Mehrere Verletzte

Unfall mit Reisebus auf der A5: Flixbus-Passagiere erleben den blanken Horror

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Sieben Verletzte nach Flixbus-Unfall auf der A5

Die Passagiere eines Flixbus erleben am frühen Mittwochmorgen den blanken Horror auf der Autobahn! Der Reisebus kracht in einen Lkw – mehrere Menschen werden verletzt. 

Update vom 6. Juni 2019: Am Mittwoch (5. Juni) kam es auf der A5 und der A1 zu schweren Flixbus-Unfällen mit insgesamt 16 teilweise Schwerverletzten. Erst im Mai war eine Passagierin nach einem Crash auf der A9 in Leipzig ums Leben gekommen, 70 weitere Personen wurden verletzt. Kurz nach den Unfällen am Mittwoch betonte das Münchner Unternehmen, dass die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrern höchste Priorität habe. Doch wie sicher ist das Reisen mit Fernbussen wirklich? Wie das Unternehmen betont, gehe die Ausstattung der Busse „weit über die geforderten Standards hinaus“ – darunter solche Features wie ein Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat und Fahrdynamikregelung.

Darüber hinaus werden die Busse jeden Monat inspiziert, auch die Einhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten werde intern und extern überprüft. Auch der ADAC kann beruhigen: Fernbusse seien ein sehr sicheres Verkehrsmittel. Trotz einiger schwerer Unfälle zählen Fernbusse nach wie vor zu den sichersten Verkehrsmitteln. „Das Risiko, mit einem Reisebus zu verunglücken, ist deutlich geringer als wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs sind“, erklärte ein Sprecher des ADAC.

Laut Statistischem Bundesamt sind Busse nur in etwa 0,7 Prozent aller Verkehrsunfälle außerhalb von Ortschaften involviert. Die deutliche Mehrheit geht auf das Konto der Autofahrer. Busse schneiden im Unfallrisiko-Vergleich auch deswegen besser ab, weil pro zurückgelegter Strecke und Personenzahl weniger Menschen zu Schaden kommen. Von 2011 bis 2015 starben bei Unfällen mit dem Auto etwa 15 mal mehr Menschen als bei Unfällen mit dem Bus. Um für zusätzliche Sicherheit zu sorgen, mahnte der ADAC-Sprecher Fahrgäste, sich auch im Bus an die Anschnallpflicht zu halten.

Update vom 5. Juni, 16.48 Uhr: Die Zahl der Verletzten steigt weiter an. Wie der SWR berichtet, wurden insgesamt 16 der 39 Flixbus-Insassen verletzt, drei davon schwer und weitere drei mittelschwer. Nach Informationen von HEIDELBERG24* wollte der Bus nach Amsterdam fahren. Kurz vor dem verheerenden Unfall auf der A5 machte er einen Halt in Stuttgart. 

Neben dem Unfall bei Weingarten ereignete sich in der Nacht auf Mittwoch ein weiterer Vorfall mit einem Flixbus. Auf der A1 bei Bremen fängt das Fahrzeug Feuer, verletzt wird hierbei glücklicherweise niemand. Das Münchner Unternehmen nimmt daraufhin Stellung: „Die Sicherheit unserer Fahrgäste und natürlich auch der Fahrer selbst hat bei uns höchste Priorität”, so ein Sprecher. Er betonte, dass die etwa 7.000 Busfahrer Aushängeschild der Firma seien - es sei deshalb „essenziell”, dass sie den Standards entsprächen. Hierfür erhielten sie eine „umfangreiche Ausbildung” zu Beginn ihrer Tätigkeit. Der Flixbus-Sprecher sagte, die Sicherheitsausstattung der Busse gehe „weit über die geforderten Standards hinaus”. Fernbusse zählten zudem nach wie vor zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt.

Update, 14:02 Uhr: Wie der SWR berichtet, wurde die Zahl der Verletzten bei dem Flixbus-Unfall auf der A5 mittlerweile auf 15 korrigiert. Ein schwer verletzter Passagier musste von der Feuerwehr aus dem Flixbus befreit werden. Wegen der umfangreichen Bergungsarbeiten der verunfallten Fahrzeuge kam es noch bis in den Nachmittag hinein zu Verkehrsbehinderungen auf der A5.

Unfall mit Reisebus auf der A5: Flixbus-Passagiere erleben den blanken Horror

Meldung vom 5. Juni 2019: Um kurz vor 2 Uhr am Mittwochmorgen wollte ein Sattelzug auf der A5 in Richtung Norden auf einen Autobahn-Parkplatz einfahren. Weil der Parkplatz jedoch durch parkende Fahrzeuge blockiert war, musste der Sattelzugfahrer wieder nach links auf den rechten Fahrstreifen lenken. Gleichzeitig kam von hinten ein Reisebus der Firma Flixbus gefahren. Der Bus wolte nach links ausweichen und krachte seitlich auf den Sattelzug. 

Flixbus-Unfall auf A5: Mehrere Verletzte und Vollsperrung

Wie HEIDELBERG24* berichtet, wurden bei dem Unfall auf der A5 sieben Passagiere des Flixbus verletzt – drei davon schwer. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die weiteren Bus-Insaßen wurden zu einer Halle der Feuerwehr Weingarten gebracht und dort versorgt.

Die A5 gleicht am Mittwochmorgen einem Trümmerfeld. 

Bei dem Unfall auf der A5 entstand ein Sachschaden von rund 250.000 Euro. Neben 18 Rettungswagen, zwei Notarztwagen und 13 Feuerwehrfahrzeugen waren auch fünf Besatzungen der Polizei an der Unfallstelle. Die A5 ist in Fahrtrichtung Norden noch voll gesperrt. Pendler müssen sich am Mittwochmorgen auf Stau einstellen.

Erst kürzlich war es zu einem dramatischen Unfall mit einem Flixbus auf der A9 gekommen. Der Reisebus hatte sich auf der Autobahn überschlagen – eine Frau kam dabei ums Leben, 70 Menschen wurden verletzt.

Zu dramatischen Szenen mit Verletzten kam es bei einem anderen Unfall mit einem Flixbus auf der Autobahn A1 nahe Bramsche bei Osnabrück in Fahrtrichtung Bremen, wie nordbuzz.de berichtet.

kab

*HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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