Verwirrung in den Medien

Gerüchte: Ist Fidel Castro (88) tot?

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Fidel Castro (88) ist offensichtlich noch am Leben.

Kuba - Kubas langjähriger Machthaber wurde schon oft totgesagt. Und wieder wirbelt die Meldung Twitter auf: Fidel Castro soll gestorben sein. Stunden später kam die Auflösung.

Eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz in Havanna gilt als Indiz dafür, dass die Todes-Gerüchte wahr sein sollen, berichtet die Handelszeitung. Medien im US-Bundesstaat Miami, einer Hochburg der Castro-Gegner, hatten berichtet, für Freitag seien die ausländischen Korrespondenten in Kuba eingeladen worden, um über die zunehmenden gesundheitlichen Probleme des früheren Staatschefs informiert zu werden.

Das kubanische News-Portal "Diario de Cuba" berichtete zudem, die Regierung habe das Gebiet rund um das angebliche Grabmal Castros abgesperrt. An der letzten Ruhestätte des Staatschefs soll seit Monaten gebaut worden sein.

Zusätzliche Verwirrung bringt der Tod des nairobischen Oppositionsführers ins makabre Spiel. Der 41-Jährige, der vor wenigen Tag tot aufgefunden worden war, heißt ebenfalls Fidel Castro. Liegt etwa eine schreckliche Verwechslung vor? 

Der 88-Jährige hatte sich vor einem Jahr das letzte Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Nach 50 Jahren haben sich die USA und Kuba im vergangenen Dezember erstmals wieder angenähert. Nach der diplomatischen Aussöhnung hat Kubas sozialistische Regierung in den letzten 24 Stunden Dutzende politische Häftlinge auf freien Fuß gesetzt. Doch auch dazu hatte sich Castro, der 2006 aus gesundheitlichen Gründen die Staatsgeschäfte nach 49 Jahren an seinen Bruder Raùl abgegeben hatte, nie geäußert. Weiteres Futter für alle, die an den Tod des Revolutionsführers glauben wollen...

Kuba dementiert Gerüchte

Am Nachmittag deutscher Zeit wies die kubanische Staatsführung Medienberichte über eine Pressekonferenz zum Gesundheitszustand Fidel Castros zurück. Entsprechende Einladungen seien nicht verschickt worden, teilte die internationale Presseabteilung des kubanischen Außenministeriums am Freitag mit. Solche Pressekonferenzen werden per E-Mail oder SMS anberaumt.

hn/afp

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