Black Friday 2020

Rabatte und Boni zum Black Friday: Darauf sollten Nutzer achten

Sale-Schild an Einkaufsfenster.
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Bald geht es wieder los: Es ist Black Friday - doch was sollten Verbraucher in Bezug auf die Rabatte beachten?

Bald locken die Black Friday-Angebote wieder viele Kunden – doch was sollten Verbraucher dabei beachten?

Zurzeit ruft die Werbung noch zum Prime Day auf, doch ist es nicht mehr lang und die Black-Friday-Wochen stehen wieder bevor. Für Verbraucher sind die Tage vor, während und nach Thanksgiving ideal, um Schnäppchen zu schlagen oder auch günstige Weihnachtsgeschenke zu erwerben. Aber ist rund um Black Friday wirklich alles ein Schnäppchen, nur weil der Rabattsticker mehr oder weniger prominent aufgepappt wird? Auf was sollten Shoppingfreunde achten? 

In der Rabattschlacht einen kühlen Kopf bewahren

Rabatte haben eine unglaubliche psychologische Wirkung. Dies kann wohl jeder von sich selbst bestätigen, denn wie oft lag plötzlich etwas aus der Auslage in der Kassennähe im Supermarkt im Einkaufswagen, obwohl der Einkauf nicht geplant war? Bunte Schildchen, markante Preisaufmachungen oder deutlich angegebene Rabattprozente lassen den Jäger und Sammler im Menschen sofort wieder zurück an die Oberfläche treten. Leider endet genau durch dieses Verhalten oft der günstige Einkauf. 

Gerade rund um die echten Rabattschlachten mit Black Friday, Cyber Monday, Cyber-Black-End-Of-November-Week und den Adventsschlagern gilt: Durchatmen und den Kopf nicht verlieren: 

  • Liste vorab erstellen – schon jetzt sollte eine Liste mit den Produkten erstellt werden, die benötigt werden. Gut ist, die Liste in Kategorien aufzuteilen: Weihnachtsgeschenke, Must-have und Nice-to-have. Diese Liste hilft ungemein, nicht den Kopf zu verlieren, sondern gezielt das zu kaufen, was benötigt wird. 
  • Preise vergleichen – auch in der größten Rabattschlacht sind Preisvergleiche ungemein wichtig. Händler geben verschiedene Rabatte und so manches Mal lässt sich so noch extra sparen. 
  • Preisentwicklung – zugleich hilft ein Blick in die Preisentwicklung. Oft wird deutlich, dass ein Produkt in der Vergangenheit rund um den Black Friday zwar reduziert wurde, aber Anfang des Jahres erst richtig günstig wird. 
  • Nebenkosten – nicht immer ist der Preis ausschlaggebend. Gerade bei größeren Onlinekäufen spielen die Transportkosten eine tragende Rolle. So mancher Händler liefert Speditionsware auch günstig, legt aber beim Preis etwas mehr drauf. Dafür ist ein anderer Händler preislich unschlagbar günstig, die Speditionskosten schlagen aber doppelt zu Buche. 

Verbraucherschützer warnen bei auffälligen Rabatten grundsätzlich, einmal genau hinzuschauen. Schon häufiger haben Händler nicht den Verkaufspreis herabgesetzt, sondern sich einen fiktiven Altpreis ausgedacht, der in der Höhe der Rabattprozente teurer war. Kunden kauften somit zum ganz normalen Preis ein und freuten sich darüber, ein ›Schnäppchen‹ gemacht zu haben. 

Gerade bei Boni gilt: Nice to have

Von den Rabattschlachten profitieren nicht nur Händler, auch werden die besonderen Angebote von anderen Anbietern und Dienstleistern aufgegriffen. Kein Wunder, immerhin liegt der Black Friday passend zum ›Stichtag der Autoversicherungen‹ und passt zeitlich in das alljährliche Wechselprozedere des Stromanbieters. Auch Online-Casinos greifen das Thema gerne auf und werben neue Kunden mit Boni. 

