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Nach Millionenraub: Online-Händler für Luxusuhren ist insolvent

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Von: Katja Becher

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Nach einem Raub mit Millionenschaden muss ein deutscher Online-Händler Insolvenz beantragen. Die Polizei macht unterdessen Jagd auf die verantwortlichen Diebe.

Am 19. November 2022 verschaffen sich zwei unbekannte Männer Zutritt zu den Räumen einer privaten Schließfachanlage im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Getarnt als Sicherheitsmitarbeiter gelingt es den Männern, aus den Tresoren Luxusuhren und Schmuck im Wert von Millionen zu stehlen. In den Tresorräumen lagerte auch der Online-Händler Watchmaster seine Uhren. Aufgrund des großen Schadens – und trotz Versicherung – muss dieser nun Insolvenz anmelden.

Luxusuhren im Millionenwert gestohlen: Online-Händler Watchmaster meldet Insolvenz an

Wie handelsblatt.com berichtet, seien die gestohlenen Luxusuhren aus dem Tresorraum in Berlin zehn Millionen Euro wert gewesen. Ein Geschäftsführer von Watchmaster habe demnach angegeben, dass 1.000 von insgesamt 2.000 gelagerten Uhren gestohlen worden seien. Von dem Diebesgut der noch unbekannten Täter habe nur ein kleiner Teil dem Online-Händler gehört. Bei einem Großteil der Stücke habe es sich um den Besitz von Kunden gehandelt, die ihre Uhren über den Händler verkaufen wollten.

Trotz Versicherungsschutz muss Watchmaster nach dem Millionenraub nun Insolvenz anmelden, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. „Unter diesen nicht zu erwartenden Umständen ist es dem Unternehmen nicht mehr möglich, eine positive Fortführungsprognose abgeben zu können. Der Vorfall zwingt uns in die Insolvenz“, zitiert businessinsider.de aus einer Erklärung der Firma, die erst im Jahr 2015 an den Start ging. In den vergangenen Monaten meldeten immer mehr Unternehmen Insolvenz an – darunter auch erneut der Kaufhaus-Riese Galeria Karstadt Kaufhof.

Online-Händler nach Millionenraub in Berlin insolvent – Polizei fahndet mit Video nach Tätern

Seit dem Raub im November fahndet die Berliner Polizei mit Video und Fotos nach den beiden Männern, die den Millionenraub offenbar genauestens planten. Die Täter hätten bereits am Morgen der Tat in der Fasanenstraße in Charlottenburg Vorbereitungen getroffen, indem sie unter anderem die vorhandenen Videokameras mit Farbe besprühten, teilt die Polizei mit. Um die Spuren ihres Raubs zu verwischen, hätten die Männer außerdem zuvor noch einen Brand gelegt.

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden gesuchten Täter nicht alleine an dem Raub beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat für Hinweise, durch die sie überführt werden können, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgeschrieben. Privatpersonen haben laut Polizei sogar darüber hinaus eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt. (kab)

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