1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Wetter in BW: Freitag startet mit Starkregen und Gewitter im Südwesten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robin Eichelsheimer

Wetter in Baden-Württemberg: Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter! Im Südwesten bleibt‘s auch in den kommenden Tagen gewittrig – doch das Schlimmste steht noch bevor:

Stuttgart - Nach durchwachsenem Start mit teils hochsommerlichen Temperaturen am Wochenende war der Rest des Julis in Baden-Württemberg* bislang vor allem eins: nass und ungemütlich! Und auch die Wetter-Prognose für die kommenden Tage dürfte vor allen Dingen Sonnenbetern so gar nicht schmecken, wie HEIDELBERG24* berichtet. Vor allem am Donnerstag (8. Juli) kracht‘s über dem Südwesten. Spätestens um die Abendstunden kommt es vielerorts zu Starkregen und auch Hagel ist möglich. Zum Wochenende hin klingt die heftige Unwetterlage dann zwar vorübergehend ab – doch schon Anfang nächster Woche wird es richtig turbulent.

Wetter in Baden-Württemberg: Heftige Unwetter mit Starkregen und Hagel

Nicht nur in Baden-Württemberg und Deutschland spielt das Wetter verrückt*, rund um den Globus kommt es derzeit vermehrt zu extremen Wetter-Lagen und Hitzerekorden: Eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von fast 50 Grad (!)* hat jüngst in Kanada Dutzenden Menschen das Leben gekostet, im norwegischen Banak wurde Mitte der Woche mit 34,4 Grad ein weiterer Hitzerekord gebrochen – noch nie war es irgendwo nördlich des Polarkreises so warm wie dort.

Zwar kommt es in Deutschland derzeit angesichts der anhaltenden Unwetter-Lage nicht zu solchen extremen Temperaturlagen, dennoch war der Juni der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und auch der Juli ist laut „wetter.net“-Experte Dominik Jung viel zu warm gestartet. Doch wie geht‘s in den kommenden Tagen weiter?

Um es kurz zu machen: Auch die nächsten Tage bleiben turbulent, der Unwetter-Sommer macht es sich in Baden-Württemberg gemütlich! Der Südwesten befindet sich im Bereich einer Luftmassengrenze mit sehr feuchter und mäßig warmer Meeresluft, die durch ein kleinräumiges Tief mit Kern über Tschechien aktiviert wird.

Das führt dazu, dass es vor allem am Donnerstag (8. Juli) zu heftigen Gewittern kommt. Während es am Vormittag meist noch nur bewölkt bleibt, kommt es im weiteren Tagesverlauf zu heftigen Gewittern mit Starkregen (bis zu 70 Liter pro Quadratmeter) und Hagel und Böen bis zu 80 Stundenkilometern, so die Prognose des Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Temperaturen liegen zwischen 17 Grad im Südschwarzwald knapp 25 Grad bei Mannheim. Besonders das Kraichtal wird von den Wassermassen erwischt, wie echo24* berichtet.

Wochentag/DatumWetter-Vorhersage
Donnerstag, 8. JuliHeftige Unwetter mit Starkregen, 17 bis 25 Grad
Freitag, 9. Julibewölkt/regnerisch, 19 bis 26 Grad
Samstag, 10. Julisonnig/bewölkt, 22 bis 28 Grad
Sonntag, 11. Juliwechselhaft/trocken, 22 bis 27 Grad

In der Nacht zum Freitag (9. Juli) bleibt der Himmel von dichten Wolken bedeckt, gebietsweise kommt es auch dann zu mehrstündigem, zum Teil gewittrigem Starkregen. Ab dem Mittag kommt es zu einem Wechsel aus Sonne und Quellwolken mit vereinzelten Schauern – im Norden bleibt es allerdings gewittrig. Die Maximalwerte liegen zwischen 19 und 26 Grad.

Der Samstag (10. Juli) startet zunächst meist locker bewölkt oder sonnig. Erst am Abend steigt im Westen wieder das Schauer- und Gewitterrisiko, in den östlichen Landesteilen bleibt es meist trocken. An Rhein und Neckar klettert das Thermometer auf bis zu 28 Grad. Am Sonntag bleibt es vorwiegend trocken, die Sonne kämpft sich immer wieder durch. Geringes Schauerrisiko nachmittags und abends höchstens über dem Bergland und in Alpennähe. Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 Grad im Bergland und bis zu 27 Grad am Oberrhein.

Wetter: Hochwasser-Gefahr in der kommenden Woche

Experten haben in den vergangenen Tagen immer wieder davor gewarnt, dass der Unwetter-Alarm in Baden-Württemberg noch lange nicht vorbei ist und zogen düstere Langzeit-Prognosen*. Vor allem in der kommenden Woche muss sich der Südwesten auf etwas gefasst machen.

Während Tiefausläufe vom Atlantik in den Westen Deutschlands drängen, nähert sich eine regelrechte Hitzewand aus dem Osten. Der „Zusammenstoß“ dieser unterschiedlichen Luftmassen hat ein Extrem-Wetter mit sintflutartigen Regenfällen zur Folge, so Meteorologe Dominik Jung. Vielerorts könnte es dann zu einer ausgeprägten Hochwasserlage kommen.

Heftige Unwetter in Baden-Württemberg: Lage bleibt turbulent

Auch in den kommenden Wochen und Monaten müssen sich die Menschen in Baden-Württemberg immer wieder auf extreme Wetterlagen einstellen. Nach den Worten von Innenminister Thomas Strobl drohen dem Südwesten künftig häufiger Unwetter mit großen Schäden. „Das hat etwas mit dem Klimawandel zu tun“, sagte Strobl Ende Juni in Stuttgart, nachdem es dort zu heftigen Unwetterschäden gekommen war.

Auch nach Ansicht des Meteorologen Uwe Schickedanz sind die Unwetter eine Folge des Klimawandels.* Sie passten in das Bild, das Klimaforscher zeichnen – mit sommerlicher Abwechslung zwischen Dürre und Starkregen-Ereignissen, so der Leiter des Deutschen Wetterdienstes gegenüber dem „Südkurier“. Gewitterlagen wie die Ende Juni seien in der Heftigkeit zwar immer noch ein relativ seltenes Ereignis, aber er habe den Eindruck, dass sie in dieser Heftigkeit häufiger geworden sind, so Schickedanz weiter. Und kommende Woche könnte diesen Eindruck weiter verstärken. (rob) *HEIDELBERG24 und echo24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant