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Wetter: Schneemassen und Frostpeitsche im Winter 2021? Prognose überrascht

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Erwartet uns ein frostiger Winter oder wird er eher nass und mild? Wetter-Experte Dominik Jung deutet die neusten Prognosen für die nächsten Monate:

So richtig wollte der Sommer 2021 nicht durchstarten. Seit Juli hat es kaum Tage über 30 Grad gegeben. Ein Blick auf die Wetterkarten zeigt, dass auch das aktuelle Hoch nur von kurzer Dauer sein könnte. Doch was sagen Wetter-Langzeitprognosen für die kommenden Monate voraus? Wie wird der Winter 2021/2022 ausfallen? Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetter.net hat sich die Auswertungen der Wetterbehörde „NOAA“ aus den USA mal genauer angeschaut. Bei den Werten handelt es sich zwar ausschließlich um erste Tendenzen, dennoch bieten sie eine erste Prognose für den Winter 2021, wie HEIDELBERG24* berichtet.

JahreszeitMonate
HerbstSeptember, Oktober, November
WinterDezember, Januar, Februar

„Diese Prognosen sind machbar, aber niemand sollte sein Leben danach ausrichten. Es sind keine klassischen Wettervorhersagen. Wir können heute nicht sagen: Am 24. Dezember fällt Schnee, es wird weiße Weihnachten geben. Wir können nur versuchen abzuschätzen, wie laufen die Monate ab. Wird ein Monat zu warm ausfallen, eher zu kalt oder zu nass oder zu trocken“, erklärt der Meteorologe.

Wetter in Deutschland: Frost-Prognose für den Winter? „Jetzt wird‘s spannend“

Doch wie fallen Herbst und Winter in Deutschland aus? Die Wetterbehörde „NOAA“ zeigt für die Monate September, Oktober und November eine weiße Deutschlandkarte. Das bedeutet, dass die Herbst-Monate komplett durchschnittlich verlaufen werden – „also normal temperiert“, so der Wetter-Experte. Es wird demnach nicht zu heiß, aber auch nicht zu kalt. Ebenso soll es nicht stärker regnen als sonst.

Und der Winter? „Jetzt wird‘s spannend: Wir schauen in den meteorologischen Winter hinein, auf den ersten Wintermonat Dezember. Da könnte es ein bisschen zu warm werden im Vergleich zum Klimamittel“, erklärt Jung. Man geht davon aus, dass der Dezember um 0,5 bis 1 Grad zu warm ausfallen wird. Auch der Januar fällt wärmer aus als im Vergleich zum langjährigen Klimadurchschnitt. Erst der Februar zeigt wieder eine weiße Deutschlandkarte – also normale Werte.

Das durchschnittliche Klima für Deutschland ergibt sich aus den Werten der letzten 30 Jahre (von 1991 bis 2020). Für die Herbst- und Wintermonate sind diese Temperaturen ein normaler Durschschnitt:

MonatTemperatur*
September15 bis 24 Grad
Oktober11 bis 20 Grad
November7 bis 14 Grad
Dezember3 bis 8 Grad
Januar-1 bis 4 Grad
Februar-1 bis 4 Grad

*Von Temperaturminimum bis Temperaturmaximum

Wetter in Deutschland: Experte warnt – „Normale Monate gar nicht mehr gewöhnt“

Doch was bedeutet das? Der Wetter-Experte weist darauf hin, dass weniger der Dezember als auch Januar für die Bürger in Deutschland komisch werden könnten, sondern alle anderen. „Normale Monate, die nicht zu warm oder nicht zu kalt waren, die gab‘s eigentlich schon lange nicht mehr so wirklich. Oft waren wir deutlich zu warm, über dem Klimamittel. Deswegen könnte durchaus dabei rauskommen, dass wir den Herbst und den Winter als zu kalt empfinden werden, weil wir eben diese normalen Monate gar nicht mehr gewöhnt sind“, erklärt Dominik Jung. Der Winter soll außerdem nicht zu nass werden. In den letzten Jahren sei dies immer wieder der Fall gewesen. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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