1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Strom sparen durch Kochen in der Spülmaschine – eklig oder einfallsreich?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Madlen Trefzer

Kommentare

Wer Strom und Geld im Haushalt sparen will, kann schon mal kreativ werden. Doch geht das Kochen und Garen in der Spülmaschine dabei zu weit? Oder kann man damit ordentlich Kohle sparen?

Spülmaschinen reinigen üblicherweise das Geschirr. Überraschung! Man kann sie auch zum Kochen benutzen. Angeblich soll das sogar Strom sparen. Doch ist es auch ein Sinnvoller Stromspat-Tipp? Jedenfalls ist es ganz egal ob Pasta, Fisch, Fleisch oder Gemüse: EatSmarter garantiert, dass fast alles in der Spülmaschine gekocht werden kann. Dabei soll das Kochen in der Spülmaschine wie bei einem Dampfgarer funktionieren. Wichtig ist dabei, dass das Essen luftdicht verschlossen wird, damit kein Spülwasser an die Zutaten gelangt.

Strom sparen mit dem Geschirrspüler? Das musst Du tun, um Dein Essen Spülmaschinen-sicher zu machen

Um Dein Essen spülmaschinensicher zu machen, kannst Du Einweckgläser, Bratschläuche oder Alufolie nehmen. Hier erfährst Du noch einen guten Grund dafür, warum Alufolie in die Spülmaschine gehört. Wenn Du Dich aber traust, mithilfe Deiner Spülmaschine zu kochen, solltest Du wissen, dass sich Intensivprogramme mit Temperaturen über 65 Grad am besten zum Gemüsekochen eignen – klingt zunächst einmal nicht nach Strom sparen.

Sparprogramme (50 bis 60 Grad) sind laut EatSmarter optimal, um Fisch und Fleisch zu garen. So viel sparst Du übrigens wirklich mit Eco-Programmen. Der Vorteil beim Kochen im Geschirrspüler: Zutaten, insbesondere Fisch und Fleisch, bleiben saftiger – dank der hohen Luftfeuchtigkeit und der konstanten Temperatur. Dabei verlieren die Gerichte kaum Vitamine oder andere Nährstoffe.

Jetzt wissen wir ja wie‘s geht – doch es existiert sogar ein Spülmaschinen-Kochbuch

Natürlich soll das Kochen in der Spülmaschine auch ökologisch sein. Es spart Wasser, Gas und Strom, da der Geschirrspüler auch ohne die Gerichte laufen würde. Denn: Das dreckige Geschirr darf beim Kochen in der Spülmaschine bleiben. Das heißt, dass Du ein Mal weniger den Herd anschmeißen musst und somit also Strom und mit etwas Glück auch Geld sparst. Immerhin gehen laut co2online rund 9 Prozent unseres gesamten Stromverbrauchs für das Kochen drauf.

Die italienische Bloggerin Lisa Casali schreibt schon seit 2009 über das Kochen in der Spülmaschine. In ihrem Blog handelt es sich zwar nicht explizit um das Sparen von Strom – sie stellt dafür aber Rezepte zusammen. Das Experimentieren und Kochen in der Spülmaschine macht Casali mittlerweile so viel Spaß, dass sie sogar ein Spülmaschinen-Kochbuch geschrieben hat. „Cucinare in Lavastoviglie“ gibt es im Moment aber nur auf Italienisch.

Garen in der Spülmaschine eignet sich laut Experten nur für Notfälle – und spart nicht sonderlich viel Strom

Auch merkur.de bestätigt: Die Umwelt kommt mit dem skurrilen Spülmaschinentrick auf ihre Kosten. Aber das Kochen in der Spülmaschine kann auch gefährlich sein. Und außerdem gibt es gar keine genauen Zahlen oder eine Bewertung der Energieeffizienz. Sous-Vide Ratgeber empfiehlt das Garen in der Spülmaschine nur bei Notfällen, bestätigt aber, dass die dort herrschenden Temperaturen ausreichen, um das Gargut zart und schonend zuzubereiten.

Übrigens: Mehr nützliche Spartipps für Zuhause findest Du auf unserer Themenseite.

Laut Sous-Vide Ratgeber setzt die Garmethode in der Spülmaschine einen Vakuumbeutel voraus. Fehlt der Vakuumierer, kann auch mit einem Strohhalm die Luft aus dem Beutel gesaugt werden. Wichtig ist dabei natürlich, den Vakuumbeutel anschließend auch dicht zu verschließen. Ein echter Vakuumierer verschweißt dazu die Schweißnaht am Vakuumbeutel, was natürlich viel stabiler und sicherer ist. Auch interessant: Diese Fische sparen dir 100 Euro Strom. (mad)

Auch interessant

Kommentare