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Tomatenmark bei Öko-Test: Ekel-Alarm in jedem zweiten Artikel 

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Öko-Test: Tomatenmark macht Saucen, Suppen, Lasagne und Minestrone noch besser. Doch wie gut ist eigentlich die Qualität? Das Testergebnis der Experten schockiert: 

Tomatenmark ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Schnell und einfach sind damit Saucen und Lasagne verfeinert. Doch welches Tomatenmark ist das beste? Welche Marken fallen durch? Um das herauszufinden, hat Öko-Test* 20 Produkte im Labor untersucht. Fast die Hälfte schneidet „gut“ ab, in der anderen Hälfte stecken Schimmelpilzgifte. „Stark erhöht“ sind diese Werte ausgerechnet in drei Bio-Produkten. Ein Überblick über die Testsieger und Verlierer gibt HEIDELBERG24*:

Bei den Schimmelpilzgiften handelt es sich um Alternariatoxine wie Alternariol und Tenuazonsäure (TeA). Besonders auf Pflanzen sind sie weit verbreitet. Sie können in Nüssen, Getreide, Obst und Gemüse vorkommen und daher auch in Tomaten stecken. Beide Alternariatoxine können gesundheitsschädlich sein. Alternariol hat in Zellstudien das Erbgut geschädigt. TeA hingegen hat in Tierversuchen die Bildung von körpereigenen Proteine gehemmt, was zu Organschäden führen kann.

Auch in einigen Spaghetti-Sorten hat Öko-Test vor Kurzem Schimmelpilzgifte gefunden*.

Tomatenmark bei Öko-Test: Schimmelpilze in drei Bioprodukten

Die EU-Kommission arbeitet aktuell an Grenzwerten, die laut Öko-Test jedoch freiwillig sind. In den Bio-Produkten von Dm Bio, Alnatura und Ener Bio stecken Gifte von Schimmelpilzen (Alternariatoxine) in einer Höhe, die die geplanten Richtwerte für verarbeitete Produkte aus Tomaten überschreiten.

Mit einer glatten Note 6 – also mangelhaft – schneidet Cirio Tomatenmark doppelt konzentriert ab, denn es überschreitet sowohl die Alternariol -, als auch die TeA-Werte deutlich.

Tomatenmark bei Öko-Test – Pestizide in 5 Produkten

In fünf der getesteten Produkte weisen die Experten von Öko-Test Spuren von bedenklichen Pestiziden nach. Das Tomatenmark der Eigenmarke von Kaufland, K-Classics, ist am stärksten damit belastet. Neben dem bienentoxischen Imidacloprid, hat Öko-Test auch den verbotenen Stoff Chlorfenapyr nachgewiesen. Neben dem Cirio Tomatenmark sind auch das Mutti Tomatenmark und Pomito Tomatenmark 2-fach konzentriert mit Pestiziden belastet. Dessen ungeachtet schneiden beide Produkte trotzdem mit der Note „gut“ ab.

Tomatenmark bei Öko-Test: Das sind die Verlierer

Die vollständigen Ergebnisse Tomatenmark bei Öko-Test gibt es kostenpflichtig als E-Paper.

Öko-Test: Kommen die verwendeten Tomaten tatsächlich aus Italien?

Auf den meisten Verpackungen von Tomatenmark ist eine italienische Flagge zu sehen. Doch kommen die verwendeten Tomaten tatsächlich aus Bella Italia? Erstmals hat Öko-Test eine Isotopenanalyse genutzt, um dies zu überprüfen. Das Ergebnis: Tatsächlich kommen fast alle verwendeten Tomaten aus Italien. Getreu dem Motto: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“ kommt die rote Frucht in drei Fällen jedoch aus Spanien und Marokko. Die Tomaten aus dem Ja! Tomatenmark von Rewe und Freshona von Lidl kommen die Tomaten nur teilweise aus Italien.

Tomatenmark bei Öko-Test: Günstige Produkte unter den Testsiegern

Trotz der nicht-italienischen Herkunft schafft es das Rewe-Tomatenmark auf das Siegertreppchen und schneidet mit „sehr gut“ ab. Von den Bio-Produkten überzeugt die Experten von Öko-Test das zweifach konzentrierte Basic Tomatenmark. Doch auch das Produkt Edeka Bio Tomatenmark doppelt konzentriert schneidet mit einem „sehr gut“ ab. Alle diese Produkte kosten weniger als 1,20 Euro.*HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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