1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Von wegen frohe Weihnacht – so vermeidest Du Streit an den Feiertagen

Erstellt:

Von: Pauline Wyderka

Kommentare

Gerade an den Feiertagen kochen gerne viele Emotionen hoch – und nicht immer sind es schöne. Wie man zur besinnlichen Jahreszeit Streit in der Familie vermeiden kann:

Heiligabend, erster und zweiter Weihnachtsfeiertag und vielleicht sogar ein ganzer, wochenlanger Weihnachtsurlaub – das ist ganz schön viel Zeit, um sie mit der Familie zu verbringen. Alle Jahre wieder wird uns schmerzlich bewusst, wie viel Konfliktpotenzial so ein längerer Besuch der Verwandtschaft bergen kann. Wie man dennoch einen kühlen Kopf behält und ein paar stressfreie Feiertage haben kann:

Hohes Konfliktpotenzial an Weihnachten: Die Laune kippt schnell

Meist ergeben sich die Streite aus der Natur der Sache: Die Erwartungen sind hoch und der Stress der Vorbereitungen sitzt einem noch in den Knochen, entsprechend kurz ist oft die Zündschnur. Dann kommt ein Geschenk nicht so an, wie gedacht, ein Teller geht im Eifer der Bescherung zu Bruch oder der Onkel lässt eine hämische Bemerkung fallen, schon explodiert das Pulverfass. Der Alkohol, der oft mit im Spiel ist, hilft auch nicht gerade.

Plötzlich kann keiner mehr etwas richtig machen. Muster aus der Kindheit werden ausgegraben, Türen geknallt und Nachkommen aus dem Testament gestrichen. Tatsächlich ist die Besinnlichkeit an den Feiertagen für viele zart und zerbrechlich – wie der Teller vom guten Geschirr, der jetzt fehlt. Dabei wünschen sich die meisten wahrscheinlich nichts sehnlicher als ein paar ruhige, gemütliche Tage, die man mit seinen Liebsten teilen kann. Wer aber weiß, wie, kann zumindest den unnötigen Zoff vermeiden.

Zoff an den Feiertagen: Gar nicht erst in Versuchung geraten

Wie so oft ergeben sich die Konflikte meist aus ungeschickter Kommunikation. Während streiten im richtigen Rahmen gut und wichtig ist, muss vielleicht nicht alles ausgerechnet im Weihnachtsurlaub auf der einsamen Hütte mitten im Schwarzwald ausgetragen werden. Grundsatzdiskussionen und Beziehungsprobleme sollten über die Feiertage vielleicht am besten einfach ganz gemieden werden. Die können auch noch bis zum Januar warten.

Um gar nicht in Versuchung zu gelangen, lassen sich möglicherweise auch ein paar grundlegende Streitfaktoren an Weihnachten umgehen. So geben die meisten Deutschen laut einer YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2019 als Hauptgrund für Streit an Weihnachten die Organisation der Feiertage an. Den gröbsten Stress vermeidet man schon einmal, indem man sich weitgehend um Planung, Einkäufe und Erledigungen schon im Vorfeld kümmert – so weit möglich. Sonst helfen auch diese 5 einfachen Weihnachts-Menüs in unter 60 Minuten.

Zoff an den Feiertagen: Nicht zu viel aufhalsen

Wie eingangs erwähnt, führen auch häufig die unrealistisch hohen Erwartungen an Weihnachten als die schönste Zeit des Jahres zu Enttäuschung und schlechter Laune. Wer von vornherein mit einer gemäßigteren Haltung an die Feiertage herangeht, hat vielleicht mehr Nerven für kleine Missgeschicke und -verständnisse. Darüber hinaus gilt jedoch natürlich auch: Sind es die anderen, die die hohen Erwartungen an einen selbst haben, kann man vorher ruhig reinen Tisch machen.

Dazu kann gehören, Aufgaben abzugeben, sei es an andere Familienmitglieder oder gar nicht mehr selbst zu Hause kochen, sondern liefern lassen oder auch selbst nicht mehr Gastgeber sein. Wem die große Runde schnell zu viel wird, der kann die Familie besuchen und zum richtigen Zeitpunkt die Reißleine ziehen und nach Hause gehen, ganz ohne die Party zu sprengen. Mit wem man es besonders schlecht in einem Raum aushält, dem reicht es vielleicht auch, aus der Ferne über WhatsApp, Telegram und Co. ein paar nette Weihnachtsgrüße zu schicken.

Ein Mann und eine Frau stehen neben einem geschmückten Weihnachtsbaum und streiten.
Hauptgrund für Streit an Weihnachten ist die Organisation. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/Andreas Gebert

Zoff an den Feiertagen: Zeit und Raum zum Abkühlen geben

Wenn es dann doch einmal kracht, muss das nicht gleich das Ende des schönen Abends sein. Ein Streit kann schon einmal ausbrechen, er sollte aber nicht aus dem Ruder laufen. Wissenswert ist hierfür, dass in der direkten Auseinandersetzung die Stresshormone schnell hochkochen, wie Psychologin Berit Brockhausen gegenüber Spiegel verrät. Sich Raum zum Rückzug, Zeit abzukühlen oder einen kleinen Spaziergang zum Gedanken Sortieren zu geben, kann hier wahre Wunder bewirken.

Übrigens lohnt es sich auch, an die kleinen Vierbeiner an Weihnachten zu denken und darauf zu achten, wie man der Katze ein möglichst stressfreies Fest bescheren kann. (paw)

Auch interessant

Kommentare