Informationsquelle Internet

Bei beratungsintensive Branchen setzen Verbraucher auf Informationen aus dem Netz

Im Internet gibt es längst ein breites Angebot an validen Informationen und Dienstleistungen – auch und gerade zu beratungsintensiven Themen wie Kredite und Finanzen.

Es ist wahrlich einfach: Via Smartphone, mit dem Tablet oder am Computer wird die Information angefragt, die dann online veröffentlicht wird. Klasse, dass die Suchmaschine dann auch noch eine Liste aufstellt, die wie ein Klick-Ranking anmutet. Oder ist sie das etwa gar nicht? Wie echt sind die Informationen eigentlich, die online veröffentlicht werden? Dieser Ratgeber zeigt, was im Finanzbereich, bei Versicherungen und in der Medizin online möglich und offline validierbar ist.

Hintergründe verstehen: So funktioniert die Suchmaschine

Auch wenn es jetzt etwas technisch wird, macht es durchaus Sinn, sich einmal durch die Funktionalität einer Suchmaschine zu denken, um zu verstehen, was mit der Suchanfrage passiert, die online gestellt wird. Damit die Suchmaschine die an sie gerichtete Frage überhaupt beantworten kann, muss sie natürlich „wissen“ wo die passende Antwort steht. Deswegen sind weit vor der eingehenden Suchanfrage auch kleine Programme im Netz unterwegs, die häufig als Crawler, Bot oder Spider bezeichnet werden. Diese kleinen Programme verpassen den Informationsquellen im Netz, also den unterschiedlichen Seiten, einen Index und platzieren diesen in der Google-Datenbank. Anschließend entscheiden unzählig viele Details darüber, für wie „gut“ eine Seite befunden wird und daraus errechnet sich der Index – und das Ranking in der Liste der Suchmaschinenergebnisse.

Wer sich als Einzelhändler heutzutage regional und im Netz präsentiert, optimiert seine Absatzchancen.

Stichwort Finanzsektor: Verständliche Informationen kommen an

Immer stärker besetzt der Dienstleistungsbereich das Internet und informiert über Produkte, die sehr beratungsintensiv sind. An dieser Stelle profitieren die Betriebe von der Online-Präsenz, denn vor allem technisch betrachtet können sie hier alle Möglichkeiten auskosten, die es im Internet gibt.

Fabian Krüger von Bon-Kredit.de informiert beispielsweise online über die Möglichkeit, einen Kredit ohne Schufa oder besser gesagt einen Kredit trotz Schufa zu erhalten. Der Finanzexperte beantwortet Fragen dazu, was ein Kredit ohne Schufa ist, was Verbraucher über schufafreie Kredite wissen müssen, wie sie Kredite wie diese beantragen müssen und hält zusätzlich zahlreiche Tipps und Tricks rund ums Thema parat. Neben klassischen Ratgebertexten, die die wichtigsten Themen rund ums Thema beantworten, gibt’s auch ein kleines Video von und mit dem Finanzexperten, in dem kurz und bündig erklärt wird, was die Besonderheiten dieses Kreditprodukts sind, welche Vor- und Nachteile der Kredit ohne Schufa mit sich bringt und worauf Verbraucher achten sollten.

In seinem persönlichen Statement (das die Nähe suggerieren soll, die auch in der persönlichen Beratung üblich ist) heißt es: „Viele Kreditinteressenten haben gar nicht die Möglichkeit, zwischen einem Darlehen ohne Schufa und einem Sofortkredit mit Schufa zu wählen. Wenn sich bereits gezeigt hat, dass eine herkömmliche Finanzierung aktuell nicht möglich sein wird (…), dann ist der Kredit ohne Schufa Prüfung im Wesentlichen alternativlos – vorausgesetzt, man will nicht ganz auf eine Finanzierung verzichten.“

Stichwort Versicherungen: Internet und Regionalität schließen sich nicht aus

Mindestens ebenso beratungsintensiv wie die Finanz- und Kreditbranche sind Versicherungsthemen, denn: Es kommt hier (ebenso wie beim Kreditwesen) auf das Kleingedruckte an, was dringend im Details zu studieren ist, bevor eine Versicherung abgeschlossen werden sollte. Doch vertragen sich die Informationen aus dem Netz mit den regionalen Anbietern? Durchaus!

Online gibt es Informationen zu Versicherungsschutz, transparent dargestellte Vergleichswerte von unterschiedlichen Versicherungspaketen sowie die dazugehörigen Versicherungsbeiträge. Offline gibt es bei Bedarf die nötige Beratung, beispielsweise bei örtlichen Versicherungsagenturen der Allianz, von HUK-CBOURG, der Württembergischen, der Gothaer und anderen.

Surf-Tipp: Um herauszufinden, ob ein regionaler Anbieter vor Ort ist, einfach den Name der gewünschten Versicherung in Kombination mit dem Namen der Stadt (beispielsweise Neckargemünd, Nußloch oder Heidelberg) in die Suchmaschine getippt werden.

Stichwort Medizin: Auch in diesem Bereich ist die Online-Beratung erwünscht

Über 66 Millionen Suchergebnisse liefert die wohl bekannteste Suchmaschine auf den Auftrag, nach einem „Online-Arzt“ zu suchen. Was die Suchmaschine präsentiert, sind dann zahlreiche Arzt-Seiten, die bereits im Namen damit werben, dass sie online vielleicht den Gang zum Hausarzt ersetzen könnten. Justanswer.de, Teleclinic.com, Dodirekt.de und Fernarzt.com sind die Adressen, die Patienten mit Informationsbedarf im medizinischen Bereich anwählen können. So scheint es zumindest. Doch gerade die Online-Tipps aus den Bereichen Medizin und Pharmazie sind nicht unumstritten. Stattdessen bahnt das Bundeministerium für Gesundheit für Medizin und Pharmazie nun den offiziellen Weg ins Internet.

Der Online-Doc kann im Zweifelsfall nicht den Gang zum Hausarzt ersetzen - außer es besteht die Option, via Internet ein versiertes Beratungsgespräch zu führen. Im ersten Schritt jedoch soll das E-Rezept zunächst die Papierberge-Flut reduzieren.

Unter bundesministerium.de gibt es klare Worte zum Thema E-Rezept, die das Ministerium direkt an die Verbraucher richtet: „Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen (…) ein Medikament verschreibt, erhalten Sie ein E-Rezept, das Sie in einer Apotheke Ihrer Wahl einlösen können. Die Arzneimittel kommen dann direkt per Botendienst zu Ihnen nach Hause. Das spart Zeit und Wege. Und macht vor allem die Behandlung mit Arzneimitteln sicherer. Natürlich können Sie das E-Rezept auch bei „normalen“ Arztbesuchen erhalten. Und Sie können es auch in Ihrer Apotheke vor Ort einlösen.“ Der deutliche Hinweis auf die Apotheke vor Ort soll auch verhindern, dass weitere Geschäfte in Heidelberg schließen, wie beispielsweise die Hirsch-Apotheke, die nach 300 Jahren nun aufgrund von Ärztemangel in der Umgebung schließen musste.

Rubriklistenbild: © pixabay.com/Rac helScottYoga (CC0 Public Domain)

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