Mediziner plädiert bei Rückenschmerzen für konservative Therapien

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Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Ein Leipziger Wirbelsäulenmediziner sagt, dass viele Patienten damit zu passiv umgehen. Foto: Arno Burgi

Leipzig (dpa) - Bei der Behandlung unspezifischer Rückenschmerzen sollten Ärzte und Betroffene nach Ansicht eines Experten verstärkt auf konservative Therapien setzen. Dabei sei auch die aktive Mitwirkung der Patienten gefordert.

"Der unspezifische Rückenschmerz ist eine Zivilisationskrankheit", sagte der Wirbelsäulenspezialist Prof. Christoph Josten von der Uniklinik Leipzig der Deutschen Presse-Agentur. "Wir pflegen unsere Wirbelsäule nicht genug. Pflegen ist eine aktive Maßnahme. Und das wird leider in unserer Gesellschaft ein bisschen vergessen."

Viele Rücken-Patienten hätten die Erwartungshaltung, dass die Medizin es durch eine Operation schon richten werde. Stattdessen plädiert der Experte für aktive Pflege, etwa mit viel Bewegung, Treppenlaufen oder Bauchmuskeltraining. Auch unkonventionelle Maßnahmen wie Akupunktur oder Osteopathie könnten helfen. Dies wird jedoch vielfach von den Krankenkassen nicht bezahlt.

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