Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona-Paukenschlag in Österreich: Kurz‘ Minister nennt Zeitpunkt für Covid-19-Impfung - und macht EU Dampf

Die täglichen Covid-19-Neuinfektionen in Österreich steigen weiter. Die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz reagiert mit schärferen Corona-Regeln - und macht trotzdem Hoffnung. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie: Österreich verzeichnet den größten Anstieg an Corona*-Fallzahlen seit Anfang April.
  • Besonders betroffen von Corona-Neuinfektionen ist die Haupdtstadt Wien.
  • Die Wiener Regierung kündigt einen Zeitpunkt für einen Impfstoff gegen den Erreger SARS-CoV-2 an (siehe Update vom 01. September, 16.45 Uhr).
  • Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte der Bevölkerung noch Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität gemacht - jetzt greift der ÖVP-Politiker beim Thema Covid-19 wieder härter durch.

+++ Wir beenden diesen Ticker. Alle weiteren Infos und Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Österreich lesen Sie in diesem News-Ticker. +++

Update vom 17. September 2020: Die Corona-Zahlen in Österreich steigen aktuell enorm. Kanzler Kurz verschärfte nun die Corona-Maßnahmen in Österreich.

Update vom 01. September, 16.45 Uhr: Positive Nachrichten in der Corona-Krise aus Österreich.

Konkret: Bei einem guten Verlauf hält Österreich erste Impfungen mit einem Corona-Impfstoff im Januar für möglich. Das erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober an diesem Dienstag in Wien. Demnach könnten seiner Meinung nach Covid-19-Impfdosen vom Hersteller AstraZeneca bei rechtzeitiger behördlicher Zulassung um den Jahreswechsel an die EU-Staaten geliefert werden.

Anschober forderte deshalb, dass die Marktzulassungen rechtzeitig erfolgen. Auch Corona-Impfstoffe anderer Hersteller könnten bis Jahresanfang so verfügbar sein, meinte der Grünen-Politiker weiter. Die EU-Kommission hatte vergangene Woche den Abschluss eines Vertrags über das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca bekanntgegeben.

Coronavirus in Österreich: Aufruf wegen Covid-19-Infizierten im Zug nach Salzburg

Update vom 01. September, 16 Uhr: Corona-Zugfahrt mit Folgen. Und zwar durch ganz Österreich. Davon berichtet jetzt oe24.at.

Ein Covid-19-Infizierter ist am 23. August von Wien nach Salzburg gefahren - also einmal quer durchs ganze Land. Deshalb hat die Gesundheitsbehörde der Stadt Salzburg an diesem Dienstag einen Aufruf an Personen gestartet, die am an jenem 23. August mit der Westbahn, Abfahrt 13.10 Uhr in der Bundeshauptstadt, gereist sind.

Sie sollen bei Coronavirus-Symptomen die österreichische Gesundheits-Hotline 1450 anrufen. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Corona-Krise immer wieder zu Nachforschungen nach möglichen Infektionsketten zwingt.

Corona-Pandemie in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz mit optimistischer Prognose

Update vom 01. September, 8.20 Uhr: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hält an seiner optimistischen Prognose für 2021 - „dann sei ein normales Leben wieder möglich“ fest. Seine Aussage wiederholte Kurz im Gespräch in der ORF-Reihe „Sommerinterview“. „Ich habe von Beginn an immer eines gesagt: Es ist erst vorbei, wenn es ein wirksames Medikament oder eine Impfung gibt“, so Kurz im ORF-Gespräch.

Doch der Herbst und der Winter würden Österreich vor eine große Herausforderung stellen. Am Mittwoch will die Regierung verschärfte Maßnahmen verkünden (siehe auch Update vom 31. August, 9.12 Uhr). Vor ab äußerte Kurz sich jedoch nicht dazu. „Wir müssen die sozialen Kontakte reduzieren“, betont Kanzler Kurz jedoch im „Sommerinterview“. Er rät zum Abstandhalten und Maskentragen.

Die Corona-Pandemie sei politisch das Schlimmste, was Sebastian Kurz bisher erlebt habe. „Corona sprengt natürlich alle Dimensionen“, sagt Kurz.  

