Geld sparen ganz einfach

Sparen 2020: Mit diesen 5 Tipps den Geldbeutel schonen

Finanzielle Engpässe lassen sich durch Sparsamkeit an den richtigen Stellen verhindern. Mit einfachen Mitteln können Verbraucher ohne große Einbußen ein deutliches Sparpotenzial nutzen.

Sparen ist heute relativ einfach, denn Verbraucher haben die Vergleichsmöglichkeiten, die es noch vor 20 Jahren nicht gab. Dennoch fällt vielen das Sparen durchaus schwer. Kein Wunder, die Verlockungen warten praktisch nur eine Armeslänge entfernt. Viele Menschen hatten sich jedoch genau dieses Thema in dicken Lettern auf ihre Vorsatzliste für 2020 geschrieben. Aber mit welchen Möglichkeiten lässt sich der Geldbeutel schonen? Dieser Artikel gibt fünf Tipps.

Wer einige grundlegende Dinge beachtet, kann das eigene Portemonnaie deutlich entlasten.

Tipp 1: Stromanbieter wechseln und sparen

Wir alle benötigen heute Strom, sogar mehr, als je zuvor. Doch ist es seit etlichen Jahren ein trauriger Fakt, dass die Strompreise steigen und die Belastungen der einzelnen Haushalte steigen. Es stimmt auch, dass Verbraucher einige Bestandteile des Strompreises als gegeben hinnehmen müssen: Sie müssen die EEG-Umlage zahlen, die Steuern und natürlich ihren Verbrauch. Doch schon bei der Infrastruktur eines Stromanbieters und dessen herausgegebenen Kosten lässt sich durch einen Vergleich deutlich Geld sparen:

  • Vergleich starten – der erste Schritt ist immer der Vergleich der Stromanbieter und deren Kosten. Haushalte müssen hier gezielt ihren Verbrauch angeben. Tipp: Auf den Vergleichsseiten sollte niemals die Personenzahl des Haushalts als Vergleichswert genutzt werden, sondern der durchschnittliche Stromverbrauch des eigenen Haushalts der letzten Jahre. Gerade stromsparende Haushalte verbrauchen oft um Längen weniger als die eigentlichen Vergleichshaushalte.
  • Preise vergleichen – nun werden die Preise verglichen. Hierbei sollte nicht unbedingt auf einen Bonus oder ein Neukundengeschenk geschaut werden, sondern darauf, wie lange der Vertrag läuft, wie die Kündigungszeiten sind und wie hoch der Kilowattpreis tatsächlich ist.
  • Bonus einbeziehen – nun kommt der Bonus ins Spiel. Oft wird er auf die Abschläge des ersten Jahres angerechnet. Bei Einjahresverträgen kann der Bonus direkt berücksichtigt werden, bei längeren Verträgen jedoch nicht: Durch die Anrechnung des Bonus im ersten Jahr wird gerne übersehen, wie hoch die Kosten im zweiten Jahr steigen.

Beim Wechsel des Stromanbieters kann übrigens nichts passieren, da Gebäude notfalls ohnehin über die Grundversorgung versorgt werden. Neuen Vertrag schließen, kündigen – den Rest übernimmt der neue Anbieter ganz von alleine.

Tipp 2: Sparen beim Smartphonekauf

Ein gutes Smartphone muss nicht teuer sein. Natürlich sind die Flaggschiffe von Samsung, Apple oder Huawei teuer, doch das sind nur die Geräte in den ersten Reihen. Die meisten Anbieter fahren preislich auf zwei Schienen. Grundsätzlich gilt:

  • Ältere Modelle – schon zu den jeweiligen Vorjahresmodellen bestehen meist deutliche Preisunterschiede. Umso älter das Modell ist, desto günstiger ist es. Vorsicht: Zu alte Modelle werden softwaremäßig oft nicht mehr unterstützt.
  • B-Ware – auch Smartphones werden gerne zurückgegeben und können nicht mehr als Neuware verkauft werden. Wer gezielt nach diesen Geräten schaut, der kauft günstig ein und erhält oft ein Gerät, welches schlichtweg einmal ausgepackt wurde.
  • Günstige Modelle – gerade einige chinesische Hersteller punkten laut Preis24 mit Smartphones für um die 100,00 Euro. Für den reinen Alltagsgebrauch sind diese Geräte absolut in Ordnung.
  • Gebrauchte Ware – auf verschiedenen Gebrauchtwarenseiten lassen sich geprüfte und teils überholte Smartphones im gebrauchten Zustand günstig erwerben.

