DIGITALISIERUNG

Vom Wettbewerb profitieren Gründer und mittelständische Unternehmen

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Abbildung 1: In der Digitalisierung wirken ganz unterschiedliche Mechanismen zusammen. Im Gründerwettbewerb, der aktuell in die heiße Phase geht, geht es darum, innovative Ideen zu fördern, die dem Mittelstand im Bestreben nach Digitalisierung entgegenkommen.

Vor wenigen Tagen war der Einsendeschluss für die diesjährige Wettbewerbsrunde des Gründerwettbewerbs „Digitale Innovationen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Nun müssen die Bewerber zittern, denn nur wer im Mai Feedback bekommt, kommt eine Runde weiter. Die Gewinne sind durchaus verlockend für mehrere Parteien: Die Preisträger bekommen ein Preisgeld und ein Coaching. Diejenigen, die die Erfindungen einmal nutzen können, bekommen Trends und innovative Ideen aus der Welt der Digitalisierung serviert, die sie dann für ihr eigenes Unternehmens um- und einsetzen können. Doch wie steht es eigentlich aktuell um die Digitalisierung des Mittelstands?

Abbildung 1: In der Digitalisierung wirken ganz unterschiedliche Mechanismen zusammen. Im Gründerwettbewerb, der aktuell in die heiße Phase geht, geht es darum, innovative Ideen zu fördern, die dem Mittelstand im Bestreben nach Digitalisierung entgegenkommen.

Digitalisierung weiter vorantreiben. So lautet das erklärte Ziel

Eigentlich macht sich gerade der Mittelstand bereits auf den richtigen Weg, heißt es seitens des Bundesministeriums, denn die digitale Vernetzung schreitet voran, Smart Services werden integriert und auch Big Data wird immer stärker zum Thema im Mittelstand. Um weiter auf der Straße der Digitalisierung zu schreiten, agieren etwa 15 Prozent der mittelständischen Unternehmen branchenübergreifend; 20 Prozent beschreiten den Weg gemeinsam mit Partnern aus derselben Branche.

Im Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018 werden diese Ergebnisse deutlich: Der Digitalisierungsindex liegt im Schnitt bei 54 Punkten. Die Dienstleistungsbranche liegt bei der Einzelbetrachtung mit 55 Punkten vor der Industrie mit 45 Punkten. Auch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass vor allem der Dienstleistungssektor digitale Innovationen nutzen wird, um am Markt erfolgreich bestehen zu können.

Und auch einzelne Punkte werden herausgegriffen:

  • 43 Prozent der Unternehmen nutzen aktiv eine Cloud-Lösung. 
  • 69 Prozent führten die verbesserte Kundenkommunikation auf die Digitalisierung zurück. 
  • 43 Prozent halten die Breitbandverfügbarkeit für den größten Hemmschuh. 
  • 30 Prozent der Unternehmen möchten binnen zehn Jahren auf künstliche Intelligenz setzen.

Spitzenreiter sorgen kaum für Verwunderung

Die Informations- und Kommunikationstechnologie hat die Nase vorn und wird diesen Vorsprung auch künftig behalten. Aktuell liegen sie mit einem Index von 74 auf Rang 1. Bis 2023 könnte der Index hier auf 77 steigen. Wissensintensive Dienstleister liegen aktuell bei 63 und weisen in den nächsten Jahren Potential für 67 aus. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen könnten vom Index 61 auf 69 ansteigen und damit die Dienstleister überholen. Auf den letzten Rängen liegen das Gesundheitswesen, das von 37 auf 42 steigen könnte, und der Fahrzeugbau, der von 40 auf 42 steigen könnte.

Digitalisierung in der Praxis. Was wird umgesetzt und was nutzt sie eigentlich?

Abbildung 2: Die Digitalisierung beginnt im Betrieb mit der Nutzung stationärer oder mobiler Endgeräte und erstreckt sich über digitale Dienste und Infrastrukturen.

Damit die 54 Punkte, mit denen der Digitalisierungsgrad des Mittelstands aktuell bewertet wird, nicht im luftleeren Raum stehen, weißt der Monitoring-Report auch aus, worauf die Unternehmen bauen:

  • 81,6 Prozent setzen bei ihrer Arbeit auf stationäre Endgeräte. 
  • 50,7 Prozent nutzen mobile Endgeräte. 
  • 26,3 Prozent nutzen digitale Dienste. 
  • 72,6 Prozent haben digitale Infrastrukturen in ihr unternehmerisches Tun integriert.

Vor allem der letzte Punkt der digitalen Infrastrukturen wird noch einmal spezieller erläutert: 66,9 Prozent der befragten Unternehmen schätzen den Anteil digitaler Prozesse als hoch oder äußerst hoch ein. Viele nutzen in diesem Zusammenhang All-in-one-Systeme, um möglichst effizient arbeiten zu können. Von 27,7 Prozent wird die strategische Einbindung ebenso stark bewertet. 19,8 Prozent sprechen zudem von sehr hohen Investitionen in die Digitalisierung, die zehn Prozent des Gesamtumsatzes übersteigen. 

Warum sie die Digitalisierung weiter verfolgen, hängt vermutlich vom Einfluss und dem daraus resultierenden Erfolg ab: 31,4 Prozent machen die Digitalisierung zum Erfolgsfaktor fürs Unternehmen. 36,7 Prozent setzen auf digitalisierte Angebote und 25,1 Prozent sprechen bereits von einem sehr hohen Umsatz mit digitalen Angeboten, die 60 Prozent des Gesamtumsatzes übersteigen.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Form der innovativen Technologien aktuell besonders gefragt ist:


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