Bericht: Länderfinanzausgleich erreicht Rekordvolumen

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Rekordvolumen beim Länderfinanzausgleich: Erstmals überwiesen die Geberländer mehr als neun Milliarden Euro an die Nehmerländer. Foto: Ralf Hirschberger/Symbol

Berlin (dpa) - Der umstrittene Länderfinanzausgleich hat im Jahr 2014 ein Rekordvolumen erreicht. Erstmals überwiesen die Geberländer mehr als neun Milliarden Euro an die Nehmerländer, wie das "Handelsblatt" unter Verweis auf die Endabrechnung des Finanzausgleichs berichtete.

Demnach wurden 600 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr umverteilt, insgesamt 9,05 Milliarden Euro. Mit Abstand größter Zahler bleibe Bayern, das den gesamten Zuwachs fast allein schultern müsse. Der Beitrag Baden-Württembergs, des zweitgrößten Zahlers, ist dem Bericht zufolge sogar leicht gesunken, und Hessen habe lediglich 50 Millionen Euro mehr als 2013 eingezahlt. Anders als 2013 zähle Hamburg wieder zum Kreis der Geberländer. Die übrigen zwölf Länder blieben laut "Handelsblatt" Nehmer. Größter Profiteur war erneut Berlin.

Der seit Jahren umstrittene Finanzausgleich regelt die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Er muss bis 2019 neu geregelt werden, weil dann der Solidarpakt ausläuft. Bayern und Hessen haben zudem vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Länderfinanzausgleich in seiner jetzigen Form geklagt.

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