Neue Zahlungsanbieter

Neue Zahlungsanbieter: Wie steht es um die Konkurrenz für PayPal und Co.?

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Online-Zahlungen können heute sehr komfortabel über verschiedene Anbieter absolviert werden - doch was ist dabei zu beachten?

Lange Zeit war PayPal allein das Maß der Dinge bei Online-Bezahldiensten – mittlerweile gibt es abgerundetes Bild mit verschiedenen Marktteilnehmern. Doch was ist bei der Auswahl zu beachten?

In den vergangenen Jahren drängten immer mehr Zahlungsanbieter auf den Markt. PayPal steht somit schon länger nicht mehr allein auf weiter Flur, denn Anbieter wie Trustly, ApplePay oder Google Pay gehören nun ebenso zum Bild wie andere und etablierte Zahlungsanbieter. Doch wo liegen die Besonderheiten der einzelnen Anbieter und worauf müssen Verbraucher achten, wenn sie ihre Einkäufe oder auch Dienstleistungen online bezahlen möchten.

Trustly und Co: Ersatz bei Online-Casinos? 

Im vergangenen Jahr zog sich der Zahlungsdienstleister PayPal aus Online-Casinos zurück. Die Beweggründe hierfür sind nicht abschließend geklärt, doch vorab beendete PayPal den Käuferschutz für Casinos. Grundlage war, dass wohl etliche Gambler ihren Einsatz nach verlorenen Spielen bei PayPal zurückforderten. Was blieb, war eine Lücke, denn der Zahlungsanbieter war sehr beliebt, wie sich auf nachgefragt.net/paypal/ nachlesen lässt. Nicht jeder Spieler wollte oder will sein Bankkonto direkt mit einem Casino verbinden. So ergaben sich mehrere Lösungen: 

- Trustly - der schwedische Anbieter ist seit 2018 auf dem deutschen Markt aktiv. Trustly steht in engster Konkurrenz zu Klarna und arbeitet mit Onlineshops und Casinos zusammen. Jede Überweisung über Trustly wird sogleich bestätigt, was Spielern die Möglichkeit bietet, direkt zu spielen. Zudem ist der Service überaus sicher und hält die gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes ein. Der größte Vorteil ist, dass Zahlungen via Trustly bei den meisten Online-Casinos kostenfrei sind. Für Trustly ist, ähnlich wie bei Klarna (Sofortüberweisung) kein eigenes Konto bei dem Anbieter notwendig. Verbraucher melden sich einfach auf der Trustly-Seite bei ihrer Bank an und geben die Überweisung frei. Der Nachteil ist, dass mit Trustly keine Gelder eingenommen werden können. Für Gewinne muss somit eine neue Lösung gefunden werden. 

- Skrill - dieser Zahlungsanbieter stammt aus Großbritannien und bietet gleichfalls die Möglichkeit, Gelder zu überweisen. Bei Skrill ist jedoch die Einrichtung eines Kontos notwendig, wie auch die Verknüpfung mit dem Bankkonto. Dafür arbeitet auch Skrill eng mit Online-Casinos zusammen. 

- ecoPayz - dieser Anbieter ist die geheime Nummer 1 im Casinobereich. Die Zahlungsmethode ist absolut anonym und zugleich sicher. Da viele Casinos mit dem Anbieter zusammenarbeiten, können Verbraucher praktisch überall mit ecoPayz zahlen. Auch hier dauert die Einzahlung nur Sekunden und Kunden melden sich einfach über das Casino bei EcoPayz an. Der größte Vorteil ist die Fähigkeit, auch Auszahlungen über den Anbieter vornehmen zu lassen. Während für Einzahlung kein eigener Account, sondern nur die Bankdaten notwendig sind, erfordern Auszahlungen freilich einen Account. Dieser wird mit einer virtuellen Karte verknüpft und die erspielten Gelder können auf diese virtuelle Karte gebucht werden. Der Nachteil: Häufig priorisieren Casinos andere Zahlungsdienstleister für die Auszahlung, weshalb es unter Umständen zwei Tage dauern kann, bis der Gewinn auf der virtuellen Karte erscheint. Das sind natürlich nur drei Anbieter, zu denen sich viele weitere gesellen. 

