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Tankrabatt-Ende: Sprit-Preise bei über 2 Euro – Autofahrer nutzen jetzt diesen Trick

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Von: Katja Becher

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Das Ende des Tankrabatts hat sich schon am ersten Tag nach seinem Ende deutlich an den Zapfsäulen gezeigt. Hochrechnungen deuten sogar auf noch teurere Spritpreise hin.

Am Tag nach dem Ende des sogenannten Tankrabatts sind die Spritpreise in Deutschland rasant in die Höhe geschossen. Ein Liter Superbenzin der Sorte E10 kostete am Donnerstag (1. September) im bundesweiten Durchschnitt stolze 2,02 Euro, wie aus Zahlen des ADAC von Freitagmorgen hervorgeht. Somit war E10 rund 23 Cent teurer als noch am Vortag, an dem die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe noch galt.

Steigende Spritpreise nach Tankrabatt: Autofahrer pilgern nach Straßburg

Für einen Liter Diesel wurden am Donnerstag durchschnittlich 2,17 Euro beim Tanken fällig – laut ADAC fast neun Cent mehr als Ende August. Dabei waren die Spritpreise bereits in den vergangenen zwei Wochen bereits wieder deutlich gestiegen. Die vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe galt seit dem 1. Juni 2022. Sie war gemeinsam mit dem 9-Euro-Ticket für drei Monate eingeführt worden, um Verbraucher angesichts hoher Energiepreise zu entlasten.

Viele Autofahrer haben am Donnerstag wegen der steigenden Spritpreise die grenznahen Tankstellen in Straßburg gewählt. Eine Verantwortliche einer Tankstelle berichtete gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von rund 70 Prozent der Kunden aus Deutschland. „Bei uns kostet Super E10 inzwischen über zwei Euro“, sagte ein Mann aus Kehl in Baden-Württemberg. „Hier (in Frankreich) ist es heute über 50 Cents preiswerter.“

Ende des Tankrabatts: ADAC kritisiert steigende Spritpreise – „In keiner Weise zu rechtfertigen“

Noch vor Ende des Tankrabatts zum 1. September hatte der ADAC damit gerechnet, dass Tankstellenbetreiber ihre zuvor zum günstigen Steuersatz eingekaufte Treibstoffmengen weiter günstig abgeben würden. Darum sei die deutliche Verteuerung der Spritpreise laut ADAC „in keiner Weise zu rechtfertigen“.

Bereits in den letzten zwei Wochen hätte demnach beim Diesel die Preissteigerungen fast das Doppelte der auslaufenden Steuersenkung von 17 Cent pro Liter erreicht. Dafür gebe in dieser Höhe es laut ADAC keine Grundlage, „selbst dann nicht, wenn man Sonderfaktoren herausrechnet wie Transportschwierigkeiten oder Lieferengpässe.“

Tankrabatt-Ende: Zu dieser Uhrzeit tanken Autofahrer am günstigsten

Zuletzt hatte ein Blick auf den SWR-Tank-Monitor gezeigt, dass Prognosen in der kommenden Zeit sogar auf einen Spritpreis von über 3 Euro pro Liter hindeuten. Grund genug für Autofahrer, die beste Uhrzeit für ihren Besuch bei der Tankstelle zu wählen. Vor kurzem hatte der ADAC die Preisbewegungen an rund 14.000 Tankstellen in Deutschland verfolgt, um herauszufinden, wann man am günstigsten tankt.

Ergebnis der ADAC-Analyse: Morgens sind die Kraftstoffe am teuersten, doch auch im Tagesverlauf gibt es immer wieder Preisanstiege. Am günstigsten tankt man tatsächlich zwischen 18 und 19 Uhr, aber auch zwischen 20 und 21 Uhr. Rund 100 Euro Sprit sparen kann man außerdem, indem man sein Auto richtig ausräumt. (kab/dpa)

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