1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

„Es gibt Grenzen!“ – Edeka-Filiale weigert sich, überteuertes Speiseöl zu verkaufen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tobias Becker

Kommentare

Das Speiseöl ist knapp in den Supermärkten in Deutschland. Nun gibt es im Internet Bilder, die einen Lichtblick geben, aber auch Schockfotos, die neue Preisspitzen zeigen sollen:

Fast täglich gibt es neue Geschichten rund um das Thema Speiseöl-Knappheit. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, der Corona-Pandemie und der Hamsterei vieler Menschen sind die Regale in Supermärkten, wie Aldi, Lidl und Edeka oft leer. Die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schauen bei Speiseöl in die Röhre. Nun gibt es neue Aufreger, aber auch einen Lichtblick.

UnternehmenEdeka
HauptsitzHamburg
Mitarbeiter402.000 (Stand: 2020)

Lichtblick: Der Supermarkt, der kein Speiseöl mehr verkaufen will

Der Lichtblick: Ein Edeka im hessischen Trendelburg. Der örtliche Supermarkt weigert sich, das teure Speiseöl zu verkaufen. Auf einem Schild im Supermarkt heißt es laut nordbayern.de: „Aus gegebenem Anlass ... Sonnenblumenöl für 4,99 Euro pro Liter werden wir nicht verkaufen! Wir distanzieren uns von diesen Preisen und werden Ihnen kein Sonnenblumenöl anbieten. Es gibt Grenzen!!!!“

Man wird erst dann das Regal wieder auffüllen, wenn die Preise vernünftiger sind und bittet die Kunden, bis dahin auf Alternativen umzusteigen. Für die Aktion gibt es Applaus und Anerkennung im Netz. Viele User feiern den Edeka in Trendelburg. Als die Münchner tz nachgefragt hat, hat der Betreiber des Supermarktes die Aktion bestätigt, da fünf Euro pro Liter einfach zu viel wäre.

Preisschock: Das teuerste Speiseöl in Deutschland?

Und apropos München: Dort gibt es wohl den nächsten Preisschock - zumindest auf den ersten Blick. In einer Edeka-Filiale in der bayerischen Landeshauptstadt soll es nun Speiseöl für 39,99 Euro geben. Ein Reddit-User zeigt im Netz ein Bild von einer Palette-Speiseöl und dem Preisschild, wie BW24 berichtete. Aber: Ob das Bild echt ist, wurde bislang nicht bestätigt.

Das Bild soll laut Bericht in der Balanstraße in München im Edeka aufgenommen worden sein. Und Achtung: Der absurde Wahnsinnspreis ist allerdings auf den zweiten Blick sogar eine Art Angebot, dass vor allem für Großverbraucher gelten dürfte. Denn es handelt sich um 10-Liter-Flaschen. Bei einem aktuellen Preis von 4,99 Euro pro Liter ist man mit dieser Variante billiger dran.

Keine Besserung in Sicht? Indonesien stoppt Speiseöl-Export

Von Lichtblick bis Wahnsinnspreis ist derzeit also alles dabei - und Besserung scheint nicht in Sicht, denn in Indonesien gibt es nun einen Exportstopp von Palmöl, wie unter anderem die Tagesschau berichtet. Das befindet sich in vielen Produkten, wie Süßwaren, Fertiggerichten, Margarine und Eis. Indonesien gilt als größter Produzent von Palmöl. Der Exportsstopp wird mit der Knappheit im eigenen Land begründet.

Wie Indonesiens Präsident Joko Widodo bekannt gab, wird der Exportstopp von Palmöl erst wieder aufgehoben, wenn der Markt sich stabilisiert hat. Deutschland verbraucht jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen. Verbraucher und Produzenten müssen nun auch hier mit Preissteigerungen rechnen. Allerdings gibt es gleichzeitig einen Aufreger aus Schweden. Dort soll deutsches Speiseöl im Angebot sein. (tobi)

Auch interessant

Kommentare