Tipp 3: Familienabos

Mehrpersonenhaushalte nutzen oft dieselben Angebote, doch wird für jedes Familienmitglied extra gezahlt. Es lohnt sich, diese Abos auf Familienabos umzustellen. So lassen sich Music Unlimited und Co. optimal so einstellen, dass die Mitglieder des Haushalts das Streaming-Angebot nutzen können, ohne dass monatlich für jedes Mitglied die volle Gebühr fällig wird. Ähnliche Möglichkeiten gibt es auch im Offline-Leben:

  • Sportvereine – Vater und Söhne spielen Fußball oder Handball? Oft ist es günstiger, eine Familienmitgliedschaft zu nutzen, gerade dann, wenn ein Kind später dazukam.
  • Fitnessstudio – auch hier gibt es oft Partner- oder Familientarife, die allgemein günstiger sind, als einzelne Verträge.
  • Handy und Telefon – laufen mehrere Verträge bei einem Anbieter, so gibt es oft einen Kombi-Rabatt oder ein anderes Rabattmodell. Tückisch ist, dass der Rabatt nicht automatisch freigeben wird, sondern beantragt werden muss. Je nach Anbieter kann das Modell so aussehen, dass von Vertrag A monatlich je weiterem Vertrag 5,00 Euro abgezogen werden.

Tipp 4: Haushaltsbuch führen

Zugegeben, das ist ein unsympathischer Tipp, denn wird er durchgeführt, so zeigt er erbarmungslos all die kleinen unnützen Dinge auf, die monatlich gekauft werden. Trotzdem ist das Haushaltsbuch der Spartipp überhaupt:

  • Genaue Kontrolle – nicht allein die fixen Kosten werden notiert, sondern alle Lebensmitteleinkäufe, Einkäufe oder auch das Tanken und der Kaffee zwischendurch.
  • Einsicht – man sieht Schwarz auf Weiß, wohin das Geld monatlich verschwindet. Besonders praktisch ist es, da sich auch Gewohnheiten ablesen lassen: In Woche 3 des Monats ist es immer besonders stressig? Die Einkäufe beim Bäcker oder in der Schokoladenabteilung steigen an.

Das Haushaltsbuch kann heute bequem über Apps geführt werden, wobei viele weiterhin auf das "echte Buch" schwören, da das händische Eintragen der einzelnen Posten gleich tief ins Bewusstsein aufgenommen wird.

Tipp 5: Rabatte und Schnäppchen

Wer wirklich gezielt nach Rabatten und Schnäppchen sucht, der spart auch 2020 darüber etliche Beträge ein. Wichtig ist allerdings:

  • Notwendigkeiten – es darf nicht nach dem Schnäppchen gegriffen werden, weil es angeboten wird. Die Produkte müssen notwendig sein, anderenfalls wird unnötig Geld ausgegeben.
  • Erreichbarkeit – kostet das Toilettenpapier im Großpack 20 Cent weniger, wenn zwei Stadtteile weitergefahren wird, ist dies keine Ersparnis. Die Schnäppchen müssen sich im direkten Umkreis befinden oder direkt auf dem Weg liegen.

Übrigens macht es absolut nichts, wenn ein Rabatt- oder Schnäppchenangebot verpasst wird. Gerade die Discounter wechseln sich in relativ übersichtlichen Abständen mit derselben Ware ab. Die Tagesdecke mag bei Discounter A anders gemustert sein, doch preislich bieten sie Discounter B und C kurz darauf ebenfalls an.

Schnäppchen und Rabatte können dabei helfen, die eigenen Kosten deutlich zu senken.

Fazit – Sparen ist das neue Hobby

In die meisten Hobbys müssen Verbraucher Geld investieren: Die Modelleisenbahn kostet, der Sport kostet und will ein Familienmitglied reiten, braucht niemand über die Kosten zu reden. Doch auch Sparen kann ein wunderbares Hobby sein, welches es auch noch erlaubt, andere Hobbys zu finanzieren. Natürlich ist es zeitaufwendig und kann, im Fall des Haushaltsbuchs, wirklich deprimierend sein. Doch sind am Ende des Monats noch 200,00 Euro auf dem Konto, die vorher nie übrig waren, gibt es keine bessere Belohnung.

Rubriklistenbild: © Markus Spiske / Unsplash.com

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