Schon drei Babys verstorben

Sensation: Mutter bringt Sechslinge zur Welt

Costa Rica - Es ist eine Sensation: Eine Frau hat in Costa Rica Sechslinge zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft war höchst riskant - und das Glück nur von kurzer Dauer.

Eine 34-Jährige hat in Costa Rica Sechslinge zur Welt gebracht. „Ich bin sehr glücklich und überrascht“, sagte der Vater der Kinder auf einer Pressekonferenz am vergangenen Montag. Die zwei Mädchen und vier Jungen kamen in der 28. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt und wogen zwischen 900 und 1100 Gramm, wie das Krankenhaus mitteilte. Die Mutter ist nach Aussage ihrer Frauenärztin „in perfektem gesundheitlichen Zustand“. Sie war nach Angaben des Vaters künstlich befruchtet worden.

Zunächst zeigten sich die Ärzte optimistisch, dass die zwei Mädchen und vier Jungen überleben würden. Jetzt die schlechte Nachricht: Drei Babys sind inzwischen verstorben. Das berichtet die Zeitung „La Nación“ unter Berufung auf das Krankenhaus. Todesursache waren jeweils Lungenprobleme und Durchblutungsstörungen. „Bei so kleinen Babys ist ein Multiorganversagen normal“, sagte die Ärztin Patricia Fallas.

"Jede Stunde ist ein Kampf ums Überleben"

Die drei weiteren Geschwister befinden sich nach Angaben der Ärzte in einem kritischen Zustand. „Jede Stunde ist ein Kampf ums Überleben. Von einer Minute auf die nächste kann sich alles ändern“, sagte Arzt Roberto Araya. „Bei so kleinen Babys mit so geringem Gewicht können wir nicht garantieren, dass sie auf die künstliche Beatmung oder medizinische Behandlung ansprechen.“

Ursprünglich habe die Familie die Geburt erst für die kommende Woche erwartet, sagte die Großtante lokalen Medien. „Außerdem hatten wir drei Jungs und drei Mädchen erwartet“, ergänzte sie. „Dass es jetzt vier Jungen geworden sind, war eine große Überraschung.“ Die Kinder werden Emma, Tomás, Valentina, Diego, Andrés und Gabriel heißen. Es soll die erste Geburt von Sechslingen überhaupt in dem mittelamerikanischen Land sein.

Gefahren für Mutter und Kind

Sechslingsgeburten sind äußerst selten und mit besonderen Gefahren für Mutter und Kinder verbunden. Für die Föten sind die Unterversorgung und die verkürzte Schwangerschaftsdauer die entscheidenden Probleme, wie Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erläuterten.

Die Folgen von Frühgeburten sind Unreife und Untergewicht. Die Babys müssen meist auf der Intensivstation behandelt und über eine Nasensonde ernährt werden. Weil sie ihre eigene Körpertemperatur kaum halten können, sind sie aufgrund des unreifen Immunsystems sehr anfällig für Infektionen.

Eine ähnlich spektakuläre Geburt hat es jüngst auch in Deutschland gegeben: Die 65-jährige Berlinerin Annegret R. hat Vierlinge zur Welt gebracht - nach nur knapp 26 Wochen Schwangerschaft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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