In Bremen produziert

Mercedes-Benz: Rückruf von Luxus-SUV - Auto birgt große Gefahr

Das brandneue Mercedes-Benz-SUV hat massive Sicherheitsprobleme. Das Auto ist von einem Rückruf betroffen muss in die Werkstatt. Gebaut wurde der EQC in Bremen.

  • Rückruf bei Mercedes-Benz: Elektrisches SUV macht Probleme
  • Neben dem Airbag sind auch Bolzen von Differentialgetriebe betroffen
  • Massives Sicherheitsproblem: Vorderräder können blockieren

Bremen - Das elektrische SUV von Mercedes-Benz, der EQC, macht Probleme. Die sind sogar so gravierend, dass es einen Rückruf gibt. Die brandneue Baureihe wird erst seit Mitte dieses Jahres im Mercedes-Benz Werk Bremen produziert, also beim größten privaten Arbeitgeber in der Region Bremen mit ca. 12.500 Mitarbeitern. In Bremen werden insgesamt zwölf Modelle von Mercedes-Benz Cars produziert. Der EQC ist das erste echte E-Auto von Mercedes-Benz und schon allein dadurch ein echtes Prestige-Objekt für den Autokonzern.

Rückruf von Mercedes-Benz aus Bremen: SUV EQC von massiven Problemen betroffen

Was ist passiert? Der EQC wurde Anfang September 2018 in Stockholm vorgestellt. Er basiert auf dem Kompakt-SUV GLC. Das Auto wird sowohl im Mercedes-Benz Werk Bremen als auch in Peking gefertigt. Das Besondere am EQC: Das fünfsitzige SUV wird rein elektrisch angetrieben und bietet mehr als 450 Kilometer Reichweite. Das über 70.000 Euro teure Auto (ohne Sonderausstattung) beschleunigt in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ist Schluss. Den ausführlichen Fahrbericht zum Mercedes-Benz EQC gibt es hier. Jetzt folgt der Rückruf.

Mercedes-Benz: Rückruf von SUV - Auto muss über acht Stunden in Werkstatt

Warum der Rückruf? Der elektrische Mercedes-Benz-SUV EQC, der am Produktionsstandort Bremen produziert wird, muss wegen zwei Problemen in die Werkstatt: Zum einen können sich die Sicherungsmuttern der Airbag-Befestigung lösen. Dieses Problem haben übrigens auch das Kompakt-SUV GLC, der Kompaktklasse-Pkw A-Klasse, der Kompakt-Van B-Klasse sowie das viertürige Coupé CLA (jeweils mit Produktionsdatum Mai 2018 bis September 2019). Der Werkstattaufenthalt hierfür dauert ca. 30 Minuten und betrifft weltweit etwa 15.600 Fahrzeuge.

Weitaus gravierender sind aber die Bolzen des Differentialgetriebes der Vorderachse, wie das Fachblatt „kfz-betrieb“ meldet. Hier gibt es Probleme mit der Haltbarkeit der Bolzen, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass die Kraftübertragung zur Vorderachse unterbrochen wird oder die Vorderräder blockieren. Dieses Problem hat das elektrische Auto alleine und muss dafür acht Stunden in die Werkstatt, wo der gesamte (!) elektrische Antriebsstrang der Vorderachse getauscht wird.

Rückruf Mercedes-Benz EQC: Auto wird in Bremen produziert

Von den knapp 1.700 betroffenen Exemplaren des EQC sind noch nicht alle ausgeliefert. Trotzdem ist der Rückruf des Autos natürlich keine Glanzleistung für den Mercedes-Benz-Produktionsstandort Bremen und seine ca. 12.500 Mitarbeiter, vor allem weil sicherheitsrelevante Bauteile betroffen sind.

Der Mercedes-Benz EQC wird in Bremen gebaut und ist von einem Rückruf betroffen.

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Rubriklistenbild: © Martina Holmberg/Boris Roessler/dpa

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