Mifa-Insolvenzverwalter: Zahlreiche Anfragen von Investoren

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Der insolvente Fahrradhersteller Mifa benötigt dringend Geld, um die Produktion für 2015 sichern zu können. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Sangerhausen (dpa) - Beim insolventen Fahrradbauer Mifa gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters zahlreiche Anfragen von Investoren.

Sie kämen von Unternehmen aus der Branche, aber auch von anderen Firmen, sagte der Wirtschaftsanwalt Lucas Flöther der Nachrichtenagentur dpa. Da die Verhandlungen noch liefen, könne er aber keine Details nennen.

Nachdem der indische Fahrradhersteller Hero Cycles als möglicher Investor bei Mifa abgesprungen war, musste das Unternehmen aus Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) mit 600 Beschäftigten Ende September einen Insolvenzantrag stellen.

Derzeit würden etwa 15 Millionen Euro benötigt, um die Produktion und den Absatz für 2015 zu sichern, sagte Flöther. Von den Aktionären - darunter dem ehemaligen AWD-Chef Carsten Maschmeyer - habe er noch keine konkreten Zusagen für finanzielle Hilfen auf dem Tisch. Er sei dennoch optimistisch, das erforderliche Geld zusammenzubekommen.

Die Mittel sollen zum einen von neuen Investoren kommen. Zum anderen gebe es Unterstützung von Banken, die bei Mifa engagiert sind. Sie hätten Sanierungsbeiträge angekündigt, die weit über das übliche Maß hinausgingen. Zahlen hierzu nannte Flöther nicht. Außerdem wollten die Banken ermöglichen, dass Mifa im Rahmen der Produktion auf die bei ihnen hinterlegten Sicherheiten wie etwa das Warenlager zurückgreifen kann.

Optimistisch stimme ihn auch, dass Großkunden Mifa die Treue halten wollten. "Sie wollen unsere Produkte und haben uns auch signalisiert, sie weiter abzukaufen", sagte Flöther. Das betreffe sowohl die klassischen Fahrräder als auch die E-Bikes.

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