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Weltweiter Absatz von Tablets geht zurück - trotzdem haben die Geräte durchaus Potenzial

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Abbildung 1: Tablets haben durchaus ihre Vorzüge und stellen eine wichtige Ergänzung dar.

Tablets haben in letzter Zeit einen Teil der Begeisterung eingebüßt. Trotzdem weisen sie auch in Zukunft immer noch ein großes Potenzial auf. Doch wofür werden Tablets eigentlich genutzt?

Als Tablets auf den Markt kamen, galten sie mitunter als der perfekte Ersatz für den Laptop. Keine Frage, die Geräte sind unglaublich praktisch und vor allem handlich, dennoch stehen sie in großer Konkurrenz. Sie sind keine Smartphones, aber auch keine "Arbeitsgeräte". Das wirkt sich mitunter in sinkenden Absatzzahlen aus. Dennoch ist das Potenzial der Geräte enorm, wie dieser Artikel zeigt.

Weltweiter Absatz gesunken 

Die Hochzeit der Tablets lag im Jahr 2014. Über 230 Millionen Tablets wurden in dem Jahr weltweit vertrieben, was nochmals eine deutliche Steigerung zu dem Vorjahr ausmachte. Ein Grund für den Höhenflug in diesem Jahr war auch, dass diverse Hersteller Tablets auf den Markt brachten und mitunter die Preise für Einzelgeräte fielen. Trotzdem zeigen die Zahlen, dass der Zenit überschritten wurde: 

  • Jahr 2015 - der Rückgang auf 207,2 Millionen verkaufte Geräte ist zwar noch nicht so groß, doch markiert er den Abstieg. 
  • Jahr 2016 - erstmals wurde die 200-Millionen-Marke unterschritten. Nur noch 174,9 Millionen Tablets wurden neu verkauft. 

Dieser Rückgang setzt sich im Schnitt mit 10 - 20 Millionen weniger Abverkäufen im Jahr fort. Die Prognosen bis ins Jahr 2023 vermuten, dass dann nur noch 119 Millionen neue Tablets weltweit verkauft werden. 

Bei den Zahlen ließe sich nun vermuten, dass das Potenzial der Geräte schlichtweg nicht so groß ist. Dies stimmt nicht, denn ab 2014 kamen vermehrt 2-1-Lösungen auf den Markt. Laptops mit ablösbarem Display, welches als Tablet genutzt werden kann, Smartphones mit wesentlich größeren Bildschirmdiagonalen als zuvor. Das Tablet erhielt also eine neue Konkurrenz, die sich garantiert auf den Absatz auswirkte. Gerade diejenigen, die einen Kleinstlaptop für unterwegs suchten, setzen nun auf Pocketbooks und 2-1-Lösungen, anstatt sich ein Tablet zusätzlich zu einem Laptop mit Diagonalen von 10 Zoll anzuschaffen. 

Wo liegen die Vorzüge von Tablets? 

Sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich sind Tablets für ihre besonderen Vorzüge bekannt. Das ausschlagkräftigste Argument ist natürlich die Größe, die wiederum ein leichtes Gewicht garantiert. Doch auch die Nutzung der Tablets ist vielseitig: 

  • Grafiklösungen – professionelle Grafiker setzen zwar eher auf Grafiktablets, doch auch die gewöhnlichen Tablets bieten allerhand grafische und künstlerische Lösungen. Voraussetzung ist die Nutzung eines Stiftes. Es ist leichter, direkt auf dem flachen Tablet zu zeichnen, als auf einer speziellen Unterlage, bei der die Fortschritte auf einem Bildschirm beobachtet werden müssen. 
  • Anwendungen – mittlerweile gibt es in den App-Stores ausreichend Anwendungen, die eine professionelle Nutzung des Tablets erlauben. Durch die Größe ist die Bildschirmtastatur wesentlich angenehmer, zumal können immer noch externe Tastaturen verknüpft werden. 
  • Private Nutzung – Tablets sind ideal für Pendler, die auf dem Arbeitsweg lesen oder auch Serien schauen möchten. Hier ist das größere Display der wichtigste Vorteil. Doch auch zum Spielen eignen sich Tablets hervorragend, da das Display die Sicht längst nicht so einengt. 

