Dow knackt wieder Marke von 18000 Punkten

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Ein Börsenhändler verfolgt in New York die Entwicklung der Kurse. Foto. Justin Lane / Archiv Foto: Justin Lane

New York (dpa) - Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch mit einer steilen Aufwärtsbewegung auf den jüngsten Kommentar der US-Notenbank (Fed) zur Zinspolitik reagiert.

Dies verhalf dem Dow-Jones-Index zu einem Schlusskurs über 18 000 Punkten - ein Niveau, das der Leitindex seit zwei Wochen nicht mehr erreicht hatte. Die Währungshüter machten zwar den Weg für eine baldige Zinsanhebung frei, rechnen nun aber mit einem langsameren Tempo der Erhöhungen.

Der Dow Jones Industrial schoss direkt nach der Fed-Mitteilung um rund 200 Punkte nach oben und drehte damit vom anfänglichen Minus ins Plus. Insgesamt lagen zwischen Tageshoch und Tagestief eindrucksvolle 400 Punkte oder 2,2 Prozent. Letztendlich gewann der Dow 1,27 Prozent auf 18 076,19 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index schloss 1,21 Prozent höher bei 2099,42 Zählern. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,07 Prozent auf 4422,50 Zähler nach oben.

Der Eurokurs reagierte massiv positiv auf die Aussagen von Fed-Präsidentin Janet Yellen. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg im Verlauf bis auf 1,1034 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit zwei Wochen. Zuletzt wurde der Euro bei 1,0905 Dollar gehandelt. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,0592 (Dienstag: 1,0635) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9441 (0,9403) Euro.

Wie von den meisten Experten erwartet, strichen die Währungshüter in dem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zur Zinsentscheidung das Versprechen, mit Blick auf eine Zinserhöhung "geduldig" zu sein. Allerdings gilt eine Zinsanhebung bereits auf der nächsten Sitzung im April weithin als unwahrscheinlich. Angesichts der guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung erwarten viele Beobachter die erste Erhöhung am 17. Juni. Einige Experten erwarten die Zinswende allerdings erst im September.

Bei den Prognosen zum Tempo der Zinserhöhungen machten die Währungshüter erneut Abstriche. Für Ende 2015 erwarten die Notenbanker nunmehr im Schnitt einen Leitzins von nur noch 0,625 Prozent. Bei den letzten Prognosen im Dezember hatte dieser Wert bei 1,125 Prozent gelegen. Ende 2016 dürfte der Leitzins (Fed Funds Rate) laut den Prognosen bei 1,875 Prozent (zuvor 2,5 Prozent) liegen. Für Ende 2017 wird ein Zinsniveau von 3,125 Prozent prognostiziert (zuvor 3,625 Prozent). Bereits im Dezember hatten die Notenbanker ihre Erwartungen an das Tempo der geldpolitischen Straffung gesenkt.

Zu den schwächsten Werten zählten die Aktien von Adobe mit einem Kursverlust von 3,48 Prozent. Der Software-Konzern hatte mit seiner Prognose für das laufende Quartal die Anleger enttäuscht. Ein Händler verwies auch auf die Nutzerzahlen für den Creative Cloud Bereich, die niedrigerals erwartet ausgefallen seien. Adobe stellt seit Jahren sein Geschäftsmodell vom Programme-Verkauf auf ein Abo-Modell um.

Die Anteile am US-Paketdienst FedEx mussten wegen des eingegrenzten Gewinnausblicks Federn lassen und fielen um 1,37 Prozent. Der Quartalsbericht des Deutsche-Post-Rivalen war hingegen überraschend stark ausgefallen.

Zu den attraktivsten Aktien im Dow zählten Chevron und Exxon Mobil, die um 3,42 beziehungsweise 2,37 Prozent zulegten. Zuvor war bekanntgeworden, dass sich die Benzinbestände in den USA in der Vorwoche weitaus stärker verringert hatten als von Experten erwartet.

Oracle-Aktien zählten mit einem Kursplus von knapp 3 Prozent zu den Favoriten im Nasdaq-Index. Der starke Dollar hatte dem SAP-Konkurrenten zuletzt zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht. Anlegern wird die maue Bilanz aber mit einer erhöhten Dividende versüßt.

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