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Wasser im Wasserkocher: Wegschütten oder wiederverwenden? So hoch ist Keim-Gefahr wirklich

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Von: Josefine Lenz

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Schütten Sie das Restwasser im Wasserkocher weg oder kochen Sie es erneut auf? Viele Menschen kippen es weg, aus den unterschiedlichsten Gründen. Doch muss das sein?

Wer Tee trinken, eine Wärmflasche befüllen oder einfach schnell heißes Wasser will, der wird höchstwahrscheinlich zum Wasserkocher greifen. In Minutenschnelle wird darin das Wasser zum Kochen gebracht. Doch was passiert eigentlich mit dem Wasserrest, der in den meisten Fällen übrig bleibt? Sollte man diesen drin lassen oder wegschütten? HEIDELBERG24* hat die Antwort.

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HauptsitzGenf, Schweiz
Gründung1878

Wasser im Wasserkocher: Jeder Zweite schüttet den Rest weg

Das SGS Institut Fresenius hat bei Umfragen herausgefunden, dass das Thema „übriges Wasser im Wasserkocher“ die Gesellschaft ziemlich spaltet. Denn: 47 Prozent der Befragten nutzen das Wasser ein zweites Mal, 53 Prozent schütten den Rest lieber weg. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum jeder Zweite lieber frisches Wasser im Wasserkocher haben will.

So finden die meisten (59 Prozent) die Kalkablagerungen, die mit der Zeit im Wasserkocher sichtbar sind und im Restwasser herumschwimmen, unappetitlich. Ein Großteil macht sich außerdem Sorgen um mögliche Keime im Wasser. Man möchte die Bakterien im Wasser nicht trinken und schüttet es deshalb lieber weg.

Wasser im Wasserkocher: Angst vor Bakterien und Chemikalien

Laut der Umfrage sorgen sich außerdem viele Menschen vor möglichen Chemikalien. Man befürchtet, dass sich beispielsweise Nickel oder Bisphenol A vom Wasserkocher lösen und im Restwasser anlagern. Rund ein Drittel sagt zudem, dass das Wasser beim wiederholten Male schlechter schmecken würde.

Doch sind all‘ diese Befürchtungen begründet? Die Experten des Instituts können Entwarnung geben! Man müsse sich keine Sorgen machen und könne ruhig mehrmals das Wasser im Wasserkocher verwenden.

Wasser im Wasserkocher: Wegschütten oder behalten? So hoch ist die Keim-Gefahr wirklich

Bakterien, die sich zwar auch im Wasserkocher vermehren können, werden beim erneuten Aufkochen abgetötet. Auch Chemikalien gibt es kaum welche. „Tatsächlich zeigen Haushaltsgeräte, die wir in unseren Laboren für das GS-Siegel testen, nur selten problematische Belastungen. Für viele Küchengeräte kontrollieren unsere unabhängigen Labore neben der Elektronik zusätzlich die Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien“, so SGS-Experte Gisbert Lemke. Was das Thema „Geschmack“ angeht, gebe es keine wissenschaftlichen Belege dafür.

Übrigens: Wer Nudeln abkocht, sollte das Wasser nicht sofort wegschütten.* Es kann nämlich für den Haushalt genutzt werden und ist ein wahrer Alleskönner! (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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