Welche Anbieter sind bereits etabliert? 

Welche Zahlungsanbieter etabliert sind und welche nicht, ist oft schwer zu beantworten. Es kommt immer ganz darauf an, wo sich Verbraucher im Internet bewegen. Wer gerne einkauft, setzt im Normalfall vor allem auf PayPal. Darüber hinaus gibt es jedoch auch noch viele andere Optionen: 

- Google Pay – der Zahlungsdienst, beziehungsweise das Wallet von Google ist allein vom Namen her ein fester Begriff. Mittlerweile kann der Dienst nicht nur unterwegs in angeschlossenen Geschäften genutzt werden, sondern auch online. 

- Apple Pay – hier gilt dasselbe, wie bei Google. Der Name ist ein Begriff, das Angebot ist längst on- und offline nutzbar. 

- Neteller - der Anbieter hat Dienste eigens auf die Bedürfnisse von Gamblern zugeschnitten. Es sind Einzahlungen und Auszahlungen möglich, wobei Auszahlungen sogar noch eine weitere Hürde nehmen: Auf den Kontoauszügen wird nämlich nicht der Name des Casinos genannt, sodass der Transfer anonym bleibt. Dies macht Neteller gerade für Pokerspieler interessant. Da zwar Glücksspielgewinne steuerfrei sind, aber viele Menschen nicht wollen, dass die Bank einsehen kann, woher das Geld stammt, ist der Service natürlich hervorragend. Dafür erhebt Neteller recht hohe Gebühren von bis zu 2,5 Prozent einer Einzahlung und bis zu 10 Dollar je Auszahlung. 

Welche Kriterien gelten für Zahlungsanbieter? 

Wer einen Zahlungsanbieter für verschiedene Zwecke nutzen möchte, sollte hierbei darauf achten, dass dieser eine möglichst weite Verbreitung aufweist. Es nützt schließlich nichts, wenn ein Zahlungsanbieter tolle Leistungen bietet, aber nur von wenigen Shops akzeptiert wird. Darüber hinaus sind auch die folgenden Aspekte interessant: 

- Aufwand – müssen Accounts eingerichtet werden? Kostet der Account schon etwas? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Account überhaupt verwendet wird? Arbeiten Zahlungsdienstleister nur mit einem Bruchteil der Anbieter in Deutschland zusammen, lohnt sich die Registrierung kaum. 

- Angebot – was bietet der Dienstleister? Lässt sich der Account mit dem eigenen Girokonto oder der Kreditkarte verbinden? Existiert ein Käuferschutz? 

- Gebühren – welche Gebühren erhebt der Zahlungsanbieter für Transaktionen? Wird eine zusätzliche Gebühr für die virtuelle Kreditkarte fällig? 

Online-Zahlungen können heute sehr komfortabel über verschiedene Anbieter absolviert werden - doch was ist dabei zu beachten?

Natürlich müssen Zahlungsanbieter den Datenschutz und die Privatsphäre des Users wahren. Die Seiten müssen verschlüsselt sein, ist gar ein Bankkonto mit dem Anbieter verknüpft, ist die Sicherheit besonders wichtig.

Fazit – PayPal bekommt Konkurrenz 

PayPal profitiert noch heute davon, einer der ersten gewesen zu sein. Doch mittlerweile hat sich die Welt des Onlinezahlens geändert und es stoßen immer neue und mehr Zahlungsanbieter auf den Markt. Rund um Online-Casinos haben sich längst Favoriten gebildet, die das Ein- und Auszahlen bestens und sicher regeln. Andere spezialisieren sich auf die Einzahlung, manchmal sogar so einfach, wie eine Sofortüberweisung. Verbraucher sollten dennoch immer genau hinschauen, was ein Anbieter bietet und welchen Nutzen er persönlich davon hat. Nur so lässt sich am Ende eine gute Balance aus Kosten und Leistungen finden.

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