Seenot vor Korfu

Marine gibt nach Inspektion von Frachter Entwarnung

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Einsatzkräfte der griechischen Küstenwache auf dem Weg zum Frachter "Blue Sky".

Athen - Nach Meldungen über ein weiteres Schiff in Seenot vor der griechischen Insel Korfu haben die Behörden Entwarnung gegeben. Einsatzkräfte der Marine haben den Frachter nach einem SOS-Signal durchsucht.

Die Marine und die Hafenbehörde hätten in einem gemeinsamen Einsatz festgestellt, dass sich der unter moldauischer Flagge fahrende Frachter "Blue Sky M" in keinerlei Gefahr befinde, sagte eine Sprecherin der Hafenpolizei am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Griechische Medien hatten über mehrere Bewaffnete an Bord berichtet.

Eine Fregatte und ein Hubschrauber der griechischen Marine sowie zwei Patrouillenboote der Hafenpolizei seien zur "Blue Sky M" geschickt worden, sagte die Sprecherin. Dort habe sich jedoch herausgestellt, dass der Frachter kein mechanisches Problem habe und es auch sonst "nichts Verdächtiges" auf dem Schiff gebe.

Zuvor hatte die griechische Küstenwache mitgeteilt, die "Blue Sky M" habe nordwestlich der Insel Korfu zwischen Griechenland und Italien ein Notsignal ausgesendet. Es war davon die Rede, auf dem Frachter befänden sich rund 400 Flüchtlinge ohne gültige Papiere. Der Frachter habe einen Motorschaden und treibe im starken Wind vor Korfu. Griechische Medien berichteten, an Bord der "Blue Sky M" befänden sich auch mehrere Bewaffnete.

Eine Inspektion des Schiffs habe die Angaben über die Flüchtlinge nicht bestätigt, sagte die Sprecherin der Hafenpolizei.

In derselben Region war am Sonntagmorgen die Fähre "Norman Atlantic" mit fast 500 Menschen an Bord wegen eines Feuers auf dem Autodeck in Seenot geraten. Erst nach anderthalb Tagen konnten die letzten Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet werden. Mindestens elf Insassen kamen ums Leben, über die Zahl der Vermissten herrscht Unklarheit.

AFP

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