Rund um die Boni ist es aber immer sinnvoll, nicht allein Nägel mit Köpfen zu machen, sondern sich die Haltbarkeit des Nagels ebenfalls anzuschauen: 

  • Preisnachlass – Stromanbieter werben mit dem Boni und rechnen ihn fortan auf den monatlichen Abschlag an. Das ist absolut korrekt und kein Fehler. Problematisch ist das Vorgehen nur bei Zweijahresverträgen. Schaut sich der Kunde nun nicht gezielt die Kosten des Folgejahres an, sondern prüft nur den Bonus, kann es schnell teuer werden. Ähnliche Beispiele gelten für den Telekommunikations- und Internetbereich. 
  • Bonuszahlung – wann wird der Bonus ausgezahlt? Die Anrechnung auf die monatlichen Abschläge ist absolut in Ordnung. Manche Anbieter gehen jedoch hin und notieren im Kleingedruckten, dass der Bonus ab der automatischen Verlängerung des Vertrags ausgezahlt wird. Somit bindet sich der Kunde eventuell doch länger an einen Anbieter, sofern er das Bonusversprechen einfordern möchte.
  • Bedingungen – bei vielen Online-Angeboten ist es häufig so, dass eine bestimmte Voraussetzung erfüllt sein muss, um den Bonus zu erhalten. Beim Neukundenbonus, die dieser beispielsweise bei Onlinecasinos oder Sportwetten mit Bonus häufig genutzt wird, wird das aus Unerfahrenheit oft missverstanden. Neue Spieler glauben, die Registrierung wäre schon die Anforderung. Das ist jedoch nicht so. Grundsätzlich gilt, dass die Bedingungen zum Erhalt des Bonus klar, deutlich, verständlich und direkt auffindbar abgebildet sein sollten. Wer als Spieler erst suchen muss, wird den Bonus vermutlich umsetzen und somit erspielen müssen – mit seinem eigenen Geld. Wichtig: Viele Boni müssen umgesetzt werden. Jedoch braucht sich kein Spieler davon unter Druck gesetzt zu fühlen, denn jeder Bonus kann auch ausgeschlagen oder schlichtweg ignoriert werden. 

Also auch bei Bonusangeboten sollte immer genauer hingesehen werden. 

Tipps für einen erfolgreichen Black Friday

Mit der Einkaufsliste bewaffnet kann es schon losgehen. Onlineshopper sollten Magazine wie Chip oder Computerbild im Auge behalten, denn sie verraten oft im Vorfeld, welche Angebote zu welcher Zeit erscheinen. Auch die örtlichen Geschäfte gehen mittlerweile auf diese Zeitlinien ein. So haben Elektromärkte in der Vergangenheit morgens in der Stunde nach der Öffnung Spielkonsolen günstig verkauft. 

Das wichtigste Credo ist dennoch, sich niemals unter Druck setzen zu lassen oder sich selbst unter Druck zu setzen. Letztendlich kommt der Black Friday zum idealen Zeitpunkt, denn die meisten Händler wollen spätestens Mitte Januar ein leeres Lager haben, um sich die Inventur zu vereinfachen. Wer die gewünschten Produkte also nicht am Black Friday günstig erhält, der könnte sie mühelos im Dezember oder zum Winterschlussverkauf Anfang Januar erhalten. 

Am Black Friday und in der Woche zuvor und danach können Verbraucher deftige Beträge sparen. Wer allerdings nur auf den Preis schaut, der zahlt eventuell drauf. Qualität, Lieferung und, vor allem, Bedarf sind weiterhin die wichtigsten Kriterien. Wer etwas kauft, was er nicht eingeplant hat oder benötigt, der zahlt immer obendrauf. 

Verbraucher sollten immer die Basispreise checken, bevor sie bei vermeintlich hohen Rabatten blind zugreifen.

Fazit – Vorbereitung ist die halbe Ersparnis

Es gibt Shoppingfreunde, die eine perfekte Einkaufsliste haben. Sie enthält die Produkte, aber auch die Normalpreise und typischen Angebotspreise. Auf einen Blick haben sie alles verfügbar und können im Nu entscheiden, ob ein Angebot auch ein solches ist. So gezielt muss die Vorbereitung natürlich nicht ablaufen, dennoch ist die Einkaufsliste wichtig. 

Bei Angeboten, die direkt etwas mit einem Vertrag zu tun haben, sollten die Bedingungen und Boni geprüft werden. Gibt es Tücken oder Haken? Bindet sich ein Kunde für den höheren Bonus mehrjährig an einen Anbieter und zahlt dafür im zweiten Jahr drauf? 

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