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Testpflicht für Ungeimpfte: Hier muss der Nachweis vorgezeigt werden

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Die Testpflicht in Deutschland wird ab August verschärft. Wer sich nicht gegen Corona impft, muss nun in vielen Bereichen einen Nachweis vorlegen:

Deutschland - Bund und Länder treffen am Dienstag (10. August) eine Entscheidung, die viele Ungeimpfte in Deutschland vor den Kopf stoßen wird. Denn die Regelung für Corona-Tests wird ab dem 23. August massiv verschärft. Wie HEIDELBERG24* berichtet, müssen Ungeimpfte ab Oktober für ihre Corona-Tests selbst bezahlen – und das kann schnell sehr teuer werden* – und zum anderen müssen in zahlreichen Bereichen negative Antigen-Schnelltests nachgewiesen werden. Doch wo genau gilt künftig die verschärfte Testpflicht?

Strenge Testpflicht für Ungeimpfte – Für diese Orte braucht es den negativen Corona-Nachweis

Die 16 Ministerpräsidenten der Länder sowie Angela Merkel verständigen sich darauf, die Testpflicht in Deutschland weiter auszubauen. Künftig muss bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 ein negativer Corona-Test vorliegen. Ausnahme: Man ist gegen das Coronavirus* geimpft oder genesen. Die Testpflicht betrifft alle Bürger ab sechs Jahren und darüber hinaus auch Schüler, weil sie im Rahmen eines Schulkonzepts regelmäßig getestet werden, wie die Bundesregierung erklärt. Die verschärfte Testpflicht gilt allerdings „nur“ für Innenräume. Wer sich im Freien aufhält, für den gelten die bisherigen Maßnahmen.

Für Ungeimpfte bedeutet die neue Testpflicht also nicht nur mehr Corona-Tests, sondern auch eine finanzielle Belastung. Wer künftig am öffentlichen Leben teilnehmen möchte, braucht mehrere negative Covid-19-Nachweise. Die Corona-Schnelltests haben künftig nur noch eine Gültigkeit von 24 Stunden, PCR-Tests sind 48 Stunden gültig. Unter anderem ist ein Corona-Test für diese Geschäfte und Bereiche notwendig:

Übrigens: Wer verreisen und in ein Hotel will und nicht geimpft oder genesen ist, muss zweimal die Woche einen Corona-Test machen.

Testpflicht für Ungeimpfte verschärft – Lauterbach hätte „Grenze noch unter einer Inzidenz von 35 gesetzt“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Maßnahmen begrüßt. „Es ist richtig, dass ab dem 11. Oktober die Bürgertests nur noch für die Personen kostenfrei sind, die nicht geimpft werden können. Wer ein Impfangebot nicht annimmt, muss akzeptieren, dass er für den Zugang zu bestimmten öffentlichen Veranstaltungen einen selbst finanzierten negativen Test vorweisen muss“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“ am Mittwoch.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach gehen die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz nicht weit genug. „Ich hätte es besser gefunden, Großereignisse mit Hunderten Menschen in Clubs oder Hallen auf Genesene und Geimpfte zu begrenzen“, so Lauterbach den Zeitungen der „Funke“-Mediengruppe. „Denn es sind potenzielle Superspreader-Events.“ Mit der Testpflicht in Innenräumen ab einer Inzidenz von 35 könne man aber „sehr gut arbeiten“. „Ich hätte die Grenze noch unter einer Inzidenz von 35 gesetzt“, sagt Lauterbach.

Wichtig: Künftig bleiben Corona-Tests aber für Schwangere, Kinder und Teenager bis zum 18. Lebensjahr und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, weiterhin kostenlos. Darüber informiert die Bundesregierung. (dpa/jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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