Österreich setzt auf neue Corona-Teststrategie

Update vom 31. August, 19 Uhr: Testen, testen, testen: Für viele Experten in der Corona-Pandemie ist es das Mittel schlechthin, um Covid-19 einzudämmen. Doch die PCR-Tests sind arbeitsintensiv und aufwendig, zuletzt stießen Test-Kapazitäten in Deutschland und Österreich an ihre Grenzen.

Die Wiener Biotech-Firma Lexogen will jetzt Abhilfe schaffen. Konkret: Mit einem neuen Massenscreening-Verfahren sollen laut oe24.at schon bald bis zu 36.000 Tests pro Labor und Tag möglich sein. Das Unternehmen will sein Verfahren demnach bis Oktober einsatzbereit haben.

„Mit der Möglichkeit, bis zu 36.000 Tests pro Labor und Tag durchzuführen, werden völlig andere Test-Strategien möglich, etwa um Schulen offen zu halten“, erklärte der wissenschaftliche Leiter von Lexogen, Torsten Reda, am Montag bei einem Treffen mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

Coronavirus in Österreich: Nur drei positive Covid-19-Tests unter Kroatien-Rückkehrern in Kärnten

Update vom 31. August, 18.30 Uhr: Aus Österreich gab es mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus zuletzt vermehrt Kritik an Kroatien. Der Verdacht: Vor allem Reise-Rückkehrer vom Balkan würden Covid-19 mit in die Alpenrepublik bringen.

Aber: Zahlen aus Kärnten widersprechen jetzt dieser These. Wie der Landespressedienst laut Kleine Zeitung mitteilte, nahmen zuletzt 1032 Kroatien-Rückkehrer die kostenlosen Corona-Tests des Bundeslandes in Anspruch.

Malerische Küstenstadt: Split in Kroatien.

Und: Demnach gab es darunter nur drei positive Covid-19-Tests. Österreich hatte jüngst eine Reisewarnung für Kroatien ausgesprochen, wo Medienberichten zufolge vergleichsweise wenig auf das heimtückische Coronavirus getestet wird.

Corona-Pandemie in Österreich: Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 in Schulen

Update vom 31. August, 18 Uhr: Wie in Deutschland, ist auch in der Österreich der Re-Start an den Schulen inmitten der Corona-Pandemie ein großes Thema. Wie werden die Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 ausfallen? Wann bleiben Schüler (und Lehrer) besser daheim?

Da die Alpenrepublik ein Föderaler Staat ist, fällt das Thema Bildung in die Kompetenz der Bundesländer. Und so arbeiten alle zuständigen Ministerien zwischen Vorarlberg und Burgenland an ihren Konzepten, die den Schülern und Lehrern eine möglichst reibungslose Rückkehr in den Unterricht ermöglichen soll.

Um Infektionsgefahren vorzubeugen, plant zum Beispiel die Steiermark (rund um Graz) laut Kleine Zeitung folgende Schutzmaßnahmen an seinen Schulen:

  • Auch im Falle kleinerer Infektionen sollen Schüler nicht in die Schule kommen, sondern daheim bleiben.
  • Eltern sollen ihre Kinder in keinem Fall in die Schulen begleiten.
  • An den Schulen sollen individuell sogenannte Corona-Ampeln als Warnsystem eingeführt werden.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Wien bleibt der Corona-Hotspot

Update vom 31. August, 13.34 Uhr: In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 272 Neuinfektionen registriert worden. Davon sind allein 167 Corona-Fälle in Wien verzeichnet. Wie ORF.at berichtet werden derzeit 154 Menschen mit einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt, davon 30 auf der Intensivstation. Das österreichische Gesundheitsministerium meldet aktuell 3.479 aktive Corona-Fälle.

Erste Geschäfte in Österreich führen die Maskenpflicht wieder ein. „Zum Schutz der Kunden“ tragen alle Mitarbeiter einer großen Elektromarktkette einen Mund-Nasen-Schutz. Auch Kunden werden laut oe24.at in den über 50 Filialen von MediaMarkt und Saturn gebeten, wieder Maske tragen.

So werde den Kunden eine kostenlose Einmal-Maske zur Verfügung gestellt, ist auf der Webseite der jeweiligen Unternehmen zu lesen. Die Regeln treten offiziell am 1. September in Kraft.

Bundeskanzler von Österreich: Sebastian Kurz.

