Zeugenaufruf

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“: Behinderte Tochter jahrelang missbraucht?

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Die Polizei Kassel sucht nach diesem Mann.

„Aktenzeichen XY“ berichtete über einen Fall in Kassel. Hat der Mann auf dem Foto seine behinderte Tochter jahrelang missbraucht? Erste Hinweise sind eingegangen.

Update 18. Mai 2019: Dieser Fall erschütterte ganz Deutschland. Ein Unbekannter prahlte im Internet damit, seine behinderte Tochter jahrelang missbraucht zu haben. Bot das Kind sogar zum weiteren Missbrauch an. Die Polizei Kassel hatte ein Bild veröffentlicht, das einen Mann und ein Kind zeigt. Womöglich handelt es sich dabei um Opfer und Täter - sicher ist das allerdings nicht, wie die Beamten auch in ihrer neuesten Pressemitteilung betonen.

Darin heißt es, dass nach der Veröffentlichung des Fotos in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ rund 20 Hinweise bei der Polizei Kassel eingegangen seien. Diese seien „konkreter“. Die Beamten gehen diesen Hinweisen nun intensiv nach. Die Ordnungshüter betonen abermals: „Weiterhin noch völlig unklar ist, ob der auf dem Foto zu sehende Mann und das Kind tatsächlich im Zusammenhang mit den Missbrauchsschilderungen im Internet stehen, die ein Unbekannter dort vor drei Jahren in Chats gegenüber anderen machte.“ Dies werde nun geprüft. 

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: Hat dieser Mann seine behinderte Tochter missbraucht?

Ursprüngliche Meldung: Kassel - Die Anschuldigungen sind heftig: Einem Mann wird vorgeworfen, seine eigene Tochter sexuell missbraucht zu haben. Besonders erschreckend: Das Mädchen soll geistig behindert sein. extratipp.com* berichtet über den Vorfall aus Kassel, der heute Abend um 20.15 bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ (ZDF) Thema der Sendung ist.

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: Verdacht des schweren Missbrauchs

Die Kriminalpolizei Kassel ermittelt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Ein Unbekannter hatte im Internet damit geprahlt, sich regelmäßig an seiner geistig behinderten Tochter zu vergehen. Das Kind bot er anschließend einem Fremden zum gemeinsamen Missbrauch an. Im Zuge dieses Chats verschickte der Unbekannte ein Foto, das ihn gemeinsam mit seiner Tochter zeigen soll. Mithilfe dieses Bildes will die Kripo aus Kassel, wo ein Irrer einen Obdachlosen verprügelt hat, den mutmaßlichen Kinderschänder fassen. Die Beamten wenden sich nicht nur im Netz an die Öffentlichkeit, sondern zeigen das Foto auch bei der heutigen Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im ZDF.

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: Tochter soll geistig behindert sein

Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2016. Damals hatte ein Unbekannter ein Gesuch bei einem Kleinanzeigen-Portal im Internet geschaltet. Einem Mitarbeiter fiel das Inserat mit zweideutigem Inhalt auf. Der Nutzer aus Kassel gab sich dort mal als Gerd, mal als Jonas aus. Er behauptete, er missbrauche seine Tochter seit ihrem sechsten Lebensjahr. Das Kind sei geistig behindert, leide seit seiner Geburt am sogenannten Fetalen Alkoholsyndrom (darunter verstehen Ärzte Schäden, die ein Kind noch vor der Geburt durch Alkoholkonsum der Mutter erleidet). Die Mutter - mal Saskia, mal Anja genannt - sei verstorben. Ermittlungen ergaben, dass der Gesuchte auch auf Dating-Plattformen aktiv war, dort mit den Nicknames „RubensLiebhabER“ und „RubensFan55“.

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: Fall heute um 20.15 Uhr zu sehen

Das ist das Bild, mit dem die Polizei Kassen an die Öffentlichkeit geht. Es läuft auch bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ (ZDF).

Die Kripo Kassel bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Dafür haben die Beamten ein Foto veröffentlicht, das heute auch bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ zu sehen ist. Es zeigt einen Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Er hat lange dunkle Locken. Auf seinem Schoß ein rothaariges Mädchen - womöglich das Missbrauchsopfer. Es ist der Polizei zufolge heute etwa 15 Jahre alt.

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: „Keine voreiligen Schlüsse“

Das Polizeipräsidium Nordhessen betont in seiner Pressemitteilung, dass aktuell nicht gesichert ist, dass es sich bei dem Mann auf dem Foto um den Verfasser der Chatnachrichten und somit um einen Sexualstraftäter handelt. Wörtlich heißt es: „Wir bitte darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern im Falle einer Identifizierung sofort die Polizei zu informieren.“ Hinweise bitte unter der Kasseler Telefonnummer (0561) 9100.

„Aktenzeichen XY“ in Kassel: Mann verschleiert Identität ganz gezielt

Recherchen der Kripo ergaben, dass die Accounts auf die Namen Gerd Mahler beziehungsweise Meistermann liefen. Gemeldet war der Gesuchte in Kassel-Wilhelmshöhe. Jedoch stellten sich alle Angaben als falsch heraus. Die Polizei teilt mit, dass die Person hinter dem Account seine Identität offenbar ganz gezielt verschleiert. Traurig: Allen Erkenntnissen zufolge liegt ein jahrelanger Missbrauch des rothaarigen Mädchens jedoch nahe. Weitere Einzelheiten zu dem Fall heute um 20.15 bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im ZDF.

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