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Sprit-Änderungen 2023: Entlastung und Gülle im Tank

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Von: Tobias Schneider

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Ein Jahreswechsel bedeutet auch Änderungen für Autofahrer. Vor allem Dieselfahrzeuge sind künftig mit anderen Inhaltsstoffen unterwegs.

Dortmund – Auf den deutschen Straßen sind immer mehr Elektrofahrzeuge oder Hybridautos unterwegs, Benzin und Diesel werden zugleich teurer. Auch im Jahr 2023 müssen sich Autofahrer auf höhere Spritpreise einstellen – der Kraftstoff wird auf der anderen Seite aber auch umweltfreundlicher.

Änderungen für Autofahrer 2023 – Diesel bekommt neue Inhaltsstoffe

Mit dem Jahreswechsel müssen sich Autofahrer auf einige Änderungen einstellen. Im Jahr 2023 betrifft das vor allem die Bereiche Maut, Versicherungen und Führerschein. Aber auch beim Sprit gibt es gravierende Umstellungen, die die Verkehrsteilnehmer vielleicht nicht auf Anhieb bemerken werden.

Dieselfahrer werden ab 2023 andere Inhaltsstoffe in ihrem Tank haben. Eventuell kommen diese auch direkt vom Landwirt nebenan. Die Bundesregierung schafft ab kommendem Jahr die Förderung für Biokraftstoffe aus Palmöl ab. Biokraftstoffe sind seit einigen Jahren sowohl im Benzin als auch im Diesel gesetzlich vorgeschrieben.

Seit 2009 müssen im Diesel sieben Prozent Biokraftstoff enthalten sein. Laut einem NDR-Bericht ist es den Herstellern selbst überlassen, welches Öl sie nehmen. Da Palmöl aber relativ günstig ist, findet sich dieser oft in den heimischen Dieselzapfsäulen wieder. Damit soll ab 2023 aber nun Schluss sein.

Palmöl im Diesel – Autofahrer fahren ab 2023 mit Stroh und Gülle im Tank

Anstelle des Palmöls fördert die Bundesregierung ab Januar Kraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen, wie etwa Gülle oder Stroh. Palmöl gilt hingegen als umweltfeindlich, da für die Gewinnung große Flächen an Regenwald abgeholzt oder gerodet werden. Inwiefern sich die Umstellung auf den Preis und somit auf den Verbraucher auswirkt, ist unklar.

Was hingegen die Autofahrerinnen und Autofahrer spüren werden, ist die CO2-Bepreisung des Sprits, berichtet RUHR24. Prinzip dahinter: Klimaschädliche Produkte sollen teurer werden, klimafreundliche hingegen günstiger.

CO2-Steuer auf Sprit greift im Jahr 2023 – Preise steigen erst 2024 wieder

Die teureren Spritpreise – abseits der aktuellen Energiekrise – sind laut ADAC zum ersten Mal zum Jahreswechsel 2020/21 zu sehen gewesen. Der Liter Super E10 stieg im Mittel um 7 Cent und der Liter Diesel um 8 Cent. Zum letzten Jahreswechsel stieg der Preis beim Benzin um 1,4 Cent, beim Diesel um 1,5 Cent.

Auch 2023 sollten die Spritpreise eigentlich wieder angezogen werden. Allerdings ist der Erhöhungsschritt um ein Jahr verschoben worden, um Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bei den Energiekosten zu entlasten. Autofahrer können also zumindest kurz aufatmen – erst 2024 sollen die Preise hinsichtlich der CO2-Steuer wieder steigen.

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