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Stiftung Warentest: Tortellini-Check – Diese Marken fallen durch

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Stiftung Warentest hat vor Kurzem Tortellini unter die Lupe genommen und 19 Pasta-Produkte getestet. Das Ergebnis: 3 Nudel-Produkte fallen komplett durch.

Kurz ins heiße Wasser legen und fertig! Gefüllte Pasta aus dem Kühlregal ist ein beliebtes und schnell zubereitetes Essen in Deutschland. Tortellini – oder die etwas größere Variante Tortelloni – sind nicht nur ruckzuck gekocht, sondern schmecken auch gut. Oft reicht es, wenn dem italienischen Klassiker einfach etwas Pesto oder Öl hinzu gegeben wird. Doch wie gut sind die verschiedenen Pasta-Marken aus dem Kühlschrank eigentlich? Können Kunden alle Sorten unbedenklich essen? Oder bergen einige Nudel-Produkte eine Gefahr für die Gesundheit?

Stiftung Warentest hat sich dieser Fragen angenommen und 19 Pasta-Produkte unter die Lupe genommen. Experten schauen sich die Pasta-Sorten im Labor ganz genau an und achten auf Inhaltsstoffe, Geschmack, Geruch und Mundgefühl. Das Ergebnis: Drei Pasta-Produkte erhalten die Note „mangelhaft“. Das berichtet HEIDELBERG24*.

Stiftung Warentest: 19 Nudel-Sorten im Test – auch Supermarkt-Tortellonis schneiden gut ab

Wer nicht zum Lieblings-Italiener gehen will oder kann, aber trotzdem Lust auf ein leckeres Nudel-Gericht hat, der greift zu den Produkten im Kühlregal. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Sorten: Pasta mit Fleisch, Käse, Spinat, Pilze und und und. Für den Test von Stiftung Warentest werden 19 gekühlte Tortelloni der Sorten Ricotta-Spinat, Fleisch und Käse überprüft.

Frische Tortelloni können Sie einfach, schnell und lecker zubereiten.
Frische Tortelloni können Sie einfach, schnell und lecker zubereiten. © Christin Klose/dpa-tmn

13 Pasta-Produkte können die Kriterien von Stiftung Warentest erfüllen und erhalten damit die Notegut“. Die Marke der Tortelloni spielt dabei keine Rolle. Stiftung Warentest erklärt, dass die Qualität nichts mit dem Markennamen auf der Verpackung zu tun hat. Supermarkt­produkte müssen sich nicht hinter Markenware verstecken, das zeigen die zwei Testsieger bei den Fleisch-Tortelloni: „Beide erzielen eine sehr gute Note im Prüf­punkt Sensorik (Geschmack, Geruch, Mund­gefühl), die Handels­marke kostet aber nur etwa halb so viel wie das bekannte Marken­produkt. Wer das weiß, kann sparen“, heißt es im Testbericht von Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Nudel-Vergleich 3 Tortelloni-Produkte bekommen Note „mangelhaft“

Drei Produkte schneiden aber bei den Experten nicht gut ab. Eine Pasta erhält von den Testern die Notemangelhaft“. Der Grund: Die Tortelloni sind sehr stark mit Chlorat belastet. Chlorat kann die Jodaufnahme hemmen, was vor allem für Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung zum Problem werden kann, wie Stiftung Warentest erklärt. Isst ein 60 Kilogramm schwerer Mensch etwa die Hälfte der in der Packung befindlichen Tortelloni, überschreite er damit die tägliche tolerierbare Chloratmenge, so die Stiftung.

Achtung Ekel-Alarm! Zwei weitere Pasta-Produkte enthalten Enterobakterien. „Beide kommen von Anbietern, die stark die italienische Tradition in ihrer Herstellung unter­streichen. Die Keimfunde zeigen: Sie sollten im Produktions­prozess besser auf Hygiene achten“, so Stiftung Warentest.

Bei Enterobakterien handelt es sich um Darmkeime von Menschen und Tieren. „Eine akute Gesund­heits­gefahr durch Enterobakterien ist nicht ganz auszuschließen, aber eher unwahr­scheinlich. In heißem Wasser werden diese Keime in der Regel abge­tötet“, fügt Stiftung Warentest hinzu.

Stiftung Warentest untersucht regelmäßg Nahrungsmittel, wie zuletzt Mineralwasser. In einer aktuellen Überprüfung wird der Wasser-Testsieger 2020 gekürt.*

Stiftung Warentest: Pasta auf dem Prüfstand – die Gewinner und Verlierer

Testsieger vom Pasta-Check von Stiftung Warentest

Verlierer vom Pasta-Check von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest: Pasta richtig kochen und lagern – das musst Du bei Tortelloni beachten

Frische Produkte stellen immer ein potenzielles Keim-Risiko dar. Deshalb sind die meisten Tortelloni nur 21 bis 42 Tage haltbar. Wichtig ist, dass die Pasta im Kühlschrank und nicht in der Küche in einen Schrank aufbewahrt wird. In manchen Sorten werden auch Aromen eingesetzt – allerdings ist dies nicht für einen guten Geschmack notwendig, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Übrigens: Wer jetzt Lust bekommen hat, Tortelloni zu Hause zu essen, der sollte folgendes beachten: Die Pasta nicht in der Mikrowelle erwärmen, da sie dann trocken werden – lieber ein siedendes Wasserbad für die Tortelloni oder Tortellini verwenden. Und ebenfalls interessant: Öko-Test hat Mehr-Sorten* unter die Lupe genommen und auch hier gibt es Gewinenr und Verlierer. jol *HEIDELBERG ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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