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Schnaken, Wespen, Tigermücke: Darum kriegen manche Menschen mehr Stiche ab

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Von: Tobias Becker

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Stechmücken sind lästige Plagegeister, die aber manche Menschen öfters stechen als andere. Das hat bestimmte Gründe.

„Hey Schatz, warum hast du weniger Mückenstiche als ich?“ Diese Frage kommt immer wieder in Beziehungen auf. Die unfaire „Behandlung“ durch Stechmücken im Freibad, Wald oder Zuhause ist für viele unverständlich. Gerade jetzt, da in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Tigermücke auf dem Vormarsch ist, stellt sich die Frage, warum manche Menschen eigentlich öfters gestochen werden als andere?

TierartAsiatische Tigermücke
wissenschaftlicher NameAedes albopictus
FamilieStechmücken
Herkunftsüd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen
übertragene KrankheitenWest-Nil-Virus, Gelbfiebervirus, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber

Tigermücken-Gefahr: So finden Stechmücken ihr Ziel

Tigermücken hängen laut Deutscher Welle stark vom Geruchssinn ab, wenn es um die Ernährung geht, aber auch bei der Paarung. Heißt: Wer viel Parfüm nutzt, Kosmetika oder stark duftende Duschgels zieht Mücken an. Auch Schweiß, strenger Atem beispielsweise nach einer Party und der Körpergeruch wirken anziehend auf Stechmücken. Kurz gesagt: Wer gestochen wird, wird durch den eigenen Duft entschieden.

Dem können zum Beispiel viele Insektensprays entgegenwirken, da sie den Stoff Diethyltoluamid enthalten, der wiederum den Geruchssinn der Mücke entschärft. Auch lange Kleidung, die bestenfalls hell ist, hilft. Mücken lassen sich lieber auf bunten Klamotten nieder, da sie dort weniger auffallen. Es gibt noch mehr Möglichkeiten sich vor Mückenstichen zu schützen, über die HEIDELBERG24 berichtet hat.

Wen stechen Mücken? Geruch entscheidend, Blutgruppe unklar

Aber: Mücken sind sozusagen „Gourmets“. Sie wählen genau aus, wer gestochen wird. Manche Körpergerüche mögen sie, manche nicht, was vor allem an den unterschiedlichen Stoffwechselprodukten liegt. Milchsäure, Ammoniak, Fettsäure, Kohlenstoffdioxid - jeder Mensch gibt sie über Atem und Schweiß ab und zieht so eventuell Tigermücken und andere Stechmücken-Arten an.

Auch die Blutgruppe könnte ein Kriterium für Mücken und die Häufigkeit der Stiche sein. Wobei das noch nicht geklärt ist. Es gab 2004 in Japan Tests, die ergeben haben, dass Menschen mit Blutgruppe 0 sogar doppelt so häufig gestochen werden, wie Menschen mit Blutgruppe A. Allerdings war diese Annahme wohl nicht ausreichend belegt, da zu wenig Menschen teilgenommen haben.

Tigermücke in Deutschland: Achtung bei Mückenstichen – darauf müssen Sie achten

Anders sieht es hingegen bei Schwangeren und korpulenten Menschen aus. Vor rund sieben Jahren gab es ein Forscherteam der London School of Hygiene and Tropical Medicine, das herausfand, dass diese Personengruppe mit höherer Körpertemperatur öfters gestochen werden. Die Studie wurde im Fachmagazin PLoS One veröffentlicht, wie geo.de schreibt.

Wer von einer Stechmücke „ausgesucht“ wurde, sollte den Stich genau beobachten. Vor allem nach dem Stich einer Tigermücke kann es zu verschiedenen Symptomen kommen, die Anzeichen für die Infektion mit einer schweren Krankheit geben können. Außerdem gilt: Nicht kratzen! Es gibt Mittel und Wege den Mückenstich erträglicher zu machen. (tobi)

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