Auch Experten sehen weiterhin Potenzial in den Tablets. Allerdings werden sie wohl nicht, wie vor Jahren prophezeit, die Ära der Notebooks beenden, sondern die passenden Zweitgeräte für den jeweiligen Zweck darstellen. Um auf der Geschäftsreise Verträge zu lesen oder sich zu informieren, sind sie perfekt. Wer unterwegs am Gerät arbeiten möchte, der mag eventuell lieber einen Laptop nutzen – wobei auch dies einzig die Entscheidung des eigenen Komforts ist. 

Was ist beim Tabletkauf zu beachten? 

Da Tablets gerne als Zwischenlösung von Smartphones und Laptops bezeichnet werden, begehen manche Verbraucher schon beim Kauf einen drastischen Fehler: Sie achten beim Tablet nicht auf den Internetzugang. Hier gibt es nämlich zwei Versionen: 

  • WLAN – einige Geräte bieten einzig den Zugang in ein WLAN-Netz. Sie können also zu Hause ins WLAN eingefügt werden, auch im Café lässt sich das kostenlose WLAN nutzen. Es gibt jedoch keinen Steckplatz für eine SIM-Karte. 
  • Mobile Nutzung – auch diese Geräte sind WLAN-fähig, haben aber einen zusätzlichen Steckplatz für eine SIM-Karte. Über diese kann das mobile Internet nun mit einem Internettarif genutzt werden. Unter https://www.tarife.de/tablet-mit-vertrag/ ist zu erkennen, dass sich mit einem speziellen Vertrag auch die Geräte relativ günstig erwerben lassen. 

Bei der Tarifwahl ist stets auf das Datenvolumen zu achten. LTE-fähige Tablets bieten auch die Telefonie. Ist dies nicht der Fall, benötigen Nutzer natürlich keinen Tarif, der Internet, Telefonie und SMS vereint. Der reine Smartphonetarif ist somit nicht notwendig. Ansonsten ist wichtig: 

  • Wofür nutze ich das Gerät? – diese Frage muss zuerst gestellt werden. Sie entscheidet über die Akkulaufzeit, aber auch über den internen Speicher. 
  • Steckplätze – gerade günstige Geräte besitzen oft nur einen kleinen internen Speicherplatz. Dieser reicht aus, um Apps zu installieren und zu surfen, doch ist die Offline-Nutzung von HD-Streaminginhalten nicht möglich. Daher sollte das Tablet unbedingt einen Steckplatz für eine externe Speicherkarte haben. Vorsicht: Manchmal ist der Steckplatz gleichbedeutend mit dem der SIM-Karte. 
  • Betriebssystem – wie bei Smartphone gibt es für Tablets eigene Betriebssysteme. Die bekanntesten sind natürlich iOS von Apple und Android. Der Vorteil an diesen beiden Versionen ist, dass die meisten Anwendungen auf das Betriebssystem zugeschnitten sind. Vorsicht: Einige Tablethersteller nutzen zwar im Grundsatz Android, verändern es jedoch so, dass der Playstore nicht funktioniert. Auch hierauf ist zu achten. 

Wer das Tablet professionell nutzen möchte, vielleicht, um Zeichnungen zu erstellen, der ist gut beraten, einige Geräte vor Ort auszutesten. Die Displaystifte liegen nicht jedem, für manchen Grafiker sind Zeichenmatten wesentlich angenehmer, als das direkte Zeichnen auf dem Bildschirm.

Auch im grafischen Bereich haben Tablets durchaus Vorteile.

Fazit - Tablets sind eine Ergänzung 

Mittlerweile haben sich Tablets durchaus ihren eigenen Platz erkämpft. Sie dienen als Ergänzung zu Smartphones und gleichfalls als zeitweiser Ersatz eines Laptops. Letzteren vollständig ersetzen können Tablets wohl nur in wenigen Haushalten oder Unternehmen, wobei ein Tablet bei der Baustellenabnahme natürlich wieder den großen Vorteil hat, die Checklisten bequem und gleich virtuell abzuhaken. Wer sich zum ersten Mal mit dem Kauf eines Tablets befasst, der sollte sich genau mit den Leistungen des Geräts auseinandersetzen. Gerade der fehlende Steckplatz für SIM-Karten und somit dem mobilen Internet, wie auch fehlende Steckplätze für Speicherkarten in einigen Geräten könnten sonst die Freude bei der Nutzung deutlich einschränken.

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