Elf Fälle bekannt

Serie sexueller Übergriffe: Polizei schnappt Tatverdächtigen - neue Details

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Geht in Frankfurt ein Serientäter um? Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen.

Mehrere Sex-Übergriffe hat es in Frankfurt gegeben. Die Polizei hat jetzt einen Tatverdächtigen geschnappt - und nennt Details.

Update, 10. April, 14.20 Uhr: Seit dem 7. März kam es im ganzen Frankfurter Stadtgebiet zu insgesamt elf sexuellen Übergriffen auf Frauen. Nun hat die Frankfurter Polizei einen tatverdächtigen ermittelt. Wie die Beamten mitteilten, haben Zivilbeamte in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 23.50 Uhr ab einer Haltestelle im Nordend einen 14-jährigen Jungen aufgrund seines äußeren Erscheinens – die Täterbeschreibung ist hinlänglich bekannt – und seines Verhaltens aufgegriffen. Die Beamten überprüften den Jugendlichen und leiteten weitere Ermittlungen ein. Im Verlauf des Dienstags erhärtete sich aufgrund weiterer Hinweise sowie der Ermittlungsergebnisse der Tatverdacht gegen den 14-Jährigen. Der Jugendliche wurde nach der Durchführung polizeilicher Maßnahmen in die Obhut seiner Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Update, 8. April, 14.49 Uhr: Die Serie an sexuellen Übergriffen auf Frauen im Frankfurter Nordend reißt nicht ab. Mittlerweile sind der Frankfurter Polizei insgesamt elf Fälle bekannt, wie sie soeben mitteilt. Die Fälle stünden mit hoher Wahrscheinlichkeit miteinander im Zusammenhang. 

Der letzte Fall, der bei der Polizei zur Anzeige gebracht wurde, hat sich in der Seehofstraße abgespielt. Dort hielt einer 23-jährigen Frau ein Unbekannter von hinten den Mund zu und berührte sie unsittlich. Die junge Frau rief laut um Hilfe und wehrte sich, der Täter ergriff zunächst die Flucht, um dann auf halber Strecke wieder umzukehren und die junge Frau zu beleidigen. Diese drohte mit der Polizei, woraufhin der Mann endgültig die Flucht ergriff.

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Update vom 5. April: In den letzten Wochen kam es immer wieder zu Angriffen auf junge Frauen im Frankfurter Stadtgebiet. Da sich die mittlerweile insgesamt acht Taten ähneln, könnte es sich um einen Serientäter handeln. Die Polizei gibt Verhaltenstipps, wie sich Frauen verhalten sollten.

Chantal Emsch,Pressesprecherin bei der Polizei Frankfurt, erklärt: "Sollten Sie angegriffen werden, machen Sie auf sich aufmerksam. Schreien Sie, werden Sie laut." Denn das habe den Täter bei vergangenen Taten dazu gebracht, von den Frauen abzulassen und zu verschwinden. Sollte eine Frau ein mulmiges Gefühl haben, könne sie immer die Polizei anrufen. Man nehme die Bedenken der Frauen sehr Ernst. "Frauen, die in der derzeitigen Situation Angst haben, alleine zu laufen, sollten jemanden bitten, mitzugehen oder sich abholen lassen", sagt Emsch.

Update vom 4. April: Bisher waren sechs junge Frauen innerhalb kürzester Zeit sexuell belästigt worden, jetzt sind zwei weitere Fälle bekannt geworden, wie die Polizei mitteilt. In der Nacht von Montag auf Dienstag (1. auf 2. April) wurde eine 27-jährige Frau an der Eche Hamburger Straße/Varrentrappstraße sexuell genötigt. Ein Unbekannter sprang die junge Frau von hinten an, hielt ihr die Augen zu. Als sie sich zu Wehr setzte, floh der Unbekannte.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (3. auf 4. April) näherte sich ein Unbekannter einer 22 Jahre alten Frau von hinten an und hielt ihr den Mund zu. Als sie laut schrie, ließ er von ihr ab und flüchtete in Richtung Friedberger Landstraße.

