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Kinder-Zahnpasta im Test: Note 6! Finger weg von diesen Produkten

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Von: Daniel Hagen

Öko-Test hat Zahnpasta getestet und 35 Produkte verglichen – mit erschreckendem Ergebnis. Drei der Produkte fallen dabei komplett durch. 

Es erfordert viel Geduld, Kindern die Wichtigkeit des Zähneputzens beizubringen. Doch wenn der Nachwuchs daran denkt, zweimal am Tag zur Zahnbürste zu greifen, gibt es noch ein weiteres Problem – welche Zahnpasta sollte genutzt werden? Diese Frage hat sich auch Öko-Test* gestellt und 35 Zahncremes unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist zwar überwiegend positiv, drei der Produkte fallen aber komplett durch. Welche Gründe das hat und worauf man beim Zahnpasta-Kauf achten muss, verrät HEIDELBERG24.de*.

VerbrauchermagazinÖko-Test
ProduktKinderzahnpasta
Anzahl der Marken35

Öko-Test testet Kinder-Zahnpasta – mit diesem Ergebnis

Bunte Verpackungen, lustige Namen und im besten Fall noch ein eigenes Maskottchen – so sehen viele Zahnpastatuben für Kinder aus. Das gefällt dann vor allem den Kleinen, weil es sie von der langweiligen Tätigkeit ablenkt. Dabei ist es eigentlich gar nicht wichtig, wie das Produkt aussieht, sondern, was es in sich hat. Dabei ganz wichtig ist Fluorid in wohldosierten Mengen. Dieses Spurenelement stärkt nämlich den Zahnschmelz und beugt der Entstehung von Karies vor.

Die Experten von Öko-Test haben 35 Zahncremes für Kinder bis 6 Jahren getestet und zahlreiche Entdeckungen gemacht. Dabei sind 15 Produkte so gut ausgefallen, dass sie das Prädikat „sehr gut“ erhalten haben. Darunter befinden sich sogar einige billige Cremes, die es für 60 Cent pro 100 Milliliter zu kaufen gibt. Dazu zählen unter anderem „Bevola Dental Kids Zahngel“ von Kaufland*, „Dentalux Zahngel For Kids Bubblegum“ von LIDL sowie „Eurodent Baby Zahncreme mit Himbeergeschmack“ von ALDI.* Weitere 10 Zahnpasten sind „gut“ und drei fallen komplett durch! Der Rest schneidet mittelmäßig ab. Der Grund für schlechtes Abschneiden liegt vor allem an den Inhaltsstoffen. Öko-Test hat auch Baby-Milch getestet* – und rät Eltern von mehreren Produkten ab.

Öko-Test: Diese Kinder-Zahnpasta fällt komplett durch

So enthalten vier Produkte PEG-Verbindungen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können. Zwei Zahnpasten bekommen Notenabzug, weil sie Natriumlaurylsulfat enthalten, das die Schleimhäute reizen kann. Insgesamt drei Cremes enthalten ein synthetisches Polymer namens Carbomer, das über das Abwasser in die Umwelt gelangen kann. Wie es sich dort verhält, ist noch nicht wirklich erforscht. Obwohl zwei der getesteten Produkte Zucker in Form von Glucose und Maltodextrin, erhalten sie trotzdem noch eine „gute“ Bewertung. Dabei handelt es sich um „Logodent Happy Kids Erdbeer-Zahngel“ und „Tabaluga Zahngel für Kinder mit Erdbeergeschmack“.

Zahnpflege
Öko-Test testet Kinderzahnpasta. (Symbolfoto) © Arno Burgi/dpa

Die einzige Note „mangelhaft“ ergattert sich „Blend-A-Med Blendi Gel Erdbeergeschmack“ Gleich zweimal hagelt es zudem ein „ungenügend“ für „Oral-B Baby Zuckerfrei Fluorid Zahncreme“ sowie für „Oral-B Zuckerfrei Fluorid Zahncreme Frozen 2“. Beide enthalten Natriumlaurylsulfat, PEG-Verbindungen und Carbomer. Alleine diese Inhaltsstoffe haben beide Oral-B-Produkten zwei Noten gekostet.

Öko-Test bemängelt fehlende Hinweise bei Zahnpasta

Doch nicht nur Inhaltsstoffe sorgen bei dem Test für schlechtere Bewertungen. So bemängelt Öko-Test auch, dass bei den beiden Oral-B-Zahnpastas kein Hinweis auf der Packung zu finden ist, dass bei zusätzlicher Fluorid-Aufnahme ärztlicher Rat einzuholen sei. Bei sieben anderen fluoridhaltige Zahncremes wird zudem bemängelt, dass keine oder nur lückenhafte Angaben zur Dosierung gemacht werden. Bei acht weiteren sind diese Angaben zwar vollständig, aber veraltet. Eine zu hohe Einnahme des Spurenelements kann zu Fluorose führen – einer Krankheit, die Zähne angreift und sich durch weiße Flecken zeigt.

Das nötige Fluorid können Kinder entweder durch Zahncremes erhalten oder durch Tabletten. Falls ein Kind bereits mit einer fluoridhaltigen Zahncreme putzt, sollten keine Fluoridtabletten zusätzlich genommen werden. Umgekehrt braucht es aber zusätzliches Fluorid, wenn eine Zahncreme keines enthält. Alle Ergebnisse gibt es hier kostenpflichtig als E-Paper. (dh) HEIDELBERG24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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