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Badreiniger im Öko-Test – die besten Putzmittel reinigen „gut“

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Von: Josefine Lenz

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Öko-Test hat 20 Badreiniger untersucht. Vor allem im Kalk-Test können viele Marken nicht überzeugen. Ein Produkt landet auf dem letzten Platz:

Ein Bad soll glänzen, sauber und frisch sein – so der Wunsch wahrscheinlich von jedem Haushalt. Allerdings steckt für ein ordentliches Badezimmer auch ein wenig Arbeit dahinter. So müssen Kalkablagerungen und Fettreste regelmäßig entfernt, Verunreinigungen weggeschrubbt und Keramik sowie Glas gereinigt werden. Im Kampf gegen den Schmutz greift man deshalb in aller Regel zu Badreinigern.

In Supermärkten und Discountern gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Marken und Produkten. Doch welche davon sind gut – und welche schlecht? Auch Öko-Test hat sich diese Frage gestellt und 20 Badreiniger mal genauer unter die Lupe genommen, wie HEIDELBERG24 berichtet. Übrigens: Weitere Testberichte von Öko-Test und Stiftung Warentest können hier nachgelesen werden.

MagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Badreiniger im Öko-Test: Produkte enttäuschen bei der Kalk-Entfernung

Für den Test haben Experten 18 flüssige Produkte in Sprühflaschen und zwei Tab- beziehungsweise Pulverformen untersucht. Das Ergebnis vorweg: Kein Badreiniger kann Öko-Test komplett überzeugen und so erhält niemand die Bestnote „sehr gut“. Ein Hauptgrund, warum sämtliche Marken Punktabzug erhalten haben, ist die Reinigung von Kalkablagerungen. Hier gebe es noch Luft nach oben, wie Öko-Test erklärt.

Einige Produkte würden Kalk zwar entfernen können, aber erst deutlich später als in der angegebenen Zeit. Statt also beispielsweise fünf Minuten Einwirkzeit, dauert es bei einer Marke über 20 Minuten bis Kalkseife zu 90 Prozent entfernt ist. Mehr als die Hälfte der Badreiniger kann im Kalk-Test nicht überzeugen. Apropos Reinigen: Stiftung Warentest hat Spülmaschinentabs untersucht, drei bekannte Marken haben dabei kläglich versagt.

Öko-Test bemängelt einige Säuren in Badreiniger – Reizung der Atemwege

Was Öko-Test aber auffällt: Marken, die Ameisensäure verwenden, schneiden beim Kalk-Test besser ab. Jedoch sehen die Experten die Säure als kritisch an, weil sie schnell zu Reizungen der Atemwege führen kann. „Bei den Badreinigern mit Ameisensäure gab jeweils eine höhere Anzahl der Tester an, dass sich ihre Atemwege während der Anwendung gereizt anfühlten“, so Öko-Test.

Ebenfalls Kritik gibt es für Sulfamidsäure, synthetische Polymere und Silikon. Die Stoffe gelangen ins Grundwasser und gelten als schwer abbaubar. Laut Öko-Test seien die Stoffe aber unnötig und könnten weggelassen werden. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat kürzlich Waschmittel verglichen, hier schneidet ein Discounter-Produkt am besten ab.

Badreiniger im Öko-Test: Eine Marke landet mit „ausreichend“ auf dem letzten Platz

Es gibt aber auch einige Marken, die auf Zitronen, Äpfel- oder Milchsäure zurückgreifen. Letztere kann bei dem Kalk-Test sogar besonders glänzen. „Ein Badreiniger schafft ein Kalklösevermögen mit der beachtlichen Zwischennote 1,67 – und zwar ausschließlich mit Milchsäure“, heißt es bei Öko-Test.

Und wie lautet am Ende das Fazit? Insgesamt schneiden 13 Badreiniger mit der Note „gut“ ab, dazu gehören bekannte Marken wie Ecover, W5, Frosch, Everdrop und Ajax. Sechs Produkte erhalten die Note „befriedigend“. Lediglich Eco2pur Bad- & WC-Reiniger Lavendelduft wird mit „ausreichend“ benotet und landet damit auf dem letzten Platz. Das gesamte Badreiniger-Ergebnis kann bei Öko-Test nachgelesen werden. (jol)

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