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„Risiko ist gering“: Lauterbach kündigt Maskenpflicht-Ende im Flugzeug an

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Von: Martina Lippl

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) winkt mit seiner Maske (Archivfoto).
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) winkt mit seiner Maske (Archivfoto). © Christian Spicker/imago

Die Maskenpflicht im Flugzeug fällt, das bestätigt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in einem Statement vor der Presse in Berlin.

Berlin – Die neuen Corona-Regeln für den Herbst werden gerade festgezurrt. Da sorgt eine Lockerung für Wirbel: Die FFP2-Maskenpflicht in Flugzeugen fällt. „Auf internationalen Flügen müssen keine Masken mehr getragen werden“, bestätigt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Berlin.

Corona-Regeln im Herbst: Ende der FFP2-Maskenpflicht im Flugzeug besiegelt

Die Maskenpflicht wäre dort nicht umsetzbar, erklärt Lauterbach die Entscheidung. „Das Risiko, sich im Flugzeug zu infizieren, ist gering.“ Der Minister verweist auf die Luftzirkulation und Filter in den Flugzeugen. Zudem würden wenige Leute fliegen, im Vergleich zu den Menschen, die Bus- und Bahnfahren würden.

Deswegen bleibt die Maskenpflicht in Bus und Bahn auch im neuen Infektionsschutzgesetz weiter bestehen. „Das Tragen von Masken in Bussen und Bahnen ist hilfreich und notwendig“, sagt Lauterbach.

FFP2-Maskenpflicht im Flugzeug im Notfall per Verordnung

Sollte das Infektionsgeschehen im Herbst wieder steigen, könnte aber eine Maskenpflicht in Flugzeugen per Verordnung wieder eingeführt werden. Nach bestehender Gesetzeslage gilt die Maskenpflicht im Flugzeug noch bis 23. September. 

Lauterbach: „Mit dieser Vorbereitung haben wir die Pandemie im Herbst im Griff“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach preist das Paket für den Corona-Winter schon fast an. „Wir sind gut vorbereitet“, betont der SPD-Politiker in seinem kurzen Statement vor der Presse in Berlin. Auf vier Säulen würde es basieren: Impfstoffe, darunter auch an Omikron angepasste Impfstoffe, Medikamente für älter Menschen (wie beispielsweise Paxlovid) und gute Daten – Stichwort „Pandemieradar“. Vierter Punkt sei das Infektionsschutzgesetz, das eine Maskenpflicht, gegebenenfalls auch in Innenräumen, vorsieht. Das Infektionsschutzgesetz regle Lauterbach zufolge:

Corona-Regeln im Herbst: Lauterbach pocht auf FFP2-Masken in Arztpraxen

In Arztpraxen müsse immer eine FFP2-Maske getragen werden – und zwar bundesweit. Insbesondere von Patienten in den Wartezimmern, unterstreicht der Bundesgesundheitsminister. „Dieser Punkt ist mir sehr wichtig, den wollte ich einheitlich im Bund geregelt haben“, so Lauterbach.

Bei Kindern genügt ein Selbsttest bei einem Corona-Verdacht. Kein Arztbesuch ist mehr vorgesehen, kündigte Lauterbach an. Die Vorlage eines negativen Corona-Tests werde für Schule und Kita ausreichen. Eine ärztliche Bestätigung, wie anfangs vorgesehen, ist damit vom Tisch. Ob sich im Detail dann doch noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.

Der Bundestag soll die Corona-Bestimmungen im Infektionsschutzgesetz für den Herbst am Donnerstag (8. September) beschließen. Danach muss auch noch der Bundesrat zustimmen. (ml)

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