Flaschendrucker im Kommen

Stiftung Warentest: Drucker für Home-Office – das ist der Beste

Aus einem Drucker kommen gedruckte Seiten.
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Stiftung Warentest hat 2020 neue Tintendrucker getestet.

Stiftung Warentest hat auch 2020 wieder Drucker getestet. Besonders durch das Home-Office ist die Nachfrage rasant gestiegen. Eine Tendenz beunruhigt jedoch die Experten.

  • Stiftung Warentest* hat 13 Tintenstrahl-Drucker getestet.
  • Die Experten nehmen 8 Tinten-Kombidrucker ohne und 5 mit Fax-Funktion unter die Lupe.
  • Die umweltfreundlicheren Flaschendrucker drucken am günstigsten:

Tintenstrahldrucker, Laserdrucker oder Multifunktionsdrucker – den „richtigen“ Drucker zu finden, gleicht manchmal einer Wissenschaft für sich. Schließlich gibt es einiges zu beachten: Wofür braucht man den Drucker? Soll er „nur“ drucken können oder sind weitere Zusatzfunktionen wie Kopieren, Scannen oder Faxen wichtig? Hinzukommt die Frage nach dem Preis – günstige Tintenstrahldrucker gibt es aktuell zwar schon ab rund 70 Euro. Dafür verursacht das Ersetzen von Druckerpatronen teils enorme Zusatzkosten und oft viel zusätzlichen Abfall.

Stiftung Warentest: Drucker im Test 2020 - keiner schneidet mit „gut“ ab

Stiftung Warentest hat 13 aktuelle Tinten-Kombi-Drucker getestet. HEIDELBERG24* berichtet über das Test-Ergebnis 2020 und eine beunruhigende Tendenz. Die Experten von Stiftung Warentest haben sich 13 Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker vorgenommen. Im Test (Bezahlschranke) kristallisieren sich bei den Printern zwei Trends heraus.

Einerseits sind „Flaschendrucker im Kommen“, heißt es bei Stiftung Warentest. Andererseits bemängeln die Tester, dass die „Qualität beim Drucken, Scannen und besonders beim Kopieren“ eher ab- als zunimmt: „Keines der aktuellen Modelle druckt gleichzeitig gut und günstig, keines schneidet beim Kopieren gut ab“, lautet das wenig erbauliche Urteil im Drucker-Test 2020. Das ernüchternde Ergebnis: Keiner der getesteten Drucker bekommt das Prädikat „gut“.

Stiftung Warentest: Drucker im Test 2020 - welche Drucker verbrauchen am wenigsten Tinte?

Aus finanziellen und Umweltaspekten erfreulich: Flaschendrucker scheinen sich allmählich am Markt durchzusetzen. Hersteller Epson hatte vor sechs Jahren erstmals einen Drucker auf den Markt gebracht, der statt kleiner Patronen einen Tintentank nutzt, der mit größeren Flaschen aufgefüllt werden kann. Dadurch werden Druckkosten und anfallender Müll reduziert. Seither haben auch Canon und HP Flaschendrucker in ihr Sortiment aufgenommen.

Vieldrucker greifen zum Flaschen-Printer.

Besonders für Vieldrucker lohnt sich der Griff zum Flaschen-Printer: Diese sind in der Anschaffung zwar teurer, bleiben mit Blick auf die Folgekosten aber weit unter den herkömmlichen Druckern, die ihre Tinte aus kleineren Patronen beziehen. Die drei getesteten Flaschendrucker kosten im Mittel zwischen 260 und 340 Euro. Erst vor kurzem nahm Stiftung Warentest auch Ventilatoren unter die Lupe. Zwei der Modelle fallen beim Test komplett durch*.

Stiftung Warentest: So teuer können Farbdrucke mit dem Tintendrucker werden

Wie die Tester vorrechnen, fallen beim Farbdruck von 10.000 Seiten rund vier Tintenflaschen (50 Euro) an. Ein herkömmlicher Tintendrucker verbraucht für die gleiche Anzahl an Farbdrucken allerdings 76 Tintenpatronen (1.600 Euro)! Auch in Sachen Abfall sehen die Experten Vorteile beim Flaschendrucker: Nach 10.000 Farbdrucken stehen hier 120 Gramm Tinten-Flaschen bis zu 3 Kilo an leeren Drucker-Patronen gegenüber.

