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Energie-Krise in Deutschland: Gas-Anbieter pleite? Das müssen Sie jetzt tun

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Von: Lucas Maier

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Da weiterhin kein Gas aus Russland nach Deutschland kommt, droht eine weitere Eskalation am Energiemarkt. Doch was tun, wenn der Versorger pleite geht?

Berlin – Öffentliche Gebäude schalten das Licht aus, die Politik wartet mit Tipps zum Energiesparen auf: Kurz um, die Energie-Krise ist weiterhin in vollem Gange. Doch was passiert, wenn es den eigenen Gas-Anbieter trifft?

Eine Insolvenz des Versorgers kann für Kundinnen und Kunden schnell teuer werden. Angst vor einer kalten Wohnung in Folge einer Insolvenz, muss aber niemand haben, gibt die Verbraucherzentrale Niedersachsen Entwarnung. Ein Anspruch auf den Grundversorgungstarif besteht allerdings erst nach drei Monaten.

Gas-Krise in Deutschland: Export-Politik von Russland trifft mittlerweile auch kleine Anbieter

Dass längst nicht mehr nur große Gas-Versorger wie Uniper durch die russische Export-Politik in Bedrängnis geraten, zeigt eine Recherche des Handelsblatts. Demnach haben bereits mehrere kleinere Versorger und Stadtwerke Liquiditätsprobleme gemeldet.

Bei der Bundesregierung wurden bereits Unterstützungen im zweistelligen Milliardenbereich beantragt. Neben den bisher betroffenen Versorgern befinden sich die Stadtwerke Bad Säckingen, Bad Belzig und Leipzig, sowie E-Optimum und Kehag in Not, wie das Handelsblatt schreibt.

Energie-Krise: Was passiert wenn der Gas-Versorger insolvent geht?

Ist der eigene Gas-Versorger insolvent, droht zumeist die Kündigung des Versorgungsvertrages. Doch was passiert dann? Eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sorgt dafür, dass ein stärkerer Unterschied zwischen der Grundversorgung und der sogenannten Ersatzversorgung gemacht wird.

Energie-Krise in Deutschland: Was tun wenn der Anbieter pleite geht?
Energie-Krise in Deutschland: Was tun, wenn der Anbieter pleite geht? (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Nach einer Vertragskündigung rutschen Verbrauchende zunächst in die Ersatzversorgung, erst nach drei Monaten besteht ein Anspruch auf die meist günstigere Grundversorgung, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert.

Insolvenz bei Gas-Versorger: Das sollten Verbrauchende beachten

Der Hauptunterschied ist, dass sich die Preise in der Ersatzversorgung an den Preisen orientieren, welche an der Börse aufgerufen werden. Zudem ist alle 15 Tage eine Anpassung der Preise möglich, schreibt die Verbraucherzentrale. Wer in der Ersatzversorgung gelandet ist, sollte folgenden Dinge beachten:

Versorger müssen einen möglichen Stopp der Lieferungen, bereits drei Monate zuvor bei der Bundesnetzagentur melden. Bei dieser kann dann eine drohende Insolvenz erfragt werden. Das macht einen frühzeitigen Wechsel des Versorgers möglich, was einer teuren Ersatzversorgung in Folge von Insolvenz vorbeugt, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät.

Bei einer Insolvenz des eigenen Energie-Lieferanten braucht in Deutschland zwar niemand eine kalte Wohnung fürchten, um hohe Kosten zu vermeiden, sollte der Anbieter allerdings stets im Blick behalten werden. (Lucas Maier)

Preiserhöhungen bei Strom und Gas sind nicht immer rechtens, doch Verbraucher haben Möglichkeiten.

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