Österreich vor neuen Verschärfungen - Kurz-Pläne durchgesickert

Update vom 31. August, 9.12 Uhr: In Österreich steigen die Corona-Infektionen. Schon vergangene Woche kündigte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz neue Maßnahmen an, die am Mittwoch (1. September) verkündet werden sollten. Vorab sind jetzt Details der Verschärfungen durchgesickert. Wie oe24.at berichtet, würde über einzelnen Maßnahmen zwar noch im Einsatzstab diskutiert, doch die Richtung scheint klar:

  • Keine Lockerung wird es wohl bei Fußballspielen und Zuschauern geben.
  • Überhaupt wird es wohl keine Massenveranstaltungen in Österreich, wie auch schon in Deutschland geben. Derzeit sind auf Veranstaltungen von 500 bis zu 1.000 Personen erlaubt. Diese Obergrenze soll am Mittwoch wohl deutlich niedriger ausfallen. Bei Events könnte die Zahl auf 250 sinken, allerdings nur unter strengen Hygienevorschriften, wie Maskenpflicht und Corona-Tests.
  • Vorbild für den Kulturbereich könnte das Konzept der Salzburger Festspiele sein. Hier gab es regelmäßige Tests, bei den Konzerten keine Pausen sowie eine Maskenpflicht für das Publikum beim Betreten und Verlassen der Veranstaltung.
  • Da es zahlreiche Corona-Ausbrüche auf Familienfeiern gegeben habe, will Österreich die Gäste auf privaten Feiern beschränken. Wahrscheinlich bis auf eine Zahl unter 100.
  • Ob eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen tatsächlich kommt, steht noch nicht fest. Um eine zweite Corona-Welle zu bremsen, würden alle Möglichkeiten, wie auch die Einschränkung der Sozialkontakte wieder in Betracht gezogen.

Österreich plant am Freitag ein Ampel-Warnsystem einzuführen, um das Infektionsgeschehen in den Ländern darzustellen. Wien hatte sich zuletzt dagegengestellt und eine Beschränkung der Ampel auf einzelne Bezirke in Wien gefordert.

Das vierstufige Ampel-Warnsystem soll jedoch die Infektionslage in einer Region abbilden, um das Corona-Geschehen in den Griff zu bekommen. Je nach Ergebnis soll die Ampel dann nach dem Vorbild der Lawinenwarnstufen auf Grün, Gelb, Orange oder Rot schalten.

Österreich vor neuen Verschärfungen - Zeitung berichtet von „geheimer Cluster-Liste“

Update vom 30. August, 13.34 Uhr: Wo stecken sich die Österreicher an? Es ist eine Frage, die angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen wohl viele beschäftigt. „Die geheime Cluster-Liste“ titelt das österreichische Nachrichtenportal oe24.at und hat besondere Corona-Hotspots in den vergangenen Wochen ausgemacht. Öffentliche Verkehrsmitteln, Bars, Fußballspiele gehören demnach neben Reise und Familie dazu. 628 Neuinfektionen seien auf Reiserückkehrer in der Kalenderwoche 34 (17. August bis 23. August) zurückzuführen. Davon kamen 444 aus dem Westbalkan zurück. In Oberösterreich ist der Großteil davon aus Kroatien, der sich bei Partys angesteckt habe. Die meisten Corona-Infektionen erfolgen aber im Inland. Darauf weist übrigens auch eine Auswertung der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hin.

Nach oe24.at-Recherche sei erstmals ein Cluster mit sechs Infizierten bei den „Wiener Linien“ aufgetreten. Offenbar haben sich die Mitarbeiter am Arbeitsplatz angesteckt. Dazu habe es Corona-Fälle beim Personal in einem beliebten Outdoor-Lokal und in einem Nachtclub in Linz unter Gästen gegeben. Auch in Wien hat es Infektionsfälle in einem Dinnerclub gegeben. Das sei ein Mix aus „Freizeitaktivität und Arbeitsplatz“.

In Bayern wurde nun zum Schulstart eine temporäre Maskenpflicht eingeführt.

Update vom 30. August, 11.07 Uhr: Österreich Bundeskanzler Sebastian Kurz hat in seiner „Rede zur Lage an die Nation“ seinen Bürgern ein Ende der Pandemie Mitte 2021 angekündigt (siehe auch Erstmeldung vom 29. August). Auf der anderen Seite betone Kurz, dass der Herbst nochmal besonders fordernd werden würde. Angesichts der Ansteckungszahlen will die Bundesregierung in Österreich am Mittwoch über Maßnahmen diskutieren.

