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Wann sind Bananen am gesündesten? Zur richtigen Zeit helfen sie beim Schlafen

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gegrillte Bananen
Wie gesund sind Bananen wirklich? © Yadav Dharmendra/Zoonar.com/IMAGO

Bananen sind lecker und ballaststoffreich. Also perfekt für den Körper. Es gibt eine geeignete Uhrzeit, um Bananen zu essen und auch der Reifegrad ist entscheidend.

Ursprünglich aus der südostasiatischen Inselwelt stammend, ist die Banane in Deutschland mittlerweile ein echter Klassiker unter den Obstsorten geworden. Aufgrund ihrer Süße und weichen Konsistenz wird sie schon von Kleinkindern gerne gegessen. Für eine gesunde Ernährung ist es besonders wichtig zu wissen, wann man die Südfrüchte am besten zu sich nehmen sollte und welche Rolle der Reifegrad spielt.

Was bringt es, Bananen zu essen?

Die Banane steckt voller Nährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Immerhin wird sie nicht umsonst als Powerfrucht bezeichnet. Die Banane steht im Verruf besonders zuckerhaltig zu sein und es wahr, dass sie nicht das Obst mit dem wenigsten Zucker ist. Wie die AOK aufklärt, kann sie zusammen mit anderem Obst und Gemüse aber einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte man täglich drei Portionen Gemüse (400 Gramm) und zwei Portionen Obst (250 Gramm) essen. Daher auch der Leitspruch „5 am Tag“.

Tatsächlich entspricht eine Banane einer Portion Obst. Sie wiegt etwa 120 Gramm und enthält circa 100 Kilokalorien. Darüber hinaus enthalten Bananen kaum Fett und wenig Eiweiß. Sie sind dafür aber reich an Kohlehydraten. Zusätzlich liefert die Banane wichtige Nährstoffe wie, Mineralstoffe (Kalium, Magnesium), Spurenelemente, Vitamine (A, E, B1, B2, B6, Niacin und Vitamin C), Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

NährstoffPro 100 Gramm
Eiweiß1,2 Gramm
Fett0,2 Gramm
Kohlenhydrate20 Gramm
Mineralstoffe und VitaminePro 100 Gramm
Calcium8 Milligramm
Phosphor27 Milligramm
Magnesium31 Milligramm
Eisen0,3 Gramm
Vitamin C11 Milligramm

Wann ist die beste Uhrzeit, um eine Banane zu essen?

Um die beste Zeit, eine Banane zu essen, ranken sich viele Mythen. US-Forscher wollen herausgefunden haben, wann die beste Zeit sei, um (fast) alle Obstsorten zu essen. Demnach wäre die ideale Uhrzeit zwischen 13 und 15 Uhr, also zur Mittagspause perfekt für eine Banane. Sie liefern wichtige Kohlenhydrate und somit auch viel Energie für die zweite Tageshälfte.

Bei der Frage, wann man Bananen essen sollte, gehen die Meinungen auseinander. Einige Experten raten, Bananen morgens zu essen, da sie als erste Mahlzeit des Tages dem Körper wichtige Energie liefern und den Stoffwechsel anregen. Andere Quellen empfehlen, Bananen stets am Abend zu essen, da sie so für einen besseren Schlaf sorgen würden. Wie t-online berichtet, gibt es einige Dinge, die mit dem Körper passieren, wenn man jeden Tag Bananen isst.

Warum soll man frühmorgens keine Bananen essen?

Viele Ernährungsexperten raten jedoch, die Banane morgens nicht pur zu essen. Wer nur schwer aus dem Bett kommt und dann noch in Eile, der greift als Frühstück schon gerne zur Banane. Immerhin ist die Frucht leicht verdaulich, macht fürs Erste satt und gibt einem jede Menge Energie. Jedoch gehören die Energie spendenden Kohlenhydraten der Banane nicht zu den gesündesten Kohlenhydraten.

Der Gehalt an Kohlenhydraten, 20 Prozent einer Banane, kann zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. So steigt der Zuckergehalt im Blut rapide an und sinkt anschließend schnell wieder ab. Bananen können zwar für einen Moment satt machen, nach Abfall des Blutzuckerspiegels können sich jedoch Heißhungerattacken entwickeln. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Banane mit etwas Fettreichem zum Frühstück zu essen.

Warum soll man abends Bananen essen?

Oft wird empfohlen, die Banane am Abend, kurz vor dem Schlafengehen zu essen. Denn wer am Abend noch einen kleinen gesunden Snack braucht, kann gerne zu mehreren Obstsorten ­– einige davon gehören zum gesündesten Obst der Welt – greifen. So sind Apfel, Birne und Pfirsich beispielsweise leicht zu verdauen, da sie wasserreich und zuckerarm sind.

Tatsächlich soll die Banane beim Einschlafen helfen. Sie enthält viel Tryptophan oder Melatonin, welches als das Schlafhormon gilt und kann Menschen, die Probleme beim Einschlafen haben, helfen. Außerdem enthalten Bananen viel Magnesium und Kalium. Beide Inhaltsstoffe entspannen die Nerven und Muskeln und fördern damit zusätzlich die Schlafbereitschaft.

Welcher Reifegrad der Banane ist am gesündesten?

Bananen haben unterschiedliche Reifegrade. Pro Reifegrad haben die Früchte verschiedene Konsistenzen, Geschmäcker aber auch Nährstoffaufteilungen und Verträglichkeiten. So ist eine reife Banane gelb, süß und hat eine weiche Textur, während eine grüne Banane noch unreif ist und eine feste, stärkehaltige Konsistenz aufweist. Braune Bananen oder Bananen mit braunen Flecken sind schon überreif und süßer und weicher als eine gelbe Banane. Grüne Bananen enthalten im Allgemeinen weniger Zucker als reife Bananen.

Dies macht sie zu einer geeigneten Option für Menschen mit Diabetes. Laut „Healthline“ sind grüne Bananen eine gute Quelle für resistente Stärke, eine Art von Ballaststoffen, die langsam verdaut wird und positive Auswirkungen auf die Darmgesundheit haben kann. Sie weisen auch die gleichen Vitamine und Mineralstoffe wie gelbe Bananen auf. Jedoch können grüne Bananen für viele unbekömmlicher als gelbe Bananen sein und zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen. Zu welcher Banane man schließlich greifen sollte, hängt stark von den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben ab. (rah)

Dieser Artikel liefert lediglich grundlegende Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung und ist nicht für eine Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Bei gesundheitlichen Beschwerden solltest du einen Arzt aufsuchen.

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