Tragödie in Kärnten

Hund: Was Tierschützer in Müllsäcken finden, ist an Grausamkeit nicht zu überbieten

Horror-Szenario in Kärnten: 35 tote Hunde wurden in Müllsäcken gefunden. Der Zustand der verwahrlosten Malinois schockiert nicht nur die Tierschützer. 

  • 35 tote Hunde wurden in Müllsäcken gefunden
  • Es handelt sich um Malinois, darunter sind sechs Welpen
  • Zwei Anklagen wurden bereits fallen gelassen

Kärnten - Ein wahres Horror-Szenario spielte sich im österreichischen Kärnten ab: 35 tote Hunde (Hund: Zahlen und Statistiken zu Hunden in Deutschland*) wurden in Müllsäcken gefunden, wie extratipp.com* berichtet. Bei den Hunden handelt es sich um die Rasse der Malinois (Hunde: Die teuersten Rassen der Welt*). Unter den 35 toten Hunden befinden sich auch sechs Welpen

Die Hunde (Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen*) wurden von mehreren Tierschützern auf dem Anwesen der Täterin gefunden. Gegen die Angeklagte wird nun ermittelt. Doch zwei Verdachtsfälle wurden bereits fallen gelassen. Die Bilder, die die Tierschützer sehen mussten, schockierten nicht nur sie. Die Hunde (Hund: Tödliche Angriffe von Hunden in Deutschland - eine Liste*) verwahrlosten elendig. Nun kommt auch Kritik an den Behörden auf.

Hund: Nach Horror-Fund - Tiertrainerin in drei Fällen angeklagt

Der Horror-Fund der 35 toten Hunde ruft bei den Beteiligten immer noch blankes Entsetzen hervor. Die Angeklagte Birgit S. ist von Beruf aus Tiertrainerin. Doch schon in der Vergangenheit wurde sie immer wieder durch die schlechte Behandlung ihrer Hunde auffällig. Tierschützer schalteten immer wieder die Behörden ein und benachrichtigten die Polizei. Doch für 35 Hunde der Rasse Malinois kam jede Hilfe zu spät.

Die 38-jährige Birgit S. wurde in drei Fällen angeklagt. Zum einen wegen Betrugs und Handels mit Hunden. „Dieser Verdacht hat sich nicht erhärtet. Wir haben nun eine Anklage wegen Tierquälerei eingebracht“, so Markus Kitz, Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, gegenüber der österreichischen Kronen Zeitung. Derweil hat ein Irrer in den USA einen Hund der Rasse Bullmastiff mit einer Kettensäge zerteilt, berichtet extratipp.com*.

Malinois ähneln dem deutschen Schäferhund sehr.

35 tote Hunde in Müllsäcken gefunden - Kritik an Behörden wächst

Bei den 35 toten Hunden, darunter sechs Welpen, handelt es sich um die Rasse Malinois. Malinois sind dem deutschen Schäferhund sehr ähnlich und stammen aus Belgien. Die Verdachtsfälle wegen Betrugs und Handels mit Hunden konnten nicht erhärtet werden, weshalb sie darauf fallen gelassen wurden. Der angeklagten Hundetrainerin Birgit S. drohen nun bis zu zwei Jahre Haft.

Kritik wird nun an den Behörden laut. Bereits 2014 wurden Tierschützer auf vernachlässigte Hunde aufmerksam und alarmierten die Behörden. Doch die Angeklagte konnte die Behörden täuschen und schickte regelmäßig Bilder mit kerngesunden Hunden an die Tierheime. Die Polizei kam des Öfteren zu Kontrollen vorbei, ohne wirklich etwas zu finden. Es fehlte einfach an belastenden Beweisen in diesem Horror-Szenario. Doch der Verdacht auf ein mutmaßliches Tierhortungsproblem ließ die Tierschützer nicht ruhen.

Horror-Szenario in Kärnten: Hunde trugen teilweise noch Halsbänder

Letztendlich bekamen die Tierschützer das OK des Vermieters und durften sich auf dem Grundstück der Angeklagten umsehen. Doch schon beim Betreten kam den Hundefreunden ein übler Gestank der Verwesung entgegen. Als die Tierschützer am Eingang des Hauses ankamen, machten sie den Horror-Fund. Zunächst entdeckten sie „nur“ einen toten Hund durch ein Kellerfenster. Das Fenster ließ sich allerdings nicht weiter öffnen, da alles mit Müllsäcken zugestellt war. Dann folgte der Schock. In 15 Müllsäcken befanden sich 35 tote Hunde. Teilweise hatten die Malinois noch Halsbänder an. Ein Hund trug sogar noch einen Maulkorb. Ein Horror-Szenario, das alle Beteiligten wohl nicht so schnell vergessen werden.

Ein schlimmer Fall von Tierquälerei ereignete sich auch in New York. Eine Schäferhündin wurde derart ausgehungert, dass sie ihre eigene Pfote aß. Zum Glück überlebte Hündin Zoe aber dank einer Notoperation.

Mehr über den Hund: Der schuldbewusste Blick eures Hundes bedeutet etwas ganz anderes, wie extratipp.com* berichtet.

In Argentinien hat ein Hund (Pitbull) ein zweijähriges Mädchen attackiert und brutal verletzt.* Die Mutter musste alles mit ansehen.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa & dpa (Fotomontage extratipp.com)

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