berichtet HEIDELBERG24.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)
Bevölkerung11,07 Millionen (Stand 2019)

Speiseöl: In Deutschland knapp, in Schweden im Angebot

Auf Twitter zeigen Bilder, dass beispielsweise in Schweden Speiseöl in normalen Mengen vorhanden zu sein scheint. Das Problem dabei: Das Speiseöl stammt laut Verfasser des Tweets aus Deutschland. Dazu schreibt er: „sonnenblumenöl Netzfund, in Schweden hat man wohl genug sogar aus Deutschland. Wir werden verar***t“

So ist auf einem Kanister Sonnenblumenöl die Aufschrift „Produced in Germany“ (produziert in Deutschland) zu lesen. Außerdem ist das Speiseöl wohl sogar im Angebot. In einer Aldi-Filiale im Ausland ist kürzlich ebenfalls Speiseöl im Angebot – was für jede Menge Aufregung im Netz sorgt.

Ein anderer Nutzer zeigt Bilder aus Griechenland, auf denen die Regale mit Speiseöl weiterhin voll sind. Twitter-User Mr. Chaotic schreibt dazu: „Nur Deutschland hat angeblich Probleme mit der Beschaffung von Sonnenblumenöl, Griechenland zum Beispiel nicht. Regale sind voll.“ Für viele Menschen ist das Problem hausgemacht.

Ärger im Netz: So reagieren User auf das Speiseöl-Angebot in Schweden

So ärgert sich ein Twitter-User über die Industrie, die eine „künstliche Knappheit“ erzeugen würde, die Preise hochschraubt und sich „eine goldene Nase“ verdienen würden. Eine andere Userin sieht den Fehler bei den Deutschen selbst. „Ist doch logisch, die Nachfrage bestimmt den Markt. So ist das halt, wenn man sein Land mit so dummen Mitmenschen teilen muss“, schreibt „Die Mäusedetektivin“.

Dieser Aussage geben einige Menschen wohl recht, denn auch unter ihrer nächsten Antwort finden sich viele „Likes“. Darin beschreibt die Userin, was sie meint: „Nicht „wir werden verarscht“, sondern ihr verarscht Euch selber.“ Sie erklärt, dass bei ihr ein Liter Sonnenblumenöl fast das ganze Jahr reicht. „Alles andere ist dummes egoistisches Verhalten“, so „Die Mäusedetektivin“ weiter mit Anspielung auf das Hamstern.

Das Problem mit Hamsterkäufen

Dass viele Menschen Angst davor haben, leer auszugehen, könnte ein Problem sein. Deshalb haben Supermärkte wie Lidl bereits vor Wochen eine Maximalanzahl an Sonnenblumenöl-Flaschen, die pro Haushalt verkauft werden, festgelegt. Auch die Preise steigen enorm an, was ein Experte erklärte. Dabei wird immer wieder gewarnt, dass Hamstern nichts bringt und eine Lebensmittelknappheit wohl keine Gefahr sei.

So erklärte der Handelsverband Baden-Württemberg bereits kurz nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, dass Hamsterkäufe in Deutschland nicht nötig seien. Es könne jedoch zu Verteilungsengpässen kommen, hieß es damals. Dennoch scheinen viele Menschen Speiseöl zu hamstern. Ob sich das zeitnah ändert, bleibt abzuwarten... (tobi)

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