Corona in Österreich: „Ich werde mich gegen Corona impfen lassen“ - sagt Kurz

In einem Interview mit oe24.at wollte sich Kurz über die anstehenden Maßnahmen, wie beispielsweise eine „Indoor-Maskenpflicht“ im Herbst und Winter allerdings nicht festlegen oder vorgreifen. Die Regierung würde alle tun, um einen generellen Lockdown zu verhindern. Der Kanzler verwies auf die steigenden Infektionen bei jungen Menschen und asymptomatischen Krankheitsverläufe. Kurz hofft zudem auf eine Corona-Impfung im Sommer und damit auch auf mehr Normalität in der Corona-Pandemie. „Ich werde mich impfen lassen. Aber ich kann allen ­Österreichern, die skeptisch sind, die Angst nehmen: Es gibt keine Impfpflicht und wir werden auch keine einführen. Aber persönlich werde ich das machen“, sagte Sebastian Kurz im oe24.at-Gespräch.

Corona in Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz will sich gegen Corona impfen lassen (Symbolfoto).

Corona-Neuinfektionen in Österreich: So ist die aktuelle Lage

Update vom 30. August, 11.03 Uhr: Nach einem Rekordanstieg gehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen zurück. Das berichtet oe24.at. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden 181 Corona-Fälle verzeichnet, davon allein 51 bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen in Wien, in Niederösterreich (40) und Tirol (33). Derzeit gibt es in Österreich 3.363 aktive Corona-Fälle, teilt das österreichische Bundesgesundheitsministerium mit. Auf dem Dashboard des Ministeriums sind 148 Neuinfektionen am 29. August registriert worden (Vortag: 359). 110 Covid-19-Patienten würden derzeit im Krankenhaus behandelt, 30 weitere müssten auf der Intensivstation versorgt werden.

Corona in Österreich: Höchste Fallzahlen seit April - am Vortag machte Kurz den Bürgern noch Hoffnung

Erstmeldung vom 29. August 2020: Wien - Nachdem die täglichen Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in Österreich am Freitag im Vergleich zum Vortag wieder leicht gesunken waren, folgt in den Daten am Samstagvormittag wieder eine deutliche Aufwärtsbewegung. Das deutsche Nachbarland meldet 395 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden - bei circa 8,8 Millionen Einwohnern.

Coronavirus in Österreich: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Anfang April

Es ist der höchste verzeichnete Anstieg an Neuinfektionen* in der Alpenrepublik seit dem 3. April. Damals wurden 416 neue Fälle innerhalb eines Tages registriert. Die meisten Neuinfektionen wurden dabei aus der Hauptstadt Wien gemeldet. Dort wurden 203 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der in Österreich positiv auf das Coronavirus getesteten Personen steigt somit auf 26.803. Dabei gelten 22.866 Personen als genesen, 733 Menschen starben seit Beginn der Pandemie an den Folgen von Covid-19.

Sebastian Kurz, der Bundeskanzler von Österreich, machte der Bevölkerung am Freitag in einer Ansprache zur Lage der Nation Hoffnung auf baldige Besserung. „Der nächste Sommer soll ein normaler werden“, kündigte der ÖVP-Politiker an und fügte hinzu, dass er 2021 mit einem Impfstoff rechne. Um Österreichs erfolgreiche Handhabung der Krise weiterzuführen*, appelliere die Regierung jedoch vor allem im Herbst und Winter an die Disziplin und Mithilfe der Bevölkerung.

Corona in Österreich: Nachbarland Ungarn macht die Grenzen dicht

Währenddessen hat das Österreichs Nachbar Ungarn angekündigt, zum 1. September die Grenzen zu schließen, um so das Land vor durch Touristen eingeschleppte Neuinfektionen zu bewahren. Ungarn - und vor allem Region um den Plattensee - gilt als äußert beliebte Urlaubsregion bei Österreichern und Deutschen. (fd) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Die Stippvisite von Tesla-Boss Elon Musk beim Impfstoff-Hersteller Curevac hat wilde Übernahme-Spekulationen ausgelöst. Curevac-Haupteigentümer Dietmar Hopp macht dazu eine klare Ansage.*

Rubriklistenbild: © Ted S. Warren/dpa

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