Stiftung Warentest: Ergebnis des Drucker-Tests 2020

Im Vergleich zu den Vorjahresmodellen schneiden die Tinten-Kombi-Drucker 2020 schlechter ab. Wer beispielsweise für die Büroarbeit viel drucken muss, greift zum Flaschendrucker HP Smart Tank Plus 655 (340 Euro). Der liefert immerhin gute Textdrucke, wobei Stiftung Warentest die Fotokopien als „mau“ bezeichnet. 2018 prüften die Experten allerdings den Flaschen-Printer Epson Ecotank ET-2750 (ca. 300 Euro), der bessere Druck- und Kopie-Ergebnisse vorweist (Testergebnis: 2,2 (gut)).

Die besten Scan- und Fotodrucke im Tintendrucker-Test 2020 erreicht der Epson Expression Photo XP-8600 (145 Euro). Auch hier findet sich aber im Vorjahrestest mit dem Epson Expression Premium XP-7100 (156 Euro) ein Printer, der bei ähnlichen Scans und Drucken bessere Kopien liefert (Testergebnis 2,4 (gut)). An den aktuell geprüften Printern bemängeln die Tester neben der Druckqualität vor allem das schlechte Ergebnis bei Scans und Kopien. Text- und Grafikkopien sind bei vielen Druckern oft unsauber, Fotoscans oder -kopien in Sachen Kontrast unstimmig. Auch die Farben passen häufig nicht.

Die Testergebnisse für Tintendrucker mit und ohne Fax im Überblick:

Testergebnis 2020: Tinten-Kombidrucker ohne Fax

  • Epson Expression Photo XP-8600: „Befriedigend“ (Note 2,7), 145 Euro
  • HP Officejet 8012: „Befriedigend“ (2,8), 108 Euro
  • Epson Expression Home XP-4100: "Befriedigend" (2,9), 79 Euro
  • Canon Pixma G6050 (Flaschen): „Befriedigend" (3,2), 335 Euro
  • Canon Pixma TS6350: „Befriedigend“ (3,2), 113 Euro
  • Canon Pixma TS5350: „Befriedigend“ (3,4), 70 Euro
  • Brother DCP-J572DW: „Ausreichend“ (3,9), 133 Euro
  • Canon Pixma TS3350: „Ausreichend“ (4,1), 65 Euro

Testergebnis 2020: Tinten-Kombidrucker mit Fax

  • HP Officejet Pro 9010: „Befriedigend“ (Note 2,6), 171 Euro
  • HP Officejet Pro 8022: „Befriedigend“ (Note 2,8), 128 Euro
  • HP Smart Tank Plus 655 (Flaschen): „Befriedigend“ (Note 3,1), 340 Euro
  • Epson Workforce WF-2830DWF: „Befriedigend“ (Note 3,1), 84 Euro
  • Epson Ecotank ET-4700 (Flaschen): „Befriedigend“ (Note 3,5), 260 Euro

Stiftung Warentest 2020: Auch aktuelle Laserdrucker getestet

Neben Kombi-Tintendrucker hat Stiftung-Warentest auch die aktuelle Generation an Farblaser-Druckern getestet - darunter fünf reine und sieben Multifunktionsgeräte (Bezahlschranke). Allen Printern attestieren die Tester einen sehr guten Textdruck. Farbdrucke kommen eher durchwachsen daher. Hier gibt es selbst bei gleichem Druckwerk große Unterschiede beim Druckbild - wie bei zwei i-Sensys-Modellen von Canon. Für Gelegenheitsnutzer könnte laut Stiftung Warentest ein Kombidrucker von HP interessant sein. Stiftung Warentest hat übrigens auch 19 Pasta-Produkte unter die Lupe genommen. Experten schauen sich die Pasta-Sorten im Labor ganz genau an und achten auf Inhaltsstoffe, Geschmack, Geruch und Mundgefühl. Das Ergebnis: 3 Pasta-Produkte erhalten die Note „mangelhaft“.  (rmx) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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