In beiden Fällen ist die Täterbeschreibung ähnlich wie bei den anderen sechs Fällen, die der Polizei bereits bekannt waren.

Die Polizei bittet Frauen, die einer solchen Tat zum Opfer fallen, sich direkt bei der Polizei zu melden. Denn die Beamten suchen mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Täter. Meldet sich ein Opfer direkt nach der Tat, könnte die Fahndung Erfolg haben, da sich der Täter noch in der Nähe aufhalten könnte.

Mehrere Sex-Übergriffe in Frankfurt

Meldung vom 3. April 2019: Geht in Frankfurt ein Serientäter um? Der Polizei liegen seit Anfang März gleich mehrere Fälle vor, die aufgrund der Täterbeschreibung möglicherweise im Zusammenhang stehen könnten. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und bittet mögliche Zeugen eindringlich darum, sich zu melden.

Serientäter geht womöglich in Frankfurt um - mehrere Fälle

Gleich mehrere Fälle von sexueller Belästigung beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei in Frankfurt (Hessen), das berichtet fnp.de*.

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Am Donnerstag, den 07. März, wurden im Bereich der Friedberger Anlage sowie der Friedberger Landstraße insgesamt zwei Frauen sexuell belästigt. Am 15. März wurde dann im Dietrich-Bonhoeffer-Weg eine 16-Jährige Opfer versuchter Nötigung.

Jetzt hat die Polizei drei weitere Fälle bekanntgegeben, die mutmaßlich mit diesen drei Vorfällen in Zusammenhang stehen.

Drei weitere Fälle innerhalb weniger Tage - Polizei ermittelt

In nur knapp einer Woche wurden nun drei weitere Frauen sexuell belästigt. Am 28. März 2019 wurde eine 22-jährige Passantin gegen 21.40 Uhr in der Straße Eiserne Hand plötzlich von hinten umklammert. Dann hielt der Unbekannte ihr den Mund zu, ließ aber wieder plötzlich los und ging weiter in Richtung Friedberger Platz.

Am Montag, den 01. April wurde dann eine 32-jährige Frau von einem Unbekannten sexuell belästigt. Die Frau stieg an der Friedberger Warte aus der Straßenbahn aus und lief anschließend in Richtung Bernhard-Becker-Straße. Plötzlich hielt ihr ein Unbekannter von hinten den Mund zu und wurde betatscht. Doch die 32-Jährige wusste sich zu wehren, drehte sich um und schlug dem Täter mit der Faust ins Gesicht. Dieser flüchtete daraufhin über die Straße "Am Wasserpark" in Richtung Dortelweiler Straße.

Nur einen Tag darauf war eine 26-jährige Frau zu Fuß im Nordend unterwegs. In der Straße Im Prüfling bemerkte sie plötzlich einen unbekannten Mann hinter sich, drehte sich um und sah, dass dieser onanierte. Daraufhin flüchtete sie, ebenfalls der Täter. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der exhibitionistischen Handlung.

Polizei veröffentlicht Täterbeschreíbung und sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei sieht unter anderem aufgrund der Täterbeschreibung sowie der örtlichen Nähe der Tatorte einen möglichen Zusammenhang zwischen den insgesamt sechs bekannten Taten.

Der Täter soll etwa 170 bis 180 cm groß sein, dunkle Kleidung tragen sowie häufig mit einem Kapuzenpullover bzw. einer Kapuzenjacke unterwegs gewesen sein. Die Kapuze soll er jeweils ins Gesicht gezogen haben.

Zeugen, welche Hinweise zu den Vorfällen und/oder dem Täter geben können, werden darum gebeten sich unter der Telefonnummer 069/755-51399 an die Frankfurter Kriminalpolizei oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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red

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