Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten

Chemieunfall in Heidelberg: Beißender Rauch führte zu Sperrung der A5

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Chemieunfall in Chemiefirma Kluthe-Rematec in Heidelberg.  

Am Samstagmorgen (2. Februar) wird in Heidelberg Katastrophenalarm ausgelöst. Der Grund: Bei einem Chemieunfall wird starker Rauch freigesetzt.

Heidelberg - Großeinsatz der Feuerwehr am Samstagmorgen (2. Februar): Auf dem Gelände der Chemiefirma Kluthe-Rematec in Heidelberg kam es gegen 5:50 Uhr zu einer ungewollten chemischen Reaktion von 3.000 Litern eines Gemischs aus Chemierückständen. Darüber berichtet heidelberg24.de*.

Dadurch soll sich ein Überdruckventil geöffnet haben, was in der Folge zum Austritt einer dichten Rauchwolke, begleitet mit einem beißenden Geruch, führte

Zum Zeitpunkt der chemischen Reaktion wurden keine Arbeiten im Werk durchgeführt. 

5 Verletze nach Chemieunfall in Heidelberg 

Die Polizei vermeldete fünf Leichtverletzte, eine Feuerwehrfrau, drei Polizeibeamte und eine Passantin, die alle über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl klagten.

Die Einsatzkräfte und Chemiker des Betriebs vor Ort stellten fest, dass sich die chemische Reaktion von sich aus nach etwa 2-2,5 Stunden „abreagiert“ hatte. Überprüfungen zum Gefahrenstoff selbst sind noch nicht abgeschlossen. 

Nach Chemieunfall in Heidelberg: Keine Giftstoffe in der Luft

Luftmessungen der Berufsfeuerwehr Heidelberg ergeben jedoch keine erhöhten Werte.

Sämtliche Warnmeldungen, auch das Geschlossenhalten von Fenstern und Türen, sind aufgehoben.

Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im November 2018 kam es zu einem Chemieunfall in Frankfurt. Die Feuerwehr warnte die Anwohner vor den Gefahren der ausgetretenen Dämpfe. 

Am 17. Oktober gab es eine Explosion auf dem Gelände der BASF in Ludwigshafen. Am 5. Februar startet der Prozess gegen einen externen Mitarbeiter wegen des „Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“.

*heidelberg24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

kp 

